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Dienstag, 23. Juni 2026

Ihr habt die Uhren. Wir haben die Zeit. Staatspräsident von Senegal in Berlin empfangen.

Heute wurde der Staatspräsident der Republik Senegal, Bassirou Diomaye Diakhar Faye, zu seinem Antrittsbesuch empfangen. Bundeskanzler Friedrich Merz empfing ihn mit militärischen Ehren. Dabei wurde die in Deutschland sehr selten gehörte Hymne von Senegal gespielt:


Anschließend fuhr er weiter und besuchte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Villa Borsig. Die Villa Borsig wird in letzhter zeit öfter genutzt, weil einerseits Friedrich Merz mit der Merkel-Hinterlassenschaft Meseberg fremdelt und der Bundespräsident wegen der Renovierung von Schloss Bellevue geeignete Räume für Staatsbesuche benötigt.


Afrikaner haben einen anderen Bezug zu Zeit und Gemeinschaft. Dort heißt es: „Ihr habt die Uhr. Wir haben die Zeit“. Auch ist es dort egal, wann jemand erscheint. Hauptsache, er erscheint irgendwann. So erschien Bassirou Diomaye Diakhar Faye mit 15 Minuten Verspätung im Bundeskanzleramt. An der Villa Borsig sollte er plötzlich eine halbe Stunde vor der geplanten Zeit eintreffen. Er sei bereits vom Kanzleramt losgefahren. Tatsächlich traf er aber erst zur ursprünglich geplanten Zeit ein – ungünstig für den Ehrenposten des Wachbataillons, der etwa 45 Minuten in der Hitze am Eingang stehen musste.

Bassirou Diomaye Diakhar Faye hat an der Universität von Dakar einen Masterabschluss in Rechtswissenschaften erworben und anschließend eine Ausbildung für Führungskräfte in der Verwaltung durchlaufen. Zunächst war er gewerkschaftlich und in seiner „Partei der Patrioten Senegals“ aktiv. 2024 konnte er sich im ersten Wahlgang gegen seine politischen Wettbewerber durchsetzen und ist seitdem Staatspräsident der Republik Senegal. Insbesondere seine Wahlversprechen, die Korruption zu beseitigen und den Nutzen der Rohstoffaufkommen der Gesellschaft zu gute kommen zu lassen, führten zum Erfolg. Seine Partei hat inzwischen mehr als die Hälfte der Parlamentssitze inne.

Senegal hat 19 Millionen Einwohner und ein Bruttoinlandsprodukt von 40 Milliarden USD. Das Verteidigungsbudget liegt bei 543 Millionen USD. Küstenschutz sowie der Kampf gegen Islamisten und Aufstände sind die militärischen Schwerpunkte von Senegal. Aus der kolonialen Historie heraus bestehen intensive Beziehungen zu Frankreich. Auch die Amtssprache in Senegal ist Französisch.

Autor: Matthias Baumann

Dienstag, 9. Juni 2026

Tschechischer Verteidigungsminister Jaromír Zůna zum Antrittsbesuch in Berlin empfangen

Heute Mittag wurde der neue tschechische Verteidigungsminister, Jaromír Zůna, mit militärischen Ehren zu seinem Antrittsbesuch im Bendlerblock empfangen.


Jaromír Zůna  ist seit Dezember 2025 stellvertretender Ministerpräsident und Verteidigungsminister. Diese Kombination der Ämter ist in verschiedenen Ländern so üblich – auch in Polen. Er stammt aus einer Offiziersfamilie und ging bereits mit 16 Jahren auf ein Militärgymnasium. Den Abschluss auf der Militärakademie Vyškov machte er mit 24 Jahren. Er diente dann in verschiedenen Verwendungen des tschechischen Heeres und wollte immer ins Militärische Nachrichtenwesen einsteigen. Trotz mehrerer Anläufe klappte es aus verschiedenen Gründen nicht. Die Karriere lief dennoch weiter, so dass er im Mai 2019 zum Generalleutnant befördert wurde. Von 2023 bis 2024 war er als Militärattaché an der tschechischen Botschaft in Peking eingesetzt.

Entgegen seiner Parteilinie setzt sich Jaromír Zůna für eine Unterstützung der Ukraine ein und macht sich insbesondere für das Hochfahren der Munitionsbestände stark. Tschechien hat auch den Zuschlag für die neue Dienstpistole der Bundeswehr bekommen: die P13 – auch bekannt als CZP-10 C OR.

