Samstag, 30. November 2013

AG City und Weihnachtliches am Gendarmenmarkt

Die AG City ist ein Unternehmens-Netzwerk, welches sich auf die City West und deren bekannteste Flaniermeile, den Kurfürstendamm, konzentriert. So bunt wie der Ku'damm selbst, so bunt gemischt ist auch das Spektrum der Mitglieder der AG City. Den Einzelhändler, den Künstler, die Ärztin, die Ernährungsberaterin oder den Hotelier vereint der Gedanke, die Attraktivität der City West zu steigern und dabei auch soziales Engagement nicht zu kurz kommen zu lassen.

AG City Weihnachtsmarkt Gendarmenmarkt
AG City auf dem weihnachtlichen Gendarmenmarkt
Als wir am Donnerstag den City Talk der AG City besuchten, waren die Fassaden der Gebäude am Gendarmenmarkt bunt beleuchtet. Bunt flackerten auch die Lichter auf dem Weihnachtsmarkt und luden Berliner und Touristen zu einem Besuch ein.

Insgesamt gibt es in Berlin über sechszig Weihnachtsmärkte. Auch wenn der Gendarmenmarkt zur City Ost gehört, wurde doch der dortige "Weihnachtszauber" von AG City-Mitglied Helmut Russ veranstaltet.

An zentraler Stelle des Marktes war ein mehrteiliges Zelt aufgebaut, in dem viele weihnachtliche Dinge angeboten wurden. Hier fand auch der Glühwein-Empfang für die AG City statt. Das Zelt war gut beheizt und durch das transparente Dach konnten die Gäste dem Lichterspiel auf dem Markt und an den Fassaden folgen.

Viele der Gäste waren direkt nach dem Feierabend zum City Talk gekommen. Das Ambiente bot eine gute Gelegenheit, den Tag entspannt ausklingen zu lassen. Bei deftigen Schinken-Platten und umsichtiger Bedienung musste der Abend einfach gelingen. Auch unsere Töchter hatten ihren Spaß.

Herzlichen Dank für die Einladung an die AG City und an Helmut Russ, den Veranstalter des Weihnachtsmarktes!

Autor: Matthias Baumann

Freitag, 29. November 2013

Diversity 2013 - Konferenz im Tagesspiegel

Seit gestern treffen sich Vertreter von Wirtschaft, Politik und Presse im Haus des Tagesspiegels, um über Aspekte der Vielfalt zu reden und neue Impulse mitzunehmen. "Diversity 2013" ist die Konferenz betitelt, zu der namhafte Firmen und die "Charta der Vielfalt" eingeladen hatten.

Diversity 2013 Tagesspiegel
Chefredakteur Casdorff - Diversity 2013 im Tagesspiegel
Schaut man im Langenscheidt-Wörterbuch Latein nach "diversitas", erhält man Übersetzungen wie "Verschiedenheit" oder "Widerspruch". Das sehr nahe Wort "dives" ergänzt diese Bedeutung jedoch noch um "reich", "reichhaltig" und "fruchtbar". Mit diesem letztgenannten Mehrwert von Diversity beschäftigen sich inzwischen viele Unternehmen, um ihre Marktposition zukunftsweisend auszubauen oder zu erhalten.

Diversity sei kein Sprint, sondern ein Marathon. Man habe mehrere Hürden zu nehmen, deren erste die Entscheidung für eine Akzeptanz von Vielfalt sei. Nach der Entscheidung folge ein entsprechendes Umdenken und nach dem Umdenken das Handeln. Das machte Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff mit seinen einleitenden Worten deutlich.

Diversity 2013 Tagesspiegel
Staatsministerin Böhmer - Diversity 2013 im Tagesspiegel

Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer freute sich, dass die "Charta der Vielfalt" im gerade verabschiedeten Koalitionsvertrag namentlich erwähnt wurde. Sie zitierte Passagen von Seite 106 des 185 Seiten umfassenden Vertrages. Vielfalt sei inzwischen "Motor für Erfolg". Deshalb sei es wichtig, Ausländerbehörden mit ihren gelegentlich schwer nachvollziehbaren Entscheidungsprozessen in "Willkommens-Zentren" umzufunktionieren. Allerdings sei die deutsche Sprache eine der wichtigsten Voraussetzungen für das Bestehen auf dem inländischen Arbeitsmarkt. Es gehe dabei nicht nur um die Umgangssprache, sondern auch um fachspezifisches Vokabular.

Diversity 2013 Tagesspiegel
Wilfried Porth - Diversity 2013 im Tagesspiegel
Es ging ferner um den demographischen Wandel. Wilfried Porth, Personalvorstand der Daimler AG, berichtete in seiner Keynote, dass in zehn Jahren jeder zweite Mitarbeiter bei Daimler die 50 überschritten habe. Vorruhestand sei inzwischen kein Thema mehr, da im Zuge des allgemeinen Fachkräftemangels wertvolles Potenzial verloren gehen würde. Wilfried Porth gab jedoch zu bedenken, dass momentan noch eine gefährliche Gelassenheit herrsche, die wohl erst dann auf die demographischen Gegebenheiten reagiere, wenn es zu spät sei.

Der Personalvorstand der Daimler AG ist erprobt im Thema Diversity. Zum Ende der Apartheid leitete er eine Produktionsstätte in Südafrika. Dort habe man noch mit ganz anderen Konflikten im Rahmen der Diversity zu tun gehabt.

