Posts mit dem Label Bundespräsident werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bundespräsident werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 23. Oktober 2026

Pakistanischer Präsident zum Antrittsbesuch in Berlin empfangen

Am Vormittag wurde der Präsident der Islamischen Republik Pakistan, Asif Ali Zardari, durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit militärischen Ehren im Bendlerblock empfangen.


Asif Ali Zardari ist 71 Jahre alt und seit März 2024 Präsident seines Landes. Er war mit der ehemaligen pakistanischen Premierministerin Benazir Bhutto verheiratet und hat mit ihr drei Kinder. Benazir Bhutto war bei einem Attentat ums Leben gekommen. Zardari stammt aus einer wohlhabenden nordindischen Familie, die sich im Bausektor engagiert. Pakistan und Indien waren 1947 per Strich auf der Landkarte geteilt worden, so dass es im Norden der beiden Staaten ethnische Überschneidungen gibt, die regelmäßig zu Konflikten führen.

Pakistan hat 257 Millionen Einwohner und ein Bruttoinlandsprodukt von 459 Milliarden USD. Das Land unterhält Streitkräfte mit 660.000 aktiven Soldaten, die durch 291.000 paramilitärische Kräfte ergänzt werden. Pakistan bemüht sich seit vielen Jahren – auch über die Vernetzung im Commonwealth – die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen nach Europa auszubauen. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Auslandsvertretungen, die entsprechende Werbeveranstaltungen und Empfänge durchführen. Erst am Montag war ein neuer pakistanischer Botschafter akkreditiert worden.

Autor: Matthias Baumann

Dienstag, 20. Oktober 2026

Präsident der Mongolei zum mehrtägigen Staatsbesuch in Deutschland empfangen

Am Vormittag wurde der Staatspräsident der Mogolei, Ukhnaa Khurelsukh, durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit militärischen Ehren in der Villa Borsig empfangen.


Ukhnaa Khurelsukh absolviert einen mehrtägigen Staatsbesuch in Deutschland, so dass das obligatorische Staatsbankett, eine Kranzniederlegung an der Neuen Wache, ein Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz und eine Begegnung mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin auf dem Programm stehen. Ferner werden bilaterale Verträge unterzeichnet, eine Dschingis-Khan-Ausstellung sowie ein Gala-Konzert des mongolischen Nationalorchesters besucht. Am Donnerstag wird Ukhnaa Khurelsukh nach Leipzig und Dresden reisen.

Autor: Matthias Baumann

Montag, 19. Oktober 2026

Botschafter von Mauritius, Pakistan und Tonga akkreditiert

Bei der heutigen Botschafter-Akkreditierung im neuen Amtssitz des Bundespräsidenten am Spreebogen ging es einmal weit um den Globus – mit dem Botschafter aus Mauritius, dem Botschafter aus Pakistan und der Botschafterin des Königreichs Tonga.


Um 12.30 Uhr erschien der Botschafter der Republik Mauritius, Joseph Lucien Finette. Mauritius liegt auf der Südhalbkugel östlich von Madagaskar im Indischen Ozean. Die Inselgruppe hat 1,3 Millionen Einwohner und ein Bruttoinlandsprodukt von knapp 17 Milliarden USD. Bis 1968 war Mauritius unter britischer Herrschaft. Die Briten hatten 1810 die Franzosen als Kolonialmacht vertrieben. Zu der Zeit hatte Napoleon in Europa viele Niederlagen einzustecken. Vor den Franzosen waren die Niederländer (1598 bis 1710) auf Mauritius. Erschlossen wurde das Gebiet jedoch 1505 durch die Portugiesen, die dort einen Marinestützpunkt errichteten. Für Seemächte ist es strategisch wichtig, auf den Wegen in ferne Regionen freundliche Häfen zu haben, wo beispielsweise Verbrauchsmittel zuladen können, Mannschaften überwintern oder Reparaturarbeiten möglich sind. Mauritius hat keine offiziell Amtssprache. Faktisch wird aber Englisch und Französisch gesprochen. Mauritius unterhält weiterhin gute Beziehungen zu Großbritannien, aber auch zu Indien, das bis 1947 eine britische Kolonie war.


