Montag, 9. Februar 2026

Münchner Sicherheitskonferenz MSC 2026 mit dem Thema „Under Destruction“

Die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) steht in diesem Jahr unter dem Motto „Under Destruktion“ und geht damit ungeschminkt auf die sicherheitspolitische Weltlage ein. Bei der heutigen Pressekonferenz in der Bundespressekonferenz in Berlin stellten Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, Prof. Dr. Tobias Bunde, Director of Research & Policy der Münchner Sicherheitskonferenz und Dr. Sophie Eisentraut, Head of Research & Publications der Münchner Sicherheitskonferenz den Munich Security Report 2026 vor, der mit jeder Menge Umfrageergebnissen angereichert ist.


Während die Stimmung im asiatischen Raum gleichbleibend positiv ist, geht der Trend in westlichen Staaten deutlich in Richtung Zerstörung (Destruction). Die Befragten bescheinigen ihren demokratischen Systemen eine nachhaltige Reformresistenz und sehen den Ausweg nur noch in der „Abrissbirne“. Milei und Trump haben bereits mit dem Abriss begonnen. Gleichzeitig übt sich die westeuropäische Politik in Schadensbegrenzung durch Intensivierung des „Weiter wie bisher!“ Dabei ignoriert sie, dass sich der Wähler nicht mehr durch Klientelpolitik, Begriffsumwidmung und realitätsferne Symptombehandlungen beeindrucken lässt. In Deutschland glauben nur noch 13 Prozent der Befragten an die Lösungskompetenz der Regierung. In Frankreich sind es sogar nur zwölf Prozent gegenüber 60 Prozent, die die Handlungen ihrer Regierung mit Blick in die Zukunft für hochgradig degenerativ halten. In Deutschland haben 51 Prozent entsprechend geantwortet. 36 Prozent der Deutschen sind in ihrer Bewertung noch unentschlossen.

Die MSC bietet Raum, um über das Thema „Under Destruction“ ins Gespräch zu kommen, Konflikte auf kurzem Wege zu klären und in persönlichen Begegnungen zu erspüren, wie sich die sicherheitspolitische Lage weiterentwickeln wird.

Autor: Matthias Baumann

Sonntag, 8. Februar 2026

300 türkische Soldaten zur NATO-Übung „Steadfast Dart 2026“ in Deutschland eingetroffen

An diesem Wochenende trafen 300 türkische Soldaten auf dem Fliegerhorst Wunstorf ein. Weitere Soldaten aus teilnehmenden Ländern des NATO-Manövers „Steadfast Dart 2026“ wurden über den zivilen Flughafen Hannover eingeflogen.


"Steadfast Dart 2026" ist eine Verlegeübung der NATO Allied Reaction Force (ARF) mit etwa 7.300 Soldaten aus Deutschland, Griechenland, Italien, Tschechien und der Türkei. Diese bringen sich mit unterschiedlichen Komponenten zu Wasser, zu Land und zur Luft ein. Es geht darum, Einsatzbereitschaft und Einheit zu demonstrieren und die schnelle Verlegung von Personal und Material zu trainieren. "Steadfast Dart 2026" geht von Ende Januar bis März 2026 und bewegt sich zur See im Atlantik, dem Mittelmeer, der Nordsee und der Ostsee. Auf dem Land- und Luftweg erstreckt sich die Übung über Türkei, Griechenland, Italien bis nach Deutschland. Deutschland gilt als Host Nation und trainiert seine Funktion als logistische Drehscheibe.

Weitere Infos: https://jfcbs.nato.int/stdt26 und https://www.bundeswehr.de/de/auftrag/uebungen/steadfast-dart-2026

Autor: Matthias Baumann