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Mittwoch, 15. Juli 2026

Boris Pistorius besucht Heimatschutz und das Wachbataillon

Auf seiner Sommerreise besucht Verteidigungsminister Boris Pistorius in der Regel mehrere Standorte an einem Tag. Heute schaute er sich den Stab der Heimatschutzdivision am ehemaligen Regierungsterminal des Flughafens Tegel (TXL) an und übergab anschließend in der benachbarten Julius-Leber-Kaserne ein Fahnenband an das Wachbataillon.


Der Heimatschutz hatte trotz seiner Wichtigkeit für die Landesverteidigung zunächst den Ruf, mit überaltertem Gerät wie dem MG3 ausgestattet zu sein. Das hat sich inzwischen geändert, so dass der Heimatschutz inzwischen die höchste Pro-Kopf-Abdeckung an Drohnen hat. Hier zeigte sich der Kommandeur der Heimatschutzdivision, Generalmajor Andreas Henne, sehr dankbar gegenüber dem Heer, dem der Heimatschutz unterstellt ist.


Boris Pistorius und das Wachbataillon begegnen sich ständig, allerdings nur auf dem Paradeplatz des Bendlerblocks. Heute besuchte er das Wachbataillon in der Julius-Leber-Kaserne. Bei einem kleinen Appell übergab er das erste Fahnenband eines deutschen Verteidigungsministers an den Verband. Dem Kommandeur des Wachbataillons, Oberstleutnant Maik Teichgräber, ist es seit Beginn seiner Verwendung in der Julius-Leber-Kaserne wichtig, den Doppelauftrag herauszustellen: Protokoll und Infanterie.

Autor: Matthias Baumann

Dienstag, 30. Juni 2026

1. Deutsch-Niederländisches Korps übernimmt Verantwortung an der NATO-Ostflanke in Estland

Am 30. Juni 2026 wurde im Beisein der Verteidigungsminister Deutschlands, der Niederlande sowie Estland und Lettland das Verantwortung für den Schutz der NATO-Ostflanke im nördlichen Baltikum vom Multinationalen Korps Nordost (MNC NE) an das 1. Deutsch-Niederländische Korps (1GNC) übertragen.


Als Ort für den Übergabeappell hatte man sich den estnisch-lettischen Grenzort Valga/Valka ausgesucht. Die Stadt wird durch einen kleinen Fluss geteilt, an dem die Grenze der zwei baltischen Staaten verläuft. Würden nicht ab und zu kleine Hinweisschilder angebracht worden sein, würde der Besucher gar nicht merken, dass er eine Staatsgrenze überschreitet. Diegemeinsame Geschichte der geteilten Stadt reicht nachweislich bis ins Jahr 1286zurück. Valga/Valka liegt an einem strategischen Knotenpunkt, der wichtige Städte in Estland und Lettland miteinander verbindet.

Die NATO zeigt hier zwar Präsenz, das 1. Deutsch-Niederländischen Korps wird aber nach wie vor vom Hauptquartier Münster aus geleitet. Neben Generalleutnant Mirow, dem deutschen Kommandeur des 1GNC waren auch der polnische Generalleutnant Parylak, der Kommandeur des scheidenden MNC NE, und der amerikanische General Donahue beim Übergabeappell dabei. General Donahue ist der Kommandeur des NATO-Landkommandos (LANDCOM). Er übergab das Kommando vom MNC NE an das 1GNC. Alle drei Generale und die vier Minister richteten Grußworte an die angetretene Truppe und die Gäste.


Aus Deutschland waren Verteidigungsminister Boris Pistorius, der Generalinspekteur, General Carsten Breuer, und der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Dr. Christian Freuding, angereist. General Ingo Gerhartz, der ehemalige Inspekteur der Luftwaffe, war als Kommandeur des Joint Force Command Brunnssum (HQ JFCBS) dabei.

Autor: Matthias Baumann

Sonntag, 21. Juni 2026

2. Nationaler Veteranentag am Reichstag

Eine Woche lang wurde mit vielen regionalen Aktionen der 2. Nationale Veteranentag begangen. Die zentrale Veranstaltung fand heute zwischen Reichstag und Paul-Löbe-Haus und Kanzleramt statt.