Geht man auf der Weltkarte nach Norden, landet man in Pakistan. Pakistan stand bis 1947 unter britischer Kolonialherrschaft und wurde damals mit einem Strich auf der Landkarte von Indien abgeteilt. Dadurch gibt es bis heute Spannungen, weil der Strich auf der Karte die Ausbreitung ethnisch-religiöser Gruppen zu wenig berücksichtigt hatte. Pakistan hat 257 Millionen Einwohner und ein Bruttoinlandsprodukt von 459 Milliarden USD. Das Land unterhält Streitkräfte mit 660.000 aktiven Soldaten, die durch 291.000 paramilitärische Kräfte ergänzt werden. Beim Verteidigungsbudget kommt die Pakistan mit knapp 12 Milliarden USD aus.

Der Botschafter der Islamischen Republik Pakistan, Salman Sharif, traf gegen 13 Uhr am Bundespräsidialamt ein. Er trägt den gleichen Nachnamen wie sein Premierminister Shehbaz Sharif, ist mit diesem wohl aber nicht verwandt. Salman Sharif war bereits als stellvertretender Missionsleiter in Indien tätig und hatte als Ministerialdirigent im Büro seines Premierministers gearbeitet.


Die neue Botschafterin des Königreichs Tonga, Titilupe Fanetupouvava'u Tu'ivakano, ist 48 Jahre alt und als Botschafterin auch für Großbritannien, die Niederlande und Luxemburg zuständig. Studiert hat sie in Oxford und wurde 2018 durch Königin Elizabeth II zur Hochkommissarin von Tonga berufen.

Tonga liegt im Südpazifik östlich von Australien und nördlich von Neuseeland. Die Inselgruppe hat etwas mehr als 100.000 Einwohner und ein Bruttoinlandsprodukt von 616 Millionen USD. Mit ihren 600 aktiven Soldaten bekämpft das Land hauptsächlich den internationalen Drogenhandel, beteiligt sich aber auch an internationalen Missionen.

Autor: Matthias Baumann

Dienstag, 13. Oktober 2026

Wechsel an der Spitze des BMAS

Am 13. Oktober 2026 wurde der bisherigen Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Bärbel Bas (SPD), durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Entlassungsurkunde ausgehändigt.


Am 12. Oktober 2026 war Bärbel Bas als Ministerin und als SPD-Vorsitzende zurückgetreten. Eigenen Angaben zufolge war der Grund ein Trauerfall in der Familie. Ihrem Nachfolger als Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Alexander Schweitzer (SPD), wurde gemäß Artikel 64 Absatz 1 des Grundgesetzes die Ernennungsurkunde ausgehändigt. Alexander Schweitzer war von Juli 2024 bis Mai 2026 Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Bei der Landtagswahl im März 2026 ging das Mandat mit 31 Prozent der Stimmen an Gordon Schnieder von der CDU.

Bei Übergabe der Urkunden war auch Bundeskanzler Friedrich Merz zugegen. Bärbel Bas war der presseöffentlichen Zeremonie ferngeblieben. Der Bundespräsident sagte, er habe ihr die Entlassungsurkunde kurz zuvor im kleinen Kreise ausgehändigt.

Autor: Matthias Baumann

Dienstag, 29. September 2026

Präsident von Kasachstan in Berlin empfangen

Heute Mittag wurde der Staatspräsident der Republik Kasachstan, Kassym-Schomart Tokajew, von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit militärischen Ehren im Bendlerblock empfangen.


Das Protokoll testet immer noch geeignete Orte für militärische Ehren des Bundespräsidenten aus. Der kürzlich empfangene Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate hatte es abgelehnt, vor dem Interimsbau empfangen zu werden, so dass noch einmal zur Villa Borsig ausgewichen werden musste. Im Auswärtigen Amt zeigt man sich wenig erfreut darüber, dass deren Gästehaus ständig von Bundespräsident und Bundeskanzler genutzt wird. Der Bendlerblock hat mehrere Vorteile: Er ist in Relation zum Interimsbau am Spreebogen gut gelegen und die Hauptstadtpresse hat keine Ausrede mehr, die Termine des Bundespräsidenten wegen der suboptimalen Anreise zu boykottieren.

Kassym-Schomart Tokajew ist 73 Jahre alt und seit 2019 Präsident seines Landes. Der Mann hat Rückgrat und emanzipiert sich auch gegenüber der typisch russischen Übergriffigkeiten. Als er im Dezember 2019 seinenAntrittsbesuch bei Angela Merkel absolvierte, standen zwei Stühle auf dem Podest, damit die Kanzlerin im Sitzen der Nationalhymnen lauschen konnte. Zur kasachischen Hymne stand Tokajew auf und legte seine rechte Hand auf die Brust. Das tat er auch heute. Zusätzlich sang die Begleitpresse den Text der Hymnemit. Das ist schon einzigartig.