Auch Vorstandsmitglieder anderer Großunternehmen wie Frau Prof. Dr. Marion Schick von der Deutschen Telekom AG berichteten über Erfolge und Herausforderungen bei der gezielten Nutzung von Vielfältigkeit in ihren Unternehmen.

In den Pausen war Gelegenheit, mit den Teilnehmern ins Gespräch zu kommen. Ein Mitarbeiter der BSR Berliner Stadtreinigung erzählte vom Arbeitsalltag seiner Diversity-Abteilung.

Etwa zehn Mitarbeiter bieten Sprachkurse an, organisieren Essen mit internationalen Spezialitäten oder besuchen Seminare, die sich mit den unterschiedlichsten Ausprägungen von Diversity beschäftigen. Die BSR lebt Diversity. Es steht dort nicht nur eine Frau an der Spitze. Es wurde auch durchgesetzt, dass Frauen neuerdings auch aktiv an der Straßenreinigung teilnehmen dürfen. Eine besondere Herausforderung stelle die Überalterung der Müllwagenfahrer dar. Aber auch das wird die BSR wohl gut in Griff bekommen.

Alles in allem war die Diversity-Konferenz eine professionell organisierte und breit unterstütze Veranstaltung mit hochkarätigen Rednern zu den entsprechenden Fachthemen. Schade nur, dass Schalke-Spieler Kevin-Prince Boateng verletzt war und deshalb seine Keynote absagen musste.

Autor: Matthias Baumann

Donnerstag, 28. November 2013

BBBank - Exklusiver Abend für den öffentlichen Dienst

Der ehemalige Vizekanzler und Außenminister Dr. Klaus Kinkel war in den 90er Jahren aktiv an der Mitgestaltung der Wiedervereinigung beteiligt. Was insbesondere die deutschen Beamten in dieser Zeit geleistet hätten, sei bemerkenswert. Man könne daher auf den öffentlichen Dienst "stolzer sein".

Klaus Kinkel traf damit die Gefühle der Teilnehmer des gestrigen Exklusiven Abends für den öffentlichen Dienst der BBBank im Berliner Humboldt Carré. Das Humboldt Carré befindet sich in direkter Nachbarschaft zur Deutschen Bank, wo jüngst der Hauptstadtpreis 2013 verliehen wurde.

BBBank Exklusiver Abend Klaus Kinkel
Dr. Klaus Kinkel beim Exklusiven Abend der BBBank
Mit der BBBank kooperiert Klaus Kinkel schon seit längerem beim Kampf gegen Kindesmissbrauch. Kinder, Familie und Bildung sind für ihn sehr wichtige Themen. Er hatte auf dem Flug nach Berlin den Koalitionsvertrag "überflogen" und festgestellt, dass von Bildung gar keine Rede ist. Das reiht sich jedoch in einen allgemeinen Trend ein. Selbst die Universitäten nehmen die Ausbildung von Lehrern nicht sonderlich ernst. Kein Wunder also, dass nun vielerorts die Fachlehrer fehlen.

Er bestätigte im weiteren Verlauf seiner Rede, dass Europa an weltpolitischer Bedeutung verliere, da es personell abschmelze und Fernost nun nicht mehr nur per Fahrrad unterwegs sei, sondern statt dessen eine ernst zu nehmende und wettbewerbsfähige Wirtschaftsmacht darstelle. Auch die USA hätten dies erkannt und schauten nun lieber über den Pazifik Richtung China. Genau wegen dieser allgemeinen Schwächung Europas plädierte Klaus Kinkel für den Euro und für die Nutzung von Synergien, die ein vereintes Europa biete. Das sei die einzige Lösung.

Neben dem ehemaligen Vizekanzler kam auch BBBank-Vorstand Prof. Dr. Wolfgang Müller zu Wort. Er sprach über die aktuellen Herausforderungen für Banken, Anleger und Sparer unter anderem in Sicht auf Basel III und die momentane Zinsentwicklung.

Abgerundet wurde der Abend durch ein auf den Berliner Geschmack zugeschnittenes Buffet. Während des gesamten Abends standen Mitarbeiter der BBBank für die Anliegen ihrer Kunden und Interessenten zur Verfügung.

Autor: Matthias Baumann

Mittwoch, 27. November 2013

Politisches Frühstück in der Commerzbank

"Moin, Moin", Dr. Thorsten Reitmeyer, Vorstandsvorsitzender der comdirect bank AG, leitete seinen Vortrag zum Thema "Deutschland unterversorgt? - Perspektiven für Sparer und Anleger" mit diesem am Hauptsitz der .comdirect in Quickborn üblichen Gruß ein.

Commerzbank comdirect Thorsten Reitmeyer
Dr. Thorsten Reitmeyer und Andreas Eichler
Generell sei in Deutschland ein Vertrauensverlust in das Anlagesystem zu erkennen. Aktien seien nach breiter Auffassung nur etwas für Reiche. Es mache sich zudem bei normal verdienenden Arbeitnehmern eine Angst vor Altersarmut breit. Und tatsächlich legen viele Sparer ihr Geld entweder gar nicht, zu schwach verzinst oder zu einseitig an. In diesem Zusammenhang sprach er vom "armen Sparer".

