Heute wurde beim Sanitätsregiment 1 in Berlin-Kladow das
Gebäude 2 der Blücher-Kaserne in Feldwebel-Arndt-Haus umbenannt.
Feldwebel Alexander Arndt war am 14. Oktober 1993 als erster
Bundeswehrsoldat bei einem Auslandseinsatz gefallen. Er war in Phnom Penh,
Kambodscha, von Unbekannten auf offener Straße erschossen worden. Er war Teil
des 150 Soldaten des Sanitätsdienstes umfassenden Bundeswehr-Kontingentes der
UN-Missionen UNAMIC und UNTAC.
Am 13. Oktober 2026 wurde der bisherigen Bundesministerin
für Arbeit und Soziales, Bärbel Bas (SPD), durch Bundespräsident Frank-Walter
Steinmeier die Entlassungsurkunde ausgehändigt.
Am 12. Oktober 2026 war Bärbel Bas als Ministerin und als
SPD-Vorsitzende zurückgetreten. Eigenen Angaben zufolge war der Grund ein
Trauerfall in der Familie. Ihrem Nachfolger als Bundesministerin für Arbeit und
Soziales, Alexander Schweitzer (SPD), wurde gemäß Artikel 64 Absatz 1 des
Grundgesetzes die Ernennungsurkunde ausgehändigt. Alexander Schweitzer war von
Juli 2024 bis Mai 2026 Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Bei der
Landtagswahl im März 2026 ging das Mandat mit 31 Prozent der Stimmen an Gordon
Schnieder von der CDU.
Bei Übergabe der Urkunden war auch Bundeskanzler Friedrich
Merz zugegen. Bärbel Bas war der presseöffentlichen Zeremonie ferngeblieben.
Der Bundespräsident sagte, er habe ihr die Entlassungsurkunde kurz zuvor im
kleinen Kreise ausgehändigt.
Das Game of Remembrance wird seit 2012 jährlich zwischen Angehörigen
der deutschen und der britischen Streitkräfte ausgetragen. Es erinnert an gemeinsame
Fußballspiele während der Waffenruhe 2014 im Ersten Weltkrieg. Gleichzeitig
erinnert es aber auch an die Gefallenen auf beiden Seiten.
Während im Spiel mit harter Siegesperspektive gekämpft wird,
werden davor und danach die guten Beziehungen der beiden Nationen gepflegt.
Zwischen Bundeswehr und den britischen Streitkräften gibt es verschiedenen
Schnittmengen, die gemeinsame Übungen, das Pionierbrückenbataillon 130 in
Minden, den GTK Boxer und weitere Themen umfassen. Auf dem Truppenübungsplatz Bergen
arbeiten immer noch Briten, die sich so mit Deutschland angefreundet hatten,
dass sie 1994 nicht auf die Insel zurückgekehrt waren.
Die britischen Mannschaften (Frauen und Männer) wurden in
diesem Jahr durch den britischen Zweig des deutschen Unternehmens Heckler &
Koch gesponsert. Das Team der Bundeswehr-Fußball-Nationalmannschaft braucht
kein Sponsoring, da es auf ohnehin vorhandene Ressourcen der Bundeswehr wie
Busse, Transportmaschinen, Truppenküchen und Unterkünfte zurückgreifen kann.
Der Kader rekrutiert sich aus sämtlichen Dienstgradgruppen und
Zivilangestellten der Bundeswehr.
Beim gestrigen Spiel wurde teilweise bei Starkregen
unermüdlich gekämpft. Das deutsche Männerteam war zur Halbzeit mit 1:0 in
Führung und konnte diese Führung kurz nach der Halbzeit mit einem 2:0 festigen.
Die Freude währte jedoch nicht lange, da die Briten kurz hintereinander drei
Tore schossen. Am Ende trennten sich die Mannschaften mit einem 4:3 für
Deutschland.
Heute wurde der britische Premierminister Andrew Burnham mit
militärischen Ehren durch Bundeskanzler Friedrich Merz empfangen.
Nach einer kurzen Unterredung wurden die
Ratifizierungsurkunden des Kensington-Vertrages ausgetauscht. Der
Kensington-Vertrag, der die „Freundschaft und bilaterale Zusammenarbeit“
zwischen Deutschland und Großbritannien besiegeln soll, wurde bereits am 17.
Juli 2025 durch den damaligen Premierminister Keir Starmer und Friedrich Merz
unterschrieben und soll ein wenig die gravierenden Negativfolgen des BREXIT
kompensieren. Der Vertrag beinhaltet auch Punkte zur Kooperation in
militärischen Fragen. Die militärische Zusammenarbeit war durch den BREXIT nur
marginal gestört worden.
