Am Osterwochenende fanden bundesweit Märsche zum Gedenken an das Karfreitagsgefecht von 2010 statt. Das war vor 16 Jahren. Auf diese 16 Jahre bezieht sich die „16“ in „16K3“. Man war bestrebt, eine Marschstrecke von 16 Kilometern Länge mit 16 Kilogramm Gepäck zu absolvieren. Das „K“ in „16K3“ steht für Karfreitag und die „3“ für die drei gefallenen Bundeswehrsoldaten.
Am 2. April 2010 – es war Karfreitag – wurden 34 Soldaten des Fallschirmjägerbataillons 373 aus Seedorf beauftragt, Sprengfallen aufzuklären und diese zu beseitigen. Bei Isa Khel, südwestlich von Kunduz, gerieten sie in einen komplexen Hinterhalt der Taliban. Das Gefecht dauerte acht Stunden. Dabei gab allein die Bundeswehr 25.000 Schuss ab. Am Ende gab es viele Schwerverletzte und Tote – darunter auch die drei Bundeswehrsoldaten Hauptfeldwebel Nils Bruns, Stabsgefreiter Robert Hartert und Hauptgefreiter Martin Augustyniak.
Weitere Infos:
https://zms.bundeswehr.de/de/mediathek/afghanistan-dossier-karfreitagsgefecht-5746712
Das Karfreitagsgefecht war ein Einschnitt in der Wahrnehmung der Auslandseinsätze, die in Deutschland bislang eher als humanitäre Aktionen mit Brückenbau und Brunnenbohrung verkauft wurden. In der Folge wurden Ehrenhaine errichtet und Druck bezüglich der stark vernachlässigten Veteranen- und Gedenkkultur aufgebaut. 2025 fand dann sogar der erste Nationale Veteranentag statt.
Seit 2020 gibt es die Märsche zum Gedenken an das Karfreitagsgefecht: 10K3, 11K3, 12K3 bis 16K3 in 2026. Wer schon mehrfach teilgenommen hatte, trägt stolz den Patch der Vorjahre an der Kleidung oder dem Rucksack. Die Märsche sind so unterschiedlich wie die Schwerpunkte der Veteranenvereinigungen. So kann es Märsche mit Motorrad, zu Fuß oder per Fahrrad geben. Die Teilnehmer sind Veteranen, aktive Soldaten, Reservisten, Familienangehörige, ausländische Kameraden und am Thema interessierte Bürger. Letzteren gilt besonderes Augenmerk, da Gesamtverteidigung nur dann funktioniert, wenn auch die zivile Seite der Bevölkerung, die keinen Bezug zu Blaulichtorganisationen oder der Bundeswehr hat, eingebunden wird.
Autor: Matthias Baumann