Bei einem stetig dünner werdenden Filialnetz, stelle sich die Frage, wie dem gleichbleibenden Beratungsbedarf begegnet werden könne. Dabei habe eine Direktbank wie die .comdirect klare Vorteile gegenüber der Filialbank. Dr. Reitmeyer zeichnete ein Szenario unterschiedlicher Beratungsformen auf und favorisierte dabei einen Mix aus Beratung und Technologie. Die .comdirect kann bei der Umsetzung dieser Strategie von Beratung und Technologie erhebliche Erfolge verbuchen. Immerhin ist die Internetseite der .comdirect das meistfrequentierte Finanzportal Deutschlands.

Während des Frühstücks saß eine Mitarbeiterin der Commerzbank aus Frankfurt neben uns, die für die neue Media-Landschaft verantwortlich zeichnet. Dabei erfuhren wir, dass auch die Commerzbank fleißig am Bloggen ist und weitere Social-Media-Kanäle bedient.

Das Format des Politischen Frühstücks in der Commerzbank am Pariser Platz bewies auch diesmal wieder seine Vorteile bei der Terminplanung. Pünktlich um 9:00 Uhr war die Veranstaltung inklusive Fragerunde zu Ende.

So hatten wir genug Zeit, uns auf den direkten Anschlusstermin zwei Häuser weiter im Bundestag vorzubereiten.

Unser Gesprächspartner, ein Abgeordneter der CDU/CSU-Fraktion, hatte die Nacht gar nicht geschlafen, da die Koalitionsverhandlungen mit der SPD am frühen Morgen zum Abschluss gebracht werden konnten. Nun gehe jedoch wieder das Tagesgeschäft im Bundestag los.

Obwohl sich noch die Papiere zum Koalitionsvertrag stapelten, konnten wir uns über eine weitere Zusammenarbeit in den für uns relevanten Arbeitskreisen verständigen und fuhren anschließend zum nächsten Termin.

Autor: Matthias Baumann

Dienstag, 26. November 2013

Cocktailempfang in der Französischen Botschaft

Dem Cocktailempfang am Abschlussabend der zweitägigen Zusammenkunft der Deutsch-Französischen Wirtschaftsclubs in Berlin ist ein eigener Artikel in unserem Blog gewidmet.

Die beiden Tage mit den wirtschaftlichen und politischen Akteuren im Bereich der Deutsch-Französischen Zusammenarbeit waren so intensiv, dass dieser Empfang das Sahnehäubchen einer äußerst professionell organisierten Tagung darstellte.

Als wir zehn Minuten vor Einlass den Pariser Platz erreichten, parkten schon diverse dunkle Limousinen vor dem Hotel Adlon.

Am Eingang zur Botschaft hatte sich eine kleine Schlange von Gästen gebildet, mit denen wir bereits den Tag verbracht hatten.

Nach erneuter Ausweiskontrolle und einem Sicherheitscheck betraten wir einen Bereich der Botschaft, den wir bisher noch nicht kannten.

Eine Holztreppe mit Kerzen an den Seiten, gedämpftes Licht und die leisen Klänge von Livemusik versprachen einen entspannten Abend. Eine Etage höher waren Stehtische und zwei Buffets aufgebaut.

Französische Botschaft DFWK
Botschafter Frankreichs Maurice Gourdault-Montagne - Rede beim Cocktailempfang in der Französischen Botschaft
Wie wir erfuhren, sei es eine besondere Ehre, dass auch der Blick in ein benachbartes Zimmer mit Bücherregalen und gemütlichen Sesseln freigegeben war. Das erinnerte uns sofort an das wohnliche Ambiente der Botschaft Boliviens, die wir einen Tag zuvor besucht hatten.

Der Saal füllte sich zusehends mit bekannten und neuen Gesichtern. Schnell war man ins Gespräch vertieft, trank Champagner, erfreute sich an leckeren Häppchen und tauschte Visitenkarten aus.

Botschafter Maurice Gourdault-Montagne hielt eine kurze Rede. Danach mischte sich der sympathische Vertreter Frankreichs unter die Gäste.

"Was machen Sie", wurden wir oft gefragt. Als wir dann mit "IT- und Software-Unternehmen" antworteten, kam oft die mit einem wissenden Nicken verbundene Reaktion: "Ah, Start-up". Das war eine interessante Erfahrung, die uns erleben ließ, dass die allseits gerühmte Gründerszene Berlins generell mit IT und Software in Verbindung gebracht wird und man sich gar nicht vorstellen kann, dass es in Berlin auch Softwareunternehmen gibt, die schon länger am Markt sind.

Das konnten wir in den Gesprächen jedoch relativieren und hatten gleich eine Gelegenheit das auf der Rückseite unserer Visitenkarten abgedruckte Leistungsprofil zu überreichen.

Ein besonderer Dank gilt Marine Choley vom DFWK, die sich so engagiert um die Organisation und Durchführung dieser zwei interessanten Tage gekümmert hatte. Marine Choley hatten wir zwar schon bei verschiedenen Anlässen getroffen. Dieses war jedoch für uns die erste größere von ihr mitorganisierten Veranstaltung.

Autor: Matthias Baumann

Montag, 25. November 2013

Frühstück mit dem Wehrbeauftragten des Bundestages

Es ist schon traurig, wenn man an die Erosion Europas im weltpolitischen Kontext denkt. Nicht nur, dass sich die Bevölkerungszahl ausdünnt. Auch wirtschaftlich legen insbesondere die asiatischen Länder so zu, dass Volker Tschapke, den wir bereits im Foyer des Hiltons trafen, von seiner Chinareise berichtete: "Die haben uns nicht eingeholt. Die haben uns schon überholt."

