Bei winterlichen Temperaturen fand heute in der Julius-Leber-Kaserne ein Feierliches Gelöbnis von Rekruten des Wachbataillons statt. Gleichzeitig schworen frisch gewonnene Soldaten auf Zeit (SaZ), das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. So wahr ihnen Gott helfe.
Noch vor wenigen Jahren hatte das Wachbataillon um seinen Fortbestand gebangt, da die Stellen nicht mehr besetzt werden konnten. Während COVID konnten die aufgelockerten Formationen mit Abstandsregeln begründet werden. Danach wurde der Personalmangel durch regelmäßige Beobachtern von Staatsbesuchen diskutiert. Seit zwei Jahren zeichnet sich eine personelle Trendwende ab. Wer die Leistungen nicht bringt, muss nicht mehr zwingend im Personalbestand gehalten werden. Viele Neuzugänge haben sich über Beiträge in den Sozialen Medien begeistern lassen. Bestandspersonal konnte gehalten werden, indem die Bartregeln gelockert wurden. Zudem ist es gelungen, altgediente Gefreite als Feldwebel zu gewinnen. Oberstabsgefreite scheuen diesen Schritt, weil Feldwebel bei unwesentlich mehr Geld eine deutlich höhere Verantwortung tragen.
Autor: Matthias Baumann