Autor: Matthias Baumann

Dienstag, 2. Juni 2026

Ungarischer Ministerpräsident Péter Magyar in Berlin empfangen

Heute wurde der neue ungarische Ministerpräsident, Péter Magyar, mit militärischen Ehren im Bundeskanzleramt empfangen.


In der anschließenden Pressekonferenz wurde Péter Magyar, nach dem Geheimnis seines signifikanten Wahlsieges gefragt. Er gab den Rat, ehrlich zu sein und das Ohr am Bürger zu haben. Er selbst hatte während des Wahlkampfes sämtliche Städte, Dörfer und sogar winzige Ortschaften besucht und als Kümmerer die Klinken geputzt. Die Bürger Ungarns haben sich wieder gesehen und ihre Herausforderungen gehört gefühlt. Das hat sich letztlich auf das Wahlergebnis ausgewirkt.


Ungarn hat knapp zehn Millionen Einwohner und eine immer älter werdende Bevölkerung. Ungarns Verteidigungsbudget liegt bei 6,36 Milliarden USD und entspricht damit 2,35% des Bruttoinlandsproduktes. Die größten Herausforderungen sieht Ungarn in der Massenmigration. Das Land baut seinen Heimatschutz aus und beherbergt eine von vier multinationalen NATO-Kampftruppen, die nach 2022 aufgestellt wurden. 2023 hat Rheinmetall eine Produktionsstätte für LYNX Schützenpanzer in Ungarn eröffnet.

Autor: Matthias Baumann

Montag, 18. Mai 2026

Bulgariens Ministerpräsident von Friedrich Merz empfangen

Heute Nachmittag wurde der Ministerpräsident der Republik Bulgarien, Rumen Ravew, zu seinem Antrittsbesuch mit militärischen Ehren durch Bundeskanzler Friedrich Merz im Bundeskanzleramt empfangen.


Rumen Ravew ist 62 Jahre alt und ehemaliger Kampfpilot. Seine militärische Karriere beendete er als Generalmajor. Zwischen 2014 und 2016 war er Kommandeur der bulgarischen Luftwaffe. 2017 wechselte er in die Politik und fungierte bis Januar 2026 Präsident von Bulgarien. Bei den jüngsten Parlamentswahlen gewann sein Parteienbündnis „Progessives Bulgarien“. Dadurch wurde er zum Ministerpräsidenten. Das „Progressive Bulgarien“ vereint ein Spektrum aus sozialdemokratischen bis linksextremistischen Parteien mit einem starken nationalen Fokus und hoher Skepsis gegenüber der EU.

Autor: Matthias Baumann

Mittwoch, 22. April 2026

Indischer Verteidigungsminister im Bendlerblock empfangen

Heute wurde der indische Verteidigungsminister, Rajnath Singh, mit militärischen Ehren durch seinen Amtskollegen Boris Pistorius im Bendlerblock empfangen. Am Nachmittag reisten Boris Pistorius und Rajnath Singh zu thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) nach Kiel.

Rajnath Singh ist 74 Jahre alt und fungierte mehrfach als Vorsitzender seiner konservativen, hinduistisch geprägten Partei BJP. Seit 2019 ist er für das Verteidigungsressort im Kabinett Modi zuständig.

Indien hat 1,4 Milliarden Einwohner und ein stattliche Verteidigungsbudget von 78,3 Milliarden USD. Damit rangiert Indien auf Platz 6 der Weltrangliste. Hauptgegner ist nach wie vor Pakistan. Pakistan und Indien besitzen Atomwaffen. Indien hatte bislang sehr enge Kontakte zu Russland unterhalten. Russland konnte allerdings wegen seines andauernden Ukraine-Abenteuers viele Bestellungen nicht mehr ausliefern, so dass sich Indien schon seit 2023 westwärts orientiert – nach dem Handelsprinzip: „Wenn A nicht liefert, kaufe ich bei B“. Indien schaut sehr kritisch auf das chinesische Engagement Chinas im Indipazifik und nimmt deshalb auch gerne an multinationalen Übungen wiePacific Skies 2024 teil.

Autor: Matthias Baumann