Wehrbeauftragter Hellmut Königshaus
Wehrbeauftragter Königshaus im Hilton am Gendarmenmarkt
Das herrliche Wetter und das gute Frühstück konnten die Stimmung deutlich verbessern, und so waren wir gespannt, was der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages Hellmut Königshaus (FDP) zur Zukunft der Bundeswehr zu sagen hatte.

Der Wehrbeauftragte stellt die parlamentarische Kontrollinstanz der Bundeswehr dar. Unangemeldet darf er die zivilen und militärischen Einrichtungen besuchen und seine eigene Meinung zu wehrpolitischen Themen einbringen.

Diese Meinung korreliert nicht immer mit der des Verteidigungsministers, so dass ihm schon entgegengehalten wurde: "Der nervt".

Hellmut Königshaus ging in seiner Rede auf die präventiven Qualitäten von Drohnen, die Truppenstärke und demographische Herausforderungen ein. Auch das Thema Qualifikation in Breite und Tiefe spielte eine Rolle. Besonders bewegt war er über die soziale Situation in der Truppe mit einer hohen Rate an Scheidungen und sogar Suiziden. Die Truppe fungiere letztlich als eine Art Ersatzfamilie, da schon aus rein zeitlichen Gründen kaum soziale Kontakte zu Sportvereinen, Kirchenchören oder anderen Netzwerken möglich seien.

Wehrbeauftragter Hellmut Königshaus
Volker Tschapke und Hellmut Königshaus
Was den Verteidigungshaushalt betrifft, liegen Deutschland und die anderen EU-Staaten weit unter dem durch die NATO vorgesehenen Limit. Allein Polen setze konsequent den verfassungsmäßig festgeschriebenen Anteil am Bruttoinlandsprodukt für Verteidigungsausgaben ein.

Interessant war auch die Zusammensetzung des Publikums dieses durch die Preußische Gesellschaft organisierten Unternehmerfrühstücks. Es saßen diverse europäische und südamerikanische Militärattachés den Teilnehmern aus der Wirtschaft gegenüber. Der Militärattaché Polens freute sich über das Lob seines Landes und reihte sich in die anschließende Fragerunde ein.

Das Format dieses Unternehmerfrühstücks ermöglichte dann jedoch eine zügige Rückkehr in die Büros und die vor uns liegende Arbeitswoche.

Autor: Matthias Baumann

Sonntag, 24. November 2013

14. jährliches Treffen der Deutsch-Französischen Wirtschaftsklubs und -kreise

Schon seit Wochen hatten wir uns auf das 14. Jahrestreffen der Deutsch-Französischen Wirtschaftsklubs und -kreise gefreut. Besonders spannend klang das Programm der Jahrestagung, die in diesem Jahr durch den DFWK Deutsch-Französischen Wirtschaftskreis in Berlin organisiert wurde. Nach dem Rotationsprinzip findet diese Konferenz immer an anderen Orten statt. Im nächsten Jahr in Frankreich am Meer.

DFWK Rotes Rathaus
DFWK im Wappensaal des Roten Rathauses
Am Donnerstag trafen sich zunächst die Präsidenten der fast zwanzig Wirtschaftskreise zum gegenseitigen Austausch.

Um 19:00 Uhr fand dann im Roten Rathaus die Auftaktveranstaltung mit einem "Get Together avec tous les participants" statt. Gonzague Dejouany (Präsident des DFWK und CEO der EDF Deutschland GmbH) sagte bei seinen einleitenden Worten, dass es nichts Schlimmeres gäbe, als wenn sich ein Deutscher und ein Franzose in Englisch unterhalten. Soviel zum "Get Together".

Überhaupt erfreute uns Monsieur Dejouany im Gesamtverlauf der Tagung mit seinen charmant vorgetragenen und intelligent humorvollen Sätzen.

Staatssekretärin Hella Dunger-Löper war als stellvertretende Hausherrin des Roten Rathauses die Hauptrednerin des Abends. Da Franzosen jedoch lieber gutes Essen genießen als lange Reden zu hören, wurde auch bald das Buffet eröffnet und das Networken, oh pardon, schon wieder Englisch, konnte beginnen. Uns begegnete eine herzliche Offenheit. Wir führten viele Gespräche, tauschten Visitenkarten aus und hatten auf diese Weise eine gute Grundlage, die neuen persönlichen Kontakte am Folgetag weiter zu vertiefen.

Der Freitag begann um 9:30 Uhr mit Willkommensgrüßen des Französischen Botschafters Maurice Gourdault-Montagne und des DFWK-Präsidenten Gonzague Dejouany. Anschließend sprach Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlandes, über die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich aus Sicht eines wichtigen Bundeslandes im Grenzbereich von Frankreich und Luxemburg. Viele Arbeitnehmer passieren täglich die nicht mehr vorhandenen Grenzen, um im Nachbarstaat ihren Tätigkeiten nachzugehen. Annegret Kramp-Karrenbauer hatten wir bereits mehrfach als engagierte Politikerin kennengelernt, die insbesondere bei frei gehaltenen Reden mit einem hohen Maß an Sachverstand punkten kann. Von den Franzosen wird sie sehr geschätzt, da sie sich aktiv für die Förderung deutsch-französischer Zusammenarbeit einsetzt. Sie ist auch Ehrenmitglied des DFWK.