Burnhams Vorgänger, Keir Starmer, war nur zwei Jahre lang
Premierminister und stand innenpolitisch wegen seiner als degenerativ und
verantwortungslos bewerteten Politik in der Kritik. Betrachtet man die
Premierminister Großbritanniens seit 2010, hatte sich David Cameron mit sechs
Jahren noch am längsten im Amt halten können. Danach folgte Theresa May für
drei Jahre. Mit Realisierung des BREXIT zog Boris Johnson für drei Jahre in die
Downingstreet ein. Es folgten Liz Trus für 20 Tage, Rishi Sunak für 21 Monate, Keir
Starmer für zwei Jahre und seit Juli 2026 Andrew Burnham. Da er ideologisch noch
verbohrter sein soll als Keir Starmer, wird er wohl kaum in der Lage sein, Großbritannien
in eine bessere Zukunft zu führen. Die nächste Wahl für das britische Unterhaus
findet im Sommer 2029 statt.
Am 16. September 2026 fand auf dem Truppenübungsplatz das
jährliche Handwaffen-Schießen der in Deutschland akkreditierten Militärattachés
statt.
Während die Resonanz im vergangenen Jahr wegen verschiedener
Paralleltermine sehr verhalten war, platzte der Bus aus allen Nähten und etwa
40 Shades of Flecktarn traten in den Starkregen auf dem schlammigen
Übungsplatz. Der Regen ließ ab und zu mal nach und zur abschließenden
Siegerehrung kam sogar die Sonne hervor.
Die Militärattachés durften diesmal mit der Maschinenpistole
MP7, dem Maschinengewehr MG3 auf Lafette mit Winkelzielfernrohr (Periskop), dem
Maschinengewehr MG5 auf Drehlafette auf LKW, dem Sturmgewehr G95 in der
Spezialkräfteausführung und der Pistole P8 gegeneinander antreten. Natürlich nur,
was die Punkte auf den Zielscheiben betrifft. Darüber hinaus wurde mit einem
Lasergewehr auf Leuchtpunkte geschossen, mit Kampfäxten auf Ziele geworfen oder
mit blauen Übungshandgranaten auf eine LKW-Ladefläche. Die drei besten Schützen
durften am Ende noch jeweils einen Schuss mit der Salut-Haubitze Typ M101
Kaliber 105 mm abgeben.
Mit der Durchführung vor Ort war wieder die 1. Kompanie des
Wachbataillons beauftragt. Die 1. Kompanie ist für sämtliche Unterstützungsaufgaben
des Wachbataillons zuständig. Das geht von der Einlagerung der
Anti-Mücken-Sprays bis zum Transport von Munition und Gerät mit schweren LKWs.
Mehr dazu in unserer Kurzdoku: https://youtu.be/PF1Ftv9FNWk
Heute Nachmittag wurde der Premierminister der Republik
Litauen, Mindaugas Sinkevičius, durch Bundeskanzler Friedrich Merz mit
militärischen Ehren empfangen
Mindaugas Sinkevičius ist 42 Jahre alt und seit Juli 2026
Premierminister von Litauen. Von 2016 bis 1017 war er Wirtschaftsminister. Seit
2025 ist er Vorsitzender der Partei LSDP, die ein Zusammenschluss aus dem
litauischen Zweig der KPdSU, den litauischen Sozialdemokraten und der
Demokratischen Arbeiterpartei ist. Litauische Premierminister rangieren ähnlich
ihrer französischen Amtskollegen eher in der zweiten Reihe, so dass es im
Ausland kaum jemand bemerkt, wenn sie nach ein bis vier Jahren ersetzt werden.
Auch an Minister braucht man sich nicht lange gewöhnen. Seit 2020 gibt es in
Litauen beispielsweise schon den vierten Verteidigungsminister. Im
Außenministerium ist die Kontinuität etwas höher. Aus diesem Grunde wäre es
wohl sinnvoller gewesen, Friedrich Merz hätte sich mit Präsident Gitanas
Nauseda getroffen.
Litauen hat 2,8 Millionen Einwohner und ein
Bruttoinlandsprodukt von knapp 90 Milliarden Euro. Schon 2021 hatte man beim
IISS (International Institute for Strategic Studies) spekuliert, ob Russland
die NATO im Baltikum austesten werde. Als strategisch clever könnte dann schon
fast bezeichnet werden, dass Russland 2022 erst einmal das Nicht-NATO-Mitglied
Ukraine angegriffen hat. Russland hatte allerdings verkalkuliert, da es auf
fremdem Gebiet kämpfen musste und den Willen der Ukrainer unterschätzt hat. Die
Bindung Russlands in der Ukraine hat dem Baltikum und der NATO wertvolle Zeit
erkauft, die durchaus genutzt wurde: neue Mitglieder, neue Fähigkeiten,
Modernisierung der Streitkräfte, das Air Policing und Vorwärtskräfte wie das 1.
Deutsch-Niederländische Korps (1GNC) im Baltikum. Kein Wunder also, dass der
Kanzler in der letzten Woche das Hauptquartier des 1GNC in Münster und am
Sonntag die Ukraine besucht hat. Für Donnerstag ist eine Begegnung mit seinem
britischen Amtskollegen geplant.