Das Areal war größer als im letzten Jahr. Während am Südostende die große Bühne stand, steppte am Nordwestende der Bär – oder besser gesagt die Tragtiere der Härtefallstiftung. Beide Ende waren durch Zelte verbunden, in denen sich Veteranenvereine, die Teilstreitkräfte, der Bundestag, Hilfswerke und Caterer vorstellten. Mittendrin die Nebenbühne mit einem Programm, das von Umgang mit PTBS bis Veteranen in der Wirtschaft reichte.

Das Programm auf der Hauptbühne musste gegen 11.30 Uhr wegen Starkregen und Gewitter unterbrochen werden. Dann trat der Regierende Bürgermeister von Berlin ans Rednerpult und die Sonne kam wieder heraus. Das Wetter blieb wechselhaft, was sich auf die Anzahl der Zuschauer an der Hauptbühne auswirkte, denn auch die Tribüne bot nur bedingt Schutz vor dem Regen. Besondere Highlights waren die Auftritte von The „BossHoss“ und „Heavysaurus“. Später wurde es etwas ruhiger mit Heinz Rudolf Kunze. Kai Wegner, Friedrich Merz, Julia Klöckner, Boris Pistorius und General Breuer absolvierten Rundgänge und hielten reden, verteilten oder bekamen Veteranenabzeichen und beteiligten sich an Paneldiskussionen zu verschiedenen Themen. Bemerkenswert war, wie gut die Bühnentechnik logistisch abgestimmt war und dass bei den ständigen Wechseln - auch vor den Bandauftritten - kein Soundcheck nötig war.

Autor: Matthias Baumann

Montag, 15. Juni 2026

Serenade für Dr. Jasper Wieck

Heute Abend wurde Dr. Jasper Wieck durch Verteidigungsminister Boris Pistorius im Bendlerblock mit einer Serenade verabschiedet.


Er war seit August 2022 Abteilungsleiter Politik im BMVg und hatte damit eine herausfordernde Zeit der Bundeswehr begleitet. Er geht nun als Botschafter nach Indien. Sein Nachfolger ist Martin Schäfer, der Sprecher des damaligen Außenministers Frank-Walter Steinmeier war und anschließend an verschiedenen deutschen Auslandsvertretungen eingesetzt wurde.

Dr. Jasper Wieck hatte sich zu seiner Serenade Stücke gewünscht, die bisher nur selten oder noch nie vom Stabsmusikkorps gespielt wurden. Für eines der Stücke musste ein neues Arrangement geschrieben werden.

Autor: Matthias Baumann

Dienstag, 9. Juni 2026

Tschechischer Verteidigungsminister Jaromír Zůna zum Antrittsbesuch in Berlin empfangen

Heute Mittag wurde der neue tschechische Verteidigungsminister, Jaromír Zůna, mit militärischen Ehren zu seinem Antrittsbesuch im Bendlerblock empfangen.


Jaromír Zůna  ist seit Dezember 2025 stellvertretender Ministerpräsident und Verteidigungsminister. Diese Kombination der Ämter ist in verschiedenen Ländern so üblich – auch in Polen. Er stammt aus einer Offiziersfamilie und ging bereits mit 16 Jahren auf ein Militärgymnasium. Den Abschluss auf der Militärakademie Vyškov machte er mit 24 Jahren. Er diente dann in verschiedenen Verwendungen des tschechischen Heeres und wollte immer ins Militärische Nachrichtenwesen einsteigen. Trotz mehrerer Anläufe klappte es aus verschiedenen Gründen nicht. Die Karriere lief dennoch weiter, so dass er im Mai 2019 zum Generalleutnant befördert wurde. Von 2023 bis 2024 war er als Militärattaché an der tschechischen Botschaft in Peking eingesetzt.

Entgegen seiner Parteilinie setzt sich Jaromír Zůna für eine Unterstützung der Ukraine ein und macht sich insbesondere für das Hochfahren der Munitionsbestände stark. Tschechien hat auch den Zuschlag für die neue Dienstpistole der Bundeswehr bekommen: die P13 – auch bekannt als CZP-10 C OR.

Autor: Matthias Baumann