DFWK Französische Botschaft Kramp-Karrenbauer
Annegret Kramp-Karrenbauer in der Französischen Botschaft
Überhaupt wurde während der Tagung mehrfach darauf eingegangen, dass Europa an weltpolitischer Bedeutung verliere und eine Einheit deshalb zwingend erforderlich sei. Nationale Befindlichkeiten seien für den nachhaltigen Fortbestand des "alten Kontinents" nicht förderlich.

Eine besonders ambivalent bewertete Rede hielt REWE-Chef Alain Caparros. Seine Rede hatte solch einen Eindruck hinterlassen, dass in den Pausen, beim Fußmarsch zum Kanzleramt und sogar in der Rede des Botschafters zum abendlichen Cocktail-Empfang darauf eingegangen wurde. Alain Caparros sprach auf Deutsch und über Weichenstellungen in seinem Unternehmensalltag. Es war zu spüren, dass er sich mit den von ihm geführten Unternehmen ehrlich auseinandersetzt und die Größe hat, auch unangenehme Entscheidungen zu treffen. Mit Alain Caparros hat der REWE-Konzern eine Persönlichkeit mit Format gewonnen. Eine Persönlichkeit, die ihre Meinung sagt und vertritt, auch wenn dabei einige Fettnäpfchen durchschritten werden.

DFWK Französische Botschaft REWE Alain Caparros
REWE-CEO Alain Caparros in der Französischen Botschaft
Vor dem "Lunch vor Ort" kamen diverse Direktoren, Gesandte, Beauftragte und Präsidenten zu Wort, die die unterschiedlichsten franco-allemand-Themen streiften. Besonderes Interesse wurde der Schaffung von Arbeitsplätzen in Frankreich zugemessen. Die Jugendarbeitslosigkeit sei inzwischen sehr hoch und Investoren sind herzlich willkommen. Vorgestellt wurde auch das gemeinsame Logo des Netzwerkes der Deutsch-Französischen Wirtschaftsclubs und abschließend wurden noch die Preise für "Avenir-Zukunft" und "Engagement" verliehen.

Nach dem Mittagsbuffet ging es zu den unterschiedlichen Kulturprogrammen, von denen wir das Bundeskanzleramt gewählt hatten.

Der krönende Abschluss des 14. Jahrestreffens fand dann im Rahmen eines Cocktailempfangs in der Französischen Botschaft statt.

Autor: Matthias Baumann

Samstag, 23. November 2013

DFWK Deutsch-Französischer Wirtschaftskreis im Bundeskanzleramt

Im Rahmen des 14. Jahrestreffens der Deutsch-Französischen Wirtschaftskreise und -klubs gab es am gestrigen Nachmittag ein exklusives "Programme culturel". Wir hatten uns für den Besuch im Bundeskanzleramt entschieden. Etwa dreißig weitere Teilnehmer dieser zweitägigen Wirtschaftskonferenz liefen mit uns die wenigen Meter von der Französischen Botschaft zum "Band des Bundes", dem Gebäudeensemble aus Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (Parlamentsbibliothek und -archiv), Paul-Löbe-Haus (Büros und Ausschussräume) sowie dem Bundeskanzleramt.

DFWK Bundeskanzleramt
Bundeskanzleramt mit dem DFKW
"La Merkel" hatte an diesem Tag bereits das Kanzleramt verlassen, immerhin hatte sie mittags den griechischen Ministerpräsidenten empfangen und auch sonst wird ihr eine 80-Stunden-Woche nachgesagt. Ihr Amtsvorgänger Gerhard Schröder hatte sogar seine standesgemäße Privatwohnung in einer Villa aufgegeben und war in die hauseigene Wohnung des Kanzleramtes gezogen. Diese hat zwar deutlich weniger Quadratmeter, aber wenn der Kanzler ohnehin fast rund um die Uhr am Arbeiten ist, warum dann zum Feierabend noch lange Wege zurücklegen?

DFWK Bundeskanzleramt
Bundeskanzleramt mit dem DFWK Deutsch-Französischer Wirtschaftskreis
Die Architektur des Kanzleramtes war noch mit Helmut Kohl abgestimmt worden. Eingezogen war dann jedoch Gerhard Schröder. So hatte Helmut Kohl einen speziellen Saal für die Pressekonferenzen bauen lassen, der es ermöglichte, dass der Kanzler hinter der Bühne hervortritt, ohne durch die gelegentlich unkonventionell arbeitenden Journalisten laufen zu müssen. Gerhard Schröder sah das anders und ließ eine sogenannte "Presse-Ecke" einrichten, die einen guten Blick durch das Gebäude und auf die Außenflächen bot. Die "Presse-Ecke" fand solch einen guten Anklang, dass auch Angela Merkel diese heute noch nutzt.

DFWK Bundeskanzleramt
Bundeskanzleramt mit dem DFWK
Die Architektur beeindruckte uns sehr. Das gesamte Haus ist von geschwungenen Linien, Kreisen und attraktiven Sichtachsen geprägt. Die Gestaltung vermittelt Wärme, Modernität, Intelligenz und Offenheit zugleich. Viele Elemente haben eine tiefere Bedeutung, die uns durch das Hauspersonal kompetent erklärt wurde. In den farblich harmonisch abgestimmten Fahrstühlen fühlte man sich wie im Beamer des Raumschiffs Enterprise.

Bewusst sind viele Gemälde zeitgenössischer Künstler im offenen Treppenhaus angebracht. Sitzecken mit Ledersesseln laden zum Verweilen ein. Wir konnten uns vorstellen, dass schon allein durch das architektonische Ambiente eine hervorragende Arbeitsatmosphäre geschaffen wird.

