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Mittwoch, 30. September 2026

Kommandowechsel bei der Deutschen Marine

Heute Nachmittag wurde das Kommando der Deutschen Marine von Vizeadmiral Jan Christian Kaack an Konteradmiral Wilhelm Tobias Abry übergeben. Die Übergabe erfolgte unter Nutzung der Kulisse der Marineschule Mürwik in Flensburg.


Vizeadmiral Kaack war im März 2022 zum Inspekteur der Marine ernannt worden und hatte die Aufgabe, die Marine auf „Kriegstüchtigkeit“ umzubauen. Diese Aufgabe ging er mit viel Engagement an und sein Motto „Stahl ins Wasser“ zu bringen, ist vielen Marineangehörigen präsent. Auch seine Führungsqualitäten werden vielfach seitens der Truppe gelobt.

Sein Nachfolger Wilhelm Tobias Abry wird morgen zum Vizeadmiral ernannt. Er kennt die Marineschule Mürwik sehr gut, da er diese von 2018 bis 2021 führen durfte. Abry machte in seiner Rede deutlich, dass er den Kurs seines Vorgängers konsequent fortsetzen werde.


Am Abend wurde Vizeadmiral Kaack mit einem Großen Zapfenstreich in den Ruhestand verabschiedet. Auch dafür wurde die Marineschule Mürwik genutzt.

Autor: Matthias Baumann

Freitag, 25. September 2026

Ungarn ist zurück – Boris Pistorius absolviert seinen Antrittsbesuch in Budapest

Heute besuchte Verteidigungsminister Boris Pistorius seinen Amtskollegen, Dr. Romulusz Ruszin-Szendi, in Budapest.


Das Programm war eng getaktet. Nach fünf Stunden flog die Delegation schon wieder nach Berlin zurück. Zunächst gab es auf dem Heldenplatz militärische Ehren mit Hymnen und einer Kranzniederlegung. Dann ging es weiter ins benachbarte Verteidigungsministerium, wo bilaterale Gespräche auf Minister- und Delegationsebene stattfanden. Die anschließende Pressekonferenz dauerte wegen des konsekutiven Dolmetschens (Deutsch und Ungarisch nacheinander) fast eine Stunde. Die wichtigste Botschaft war wohl, dass Ungarn zurück am Tisch der europäischen Staaten ist und zwar nicht als Nettoempfänger, sondern als konstruktiver Partner. Zum Abschluss besuchte Boris Pistorius noch die Gedenkstätte und die Synagoge in der Dohánystraße und legte auch dort einen Kranz und einen Stein nieder.

Autor: Matthias Baumann

Montag, 14. September 2026

Kiellegung des dritten Flottendienstbootes der Klasse 424 in Wolgast

Heute fand in der Peene-Werft in Wolgast im Beisein von Verteidigungsminister Boris Pistorius die Kiellegung des dritten Flottendienstbootes der Klasse 424 statt.


Ein Flottendienstboot dient der Flotte zu Aufklärungszwecken und elektronischer Kampfführung. Deshalb wird es gemeinsam von Marine und dem Kommando CIR (Cyber-Informationsraum) betrieben.

Die Zeremonie zur Kiellegung sieht vor, Münzen auf einem Brett einzubringen und Nägel in das Brett einzuschlagen. Anschließend wird das Brett mit schweren Hämmern unter dem ersten Abschnitt des Kiels eingeschlagen. Begleitet wird das vom Wunsch der Festredner, dass das Boot immer „genug Wasser unter dem Kiel“ habe.

Neben dem Geschäftsführer der Peene-Werft, Harald Jaekel, und dem Vorstandsvorsitzenden der Rheinmetall AG, Armin Papperger, waren auch die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, und Staatsminister Philipp Amthor zugegen. Schwesig und Amthor nutzten den Termin zu Wahlkampfzwecken und stellten sich ausführlich als Kümmerer in der Region dar. Besonders oft wurde der Betriebsrat angesprochen und das eigene Engagement für die Peene-Werft hervorgehoben.