Kasachstan hat 20 Millionen Einwohner. Auch wenn Russland noch einen traditionellen Einfluss ausübt, spricht man dort kein Russisch, sondern Kasachisch. Viele Spätaussiedler hatten zuletzt in Kasachstan gelebt. Von daher ist es wenig verwunderlich, dass in Berliner Kleingartenanlagen zuweilen die blaue Flagge Kasachstans weht.

Autor: Matthias Baumann

Dienstag, 15. September 2026

Botschafter von Zypern, Südkorea und Lettland akkreditiert

Heute fand die erste Botschafter-Akkreditierung mit militärischem Zeremoniell am neuen Amtssitz des Bundespräsidenten am Spreebogen statt.

Den Auftakt machte um 9 Uhr die neue Botschafterin der Republik Zypern, Charis Christodoulidou. Vor 30 Jahren hatte sie ihre diplomatische Laufbahn als Attaché im Außenministerium Zyperns begonnen. Danach war sie in verschiedenen Abteilungen ihres Ministeriums und ein Jahr als Attaché in Finnland tätig. Von 2018 bis 2023 leitete sie als Botschafterin die Vertretung in Irland. Charis Christodoulidou spricht Griechisch, Englisch und ein wenig Deutsch. Der durch sie repräsentierte Südteil von Zypern hat 1,3 Millionen Einwohner und dient als wichtiger Stützpunkt für internationales Engagement im Mittelmeerraum und im Nahen Osten.


Der Botschafter der Republik Korea, Koh Kyungsok, erschien im traditionellen koreanischen Gewand. Die Republik Korea ist der südliche Teil der koreanischen Halbinsel. Der im Einparteiensystem geführte Nordteil nennt sich Demokratische Volksrepublik Korea. Je mehr „Demokratie“ und „Volk“ im Namen eines Staates stehen, umso diktatorischer wird das Land geführt. Südkorea hat 51 Millionen Einwohner und ein Bruttoinlandsprodukt von 1,94 Billiarden USD. Nordkorea hat nur 26 Millionen Einwohnen, von denen aber 1,28 Millionen unter Waffen stehen. Südkorea unterhält aktive Streitkräfte in der Stärke von 450.000 Soldaten. Diese gelten aber als die am besten ausgestatteten in der Region. Nordkorea spielt regelmäßig mit seinen nuklearen Möglichkeiten, was Südkorea dauerhaft in Alarmbereitschaft hält. Auch die Grenze zwischen den beiden Staaten ist so mit Waffentechnik ausgestattet, dass ein Angriff in einer Katastrophe ungeahnten Ausmaßes enden würde.

Koh Kyungsok ist 58 Jahre alt und blickt auf eine 31-jährige diplomatische Karriere zurück. Seine bisherigen Auslandsverwendungen reichen von Frankreich über Katar bis Italien und Deutschland. Er spricht Koreanisch, Englisch und Deutsch.


Anschließend traf die Botschafterin der Republik Lettland, Ilze Rūse, ein. Auch Ilze Rūse begann ihre diplomatische Karriere vor 30 Jahren. Sie war zunächst als Attaché an der lettischen Botschaft in Schweden tätig. Dann ging sie für einige Jahre an ihr Außenministerium, um ab 2006 wieder international unterwegs zu sein: Österreich, Estland, Belgien, Luxemburg, Schweden und nun auch Deutschland. Ilze Rūse spricht Englisch, Schwedisch, Russisch und Deutsch.

Lettland hat knapp zwei Millionen Einwohner und liegt wie ein Sandwich zwischen Estland und Litauen. Wie alle baltischen Staaten ist auch Lettland sehr beunruhigt über die russischen Expansionspläne. Derzeit erden Estland und Lettland durch das 1. Deutsch-Niederländische Korps (1GNC) geschützt.


Der Platz am Interimsbau des Bundespräsidenten war eng bemessen und die Flaggen beim Hissen nur von außen gut zu sehen. Das Wachbataillon arrangierte sich in der gewohnt professionellen Art mit der räumlichen Situation. Ansonsten wirkten Vorfahrt und Abfahrt der Botschafter wenig repräsentativ. Ungewöhnlich war zudem die Nutzung des Fahrstuhls, um dem Bundespräsidenten in der 6. Etage das Beglaubigungsschreiben übergeben zu können. Hier wird seitens des Protokolls und des Bundespräsidialamtes noch nachjustiert.

Autor: Matthias Baumann