Auch die Sitzungsräume sind in Farben gehalten, die das Arbeiten angenehm machen. Sehr gut durchdacht sind auch die technischen Einrichtungen.

DFWK Bundeskanzleramt
Bundeskanzleramt mit dem DFWK Deutsch-Französischer Wirtschaftskreis

Zum Abschluss schritten wir noch die Ölgemälde mit den Darstellungen der bisherigen Bundeskanzler ab.

Vielen Dank für diesen interessanten Exkurs an die Organisatoren des DFWK Deutsch-Französischen Wirtschaftskreises und die kompetenten Führer aus dem Bundeskanzleramt.

Autor: Matthias Baumann

Donnerstag, 21. November 2013

GdW Tag der Wohnungswirtschaft 2013

Ein Arbeitstag bei BTB concept kann schon mal richtig lang und aufregend werden. Bis 13:00 Uhr Projektbetreuung im Büro, dann ein äußerst angenehmes Meeting mit der Bolivianischen Botschafterin Elizabeth Salguero Carrillo in der Wichmannstraße. Anschließend, gleich um die Ecke im Schweizerhof, der Besuch beim Tag der Wohnungswirtschaft 2013, der vom GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. organisiert wurde. Und zwischen dem Tag der Wohnungswirtschaft und der dazu gehörigen Abendveranstaltung im Flughafen Tempelhof noch ein Besuch im Roten Rathaus anlässlich des Empfanges des Deutsch-Französischen Wirtschaftskreises mit Staatssekretärin Hella Dunger-Löper.

GdW Tag der Wohnungswirtschaft 2013
GdW Tag der Wohnungswirtschaft 2013 - Prof. Dr. Dr. Klaus Töpfer - Bundesminister a.D.
Als wir beim Tag der Wohnungswirtschaft 2013 im Schweizerhof eintrafen, sprach der ehemalige Umweltminister Prof. Dr. Dr. Klaus Töpfer über die Energiewende in Deutschland und die Herausforderungen für die deutsche Wohnungswirtschaft. Während er die damalige Abwrackprämie für ältere Autos als marktverzerrendes Instrument ansah, empfahl er eine Abwrackprämie für alte Heizungen. Die Heizungen in deutschen Häusern seien hilflos überaltert und müssten dringend ersetzt werden. Seine Rede deckte sich mit den Aussagen von GASAG-Chef Grützmacher vor einigen Wochen im Berlin Capital Club und fand allgemeinen Anklang bei den Zuhörern aus der Wohnungswirtschaft.

GASAG-Vorstand Stefan Grützmacher beeindruckte uns damals als begabte Führungspersönlichkeit. Der "Kümmerer aus Kiel" reihte sich in die jüngsten Begegnungen mit weiteren interessanten Persönlichkeiten wie Bundesbank-Vorstand Dr. Joachim Nagel ein.

GdW Tag der Wohnungswirtschaft 2013
GdW Tag der Wohnungswirtschaft 2013 - Dr. Rüdiger Grube - Vorstandsvorsitzender Deutsche Bahn AG

Dieser Reigen wurde auf dem Tag der Wohnungswirtschaft mit dem Auftritt des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Dr. Rüdiger Grube, abgerundet. Der Hanseat vertritt nicht nur die Tugenden des ehrbaren Kaufmanns (Wort und Tat, Vertrag ist Vertrag und ähnliches), er setzt sich auch aktiv mit konfliktträchtigen Situationen auseinander. So geht er offen auf Demonstranten und übereifrige Umweltschützer zu und sucht den Dialog. "Reden, Reden, Reden", ist sein Leitsatz bei der Durchführung von Infrastrukturprojekten. Ein Infrastrukturprojekt ohne den Dialog mit den betroffenen Menschen sei heute nicht mehr machbar.

GdW Tag der Wohnungswirtschaft 2013
GdW Tag der Wohnungswirtschaft 2013 - Vorstellung eines Kiezprojektes aus Spandau mit Ben vom KIKA

Zwischen den Reden wurden immer auch wieder Projekte mit positiven Impulsen für das Wohnumfeld vorgestellt. Beim Kiez Song Contest der GEWOBAG wurde auch TV-Moderator und Sänger Ben vom KIKA (Kinder-Kanal) mit einbezogen.

Am Rande der Veranstaltung trafen wir einige Bekannte, da die Immobilienbranche per se diverse personelle Schnittmengen bietet. Allerdings sind wir auch immer wieder erstaunt, wie viele Immobilienverbände es in Deutschland gibt, und mit welch hochkarätigen Rednern diese aufwarten.

GdW Tag der Wohnungswirtschaft 2013
Tag der Wohnungswirtschaft - Flughafen Tempelhof
Beeindruckt waren wir auch von der Abendveranstaltung im Hauptgebäude des Flughafens Tempelhof. Die "Kulinarische Reise um die Welt" mit dem "A380" der "GdW Airline" hatte für jeden Geschmack etwas zu bieten.

Das begann beim allseits beliebten Sushi, ging über brasilianische Fleischgerichte und endete bei weitem nicht beim australischen Straußensteak. An einem Amerika-Stand wurden Hamburger frisch zubereitet und Desserts fuhren in Koffern auf einem Gepäckband an den Gästen vorbei. Die Bedienung war äußerst aufmerksam und trug damit erheblich zum Wohlfühleffekt bei.