Autor: Matthias Baumann

Mittwoch, 15. Juli 2026

Boris Pistorius besucht Heimatschutz und das Wachbataillon

Auf seiner Sommerreise besucht Verteidigungsminister Boris Pistorius in der Regel mehrere Standorte an einem Tag. Heute schaute er sich den Stab der Heimatschutzdivision am ehemaligen Regierungsterminal des Flughafens Tegel (TXL) an und übergab anschließend in der benachbarten Julius-Leber-Kaserne ein Fahnenband an das Wachbataillon.


Der Heimatschutz hatte trotz seiner Wichtigkeit für die Landesverteidigung zunächst den Ruf, mit überaltertem Gerät wie dem MG3 ausgestattet zu sein. Das hat sich inzwischen geändert, so dass der Heimatschutz inzwischen die höchste Pro-Kopf-Abdeckung an Drohnen hat. Hier zeigte sich der Kommandeur der Heimatschutzdivision, Generalmajor Andreas Henne, sehr dankbar gegenüber dem Heer, dem der Heimatschutz unterstellt ist.


Boris Pistorius und das Wachbataillon begegnen sich ständig, allerdings nur auf dem Paradeplatz des Bendlerblocks. Heute besuchte er das Wachbataillon in der Julius-Leber-Kaserne. Bei einem kleinen Appell übergab er das erste Fahnenband eines deutschen Verteidigungsministers an den Verband. Dem Kommandeur des Wachbataillons, Oberstleutnant Maik Teichgräber, ist es seit Beginn seiner Verwendung in der Julius-Leber-Kaserne wichtig, den Doppelauftrag herauszustellen: Protokoll und Infanterie.

Autor: Matthias Baumann

Dienstag, 30. Juni 2026

1. Deutsch-Niederländisches Korps übernimmt Verantwortung an der NATO-Ostflanke in Estland

Am 30. Juni 2026 wurde im Beisein der Verteidigungsminister Deutschlands, der Niederlande sowie Estland und Lettland das Verantwortung für den Schutz der NATO-Ostflanke im nördlichen Baltikum vom Multinationalen Korps Nordost (MNC NE) an das 1. Deutsch-Niederländische Korps (1GNC) übertragen.


Als Ort für den Übergabeappell hatte man sich den estnisch-lettischen Grenzort Valga/Valka ausgesucht. Die Stadt wird durch einen kleinen Fluss geteilt, an dem die Grenze der zwei baltischen Staaten verläuft. Würden nicht ab und zu kleine Hinweisschilder angebracht worden sein, würde der Besucher gar nicht merken, dass er eine Staatsgrenze überschreitet. Diegemeinsame Geschichte der geteilten Stadt reicht nachweislich bis ins Jahr 1286zurück. Valga/Valka liegt an einem strategischen Knotenpunkt, der wichtige Städte in Estland und Lettland miteinander verbindet.

Die NATO zeigt hier zwar Präsenz, das 1. Deutsch-Niederländischen Korps wird aber nach wie vor vom Hauptquartier Münster aus geleitet. Neben Generalleutnant Mirow, dem deutschen Kommandeur des 1GNC waren auch der polnische Generalleutnant Parylak, der Kommandeur des scheidenden MNC NE, und der amerikanische General Donahue beim Übergabeappell dabei. General Donahue ist der Kommandeur des NATO-Landkommandos (LANDCOM). Er übergab das Kommando vom MNC NE an das 1GNC. Alle drei Generale und die vier Minister richteten Grußworte an die angetretene Truppe und die Gäste.


Aus Deutschland waren Verteidigungsminister Boris Pistorius, der Generalinspekteur, General Carsten Breuer, und der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Dr. Christian Freuding, angereist. General Ingo Gerhartz, der ehemalige Inspekteur der Luftwaffe, war als Kommandeur des Joint Force Command Brunnssum (HQ JFCBS) dabei.

Autor: Matthias Baumann