Der Tag der Wohnungswirtschaft 2013 war damit eine wirklich gelungene Veranstaltung.

Autor: Matthias Baumann

Freitag, 15. November 2013

Berlin Medien Expo 2013 im Piu Spreespeicher

Das Spreeufer an der Oberbaumbrücke ist bekannt für die Beheimatung medienaffiner Unternehmen. Das hatte wohl auch die Steilvorlage für die Wahl des Austragungsortes der Berlin Medien Expo 2013 im Piu Spreespeicher gegeben.

Die Berlin Medien Expo 2013 lief bereits seit Beginn dieser Woche. Teilnehmer konnten sich zu Seminaren in Zeitfenstern von 90 Minuten anmelden. Das versprach Exklusivität und eine spannende Messe.

Berlin Medien Expo 2013 Morgenpost Die Welt
Berlin Medien Expo 2013 im Piu Spreespeicher
Exklusiv war bereits die Begrüßung. Nach Überschreiten eines roten Teppichs wirbelten emsige Hostessen auf den Gast zu, nahmen die Garderobe entgegen und gaben kurze Infos zum Ablauf des Besuchs.

Noch bevor wir das erste Foto machen konnten, wurden wir von einer Mitarbeiterin der "Berliner Morgenpost" angesprochen. Diese war unsere persönliche und ständige Begleiterin. Sie erklärte uns, dass es bei der Berlin Medien Expo darum gehe, den Werbebedarf eines Unternehmens zu analysieren und speziell auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnittene Werbepakete in den Online- und Printkanälen von "Berliner Morgenpost" und "Die Welt" zu platzieren.

Da bereits gute Kontakte zum "Tagesspiegel" bestehen und wir just vor zwei Tagen mit Prof. Dr. Michael Stürmer, Chefkorrespondent "Die Welt", zusammengetroffen waren, fühlten wir uns auf dieser Messe gleich zu Hause.

Bei einem gemeinsamen Rundgang und der Analyse unserer bisherigen und geplanten Werbemaßnahmen stellten wir fest, dass die "Berliner Morgenpost" und "Die Welt" ähnliche Kompetenzfelder abdecken wie BTB concept. Im Kundenauftrag werden Online-Marketing-Strategien entwickelt und individuell umgesetzt.

In einem anschließend gezeigten Imagefilm wurden diese Informationen noch einmal audiovisuell transportiert. Die Besucherzahl der Onlinekanäle mit 1,36 Mio. Besuchern pro Monat kann sich sehen lassen. Die Printversion der "Berliner Morgenpost" erreicht um die 304.000 Leser. Etwa 100.000 Personen lesen "Die Welt".

Wer insbesondere im Business-to-Consumer-Umfeld unterwegs ist, konnte auf der Berlin Medien Expo interessante Werbepakete mit attraktiven Messe-Rabatten buchen. Die für das gesamte Jahr 2014 vorgesehenen 26 bzw. 52 Schaltungen konnten ab einem Jahrespreis von 13.000 Euro vereinbart werden. Einige Morgenpost-Kunden kamen im Video zu Wort und berichteten über ihre positiven Erfahrungen mit den Werbeanzeigen und der Zusammenarbeit mit dem Team des Axel-Springer-Verlages.

Autor: Matthias Baumann

Mittwoch, 13. November 2013

Hauptstadtpreis für Integration und Toleranz 2013

23 Jahre ist es nun her, dass ich das letzte Mal das Eingangsportal der Charlottenstraße 36 durchschritten hatte. Der damalige Lückenbau des ZOD Zentrum für Organisation und Datenverarbeitung, Rechenzentrum des Berliner Bauwesens, welches Standort der ersten acht Jahre meines Berufslebens als Informatiker war, ist nun einem stilecht den klassizistischen Nachbargebäuden nachempfundenen Haus gewichen.

Hauptstadtpreis Deutsche Bank Norbert Lammert Bundestagspräsident
Hauptstadtpreis 2013 im Atrium der Deutschen Bank
Der Blick in den Hinterhof aus dem einzigen Fenster des Großrechnerraumes war noch gut in Erinnerung. Diesen Hof gibt es immer noch: das Atrium der Deutschen Bank mit einer Glasüberdachung, die den Bereich auch bei ungünstigen Witterungsverhältnissen nutzbar macht.

In diesem Atrium fand heute die Verleihung des Hauptstadtpreises für Integration und Toleranz 2013 statt. Dieser wurde in diesem Jahr zum sechsten Mal vom Initiative Hauptstadt Berlin e.V. ausgeschrieben.

Vereine, Projekte und nichtstaatliche Institutionen aus Berlin konnten sich um diesen Preis bewerben. Die Jury bestand unter anderem aus Suat Bakir von der TD-IHK, dem ehemaligen Finanzsenator Peter Kurth und dem IHB-Vorsitzenden Christoph Wegener. Sponsoren wie Hochtief oder die COPRO-Gruppe hatten über die Jahre mehr als 100.000 Euro für den Hauptstadtpreis zusammengetragen.

Die Preisträger 2013 waren mit zahlreichen Projektbeteiligten anwesend, so dass das Publikum insgesamt sehr heterogen wirkte. Letztlich passte das aber auch zum Charakter dieser auf ethnische und religiöse Diversity zugeschnittenen Veranstaltung.

Hauptstadtpreis Deutsche Bank Norbert Lammert Bundestagspräsident
Hauptstadtpreis 2013 - Theaterprojekt SATOE
Der dritte Preis ging an den Street University City Berlin e.V., der sich um die Förderung junger Menschen im Kiez verdient gemacht hatte. So können Jugendliche für ein Jahr verschiedene Kurse belegen und anschließend einen Master of Street University erhalten. "Jeder Mensch hat Potenzial", ist der motivierende Tenor dieser Initiative, die die Identität ihrer oftmals orientierungslosen Zielgruppe stärkt.

Der mit 5.000 Euro dotierte zweite Preis ging an den Maler- und Lackierermeister Cemal Ates, der während seiner 25 Jahre unternehmerischer Tätigkeit  in Berlin bereits 150 Praktikanten mit Migrationshintergrund und teilweise körperlichen Behinderungen bei sich angestellt hatte. Auch vor schwer erziehbaren Jugendlichen scheut sich Malermeister Ates nicht. Er sieht sie als besondere Herausforderung an und freut sich über Erfolge in deren Sozialverhalten.

Der erste Preis wurde von Suat Bakir übergeben und ging an JUGA. JUGA steht für "jung - gläubig - aktiv". In diesem Projekt treffen sich Christen, Muslime, Bahai und Juden zum Austausch über Ihre religiösen Ansichten, ohne sich gegenseitig zu missionieren. Es werden gemeinsame Aktionen wie das Putzen der überall im Stadtgebiet verteilten "Stolpersteine" durchgeführt. JUGA hat einen Ethikcodex mit sieben Schwerpunkten aufgestellt: Verantwortung, Offenheit, Gerechtigkeit, Respekt, Vergebung, Empathie und Wissen.

Ein Sonderpreis ging an das ethnisch durchmischte Theaterprojekt "SATOE Gesegnete Heimat", welches sich mit der Thematik von Migranten in zweiter Generation auseinandersetzt, deren Identität zwischen der Zugehörigkeit zur alten und zur neuen Heimat schwankt.

Hauptstadtpreis Deutsche Bank Norbert Lammert Bundestagspräsident
Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert - Hauptstadtpreis
Im Vorfeld hatten wir uns besonders auf das Grußwort von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert gefreut. Seine spitzfindigen und den Kern der Sache treffenden Reden ohne Ansehen der Person hatten uns schon immer begeistert. Auch seine heutigen Ausführungen waren ein Genuss an scharfsinniger Wortwahl und Inhalten.

So sei die Akzeptanz der Rechtsordnung "auf der Ebene normativer Sätze unangefochten, jedoch in der Praxis anders". Norbert Lammert ging insbesondere auf das Thema Integration durch Erlernen der deutschen Sprache ein. Eine Schule in Berlin habe das bemerkenswerte Projekt gestartet, Deutsch als Hauptkommunikationssprache im Unterricht und auf dem Schulhof einzuführen. Daraufhin habe man sich den Vorwurf der Zwangsgermanisierung gefallen lassen müssen.

Die Sprache sei jedoch einer der entscheidenden Faktoren einer erfolgreichen Integration. Allerdings gebe es noch erhebliche Mängel bei der Integrationsbereitschaft, da sich beide Seiten verweigern. Die Deutschen sollten doch bitte bei der Integration helfen.

Was das oft gebrauchte Schlagwort "Toleranz" betrifft, sei das ein rein humanes Thema, da die Natur per se keine Toleranz kenne. Toleranz sei der große Bruder der Freiheit. Eindringlich warnte er jedoch auch davor, Toleranz mit Dummheit zu verwechseln.

Abgerundet wurde der Abend durch die musikalische Begleitung des Upsala Quartetts und ein hervorragendes italienisches Catering.

Autor: Matthias Baumann

Dienstag, 12. November 2013

BCCG und OMFIF in der Britischen Botschaft

Als wir heute am Auswärtigen Amt vorbeifuhren, sahen wir dort bereits einen schwarzen Jaguar mit 0-49er-Kennzeichen stehen. Das stimmte uns auf den bevorstehenden Besuch in der Britischen Botschaft ein. OMFIF Official Monetary and Financial Institutions Forum und die BCCG British Chamber of Commerce in Germany hatten zu einer spannenden Veranstaltung über die Entwicklung der Finanzmärkte und des Euro eingeladen.

Die Besetzung des Panels war hochkarätig und so waren auch Besucher aus München, Frankfurt und Köln angereist. Ein Teilnehmer trug die Poppy, eine Mohnblume zur Erinnerung an die Gefallenen der Kriege und im besonderen Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren.

"No event without a speach", der Leitsatz von Botschafter Simon McDonald kam auch heute wieder zur Geltung. In einer sehr kurzen aber äußerst humorvollen Rede stimmte er die Gäste auf das ernste Thema Euro, Europa und das Verhältnis zu Großbritannien ein. "Zeitgemäß" sei das Wort, welches in der Diplomatie ständig gebraucht werde und bei dieser Veranstaltung treffe es endlich mal ins Schwarze.

BCCG Britische Botschaft Bundesbank
Bundesbank-Vorstand Dr. Nagel und Prof. Dr. Stürmer
Auch Dr. Joachim Nagel, Vorstand der Deutschen Bundesbank, war von der Einleitung des Botschafters so beeindruckt, dass er sein Keynote-Script unter das Pult legte und frei referierte. Und zwar so frei, dass die Charts von hinten begonnen und dann je nach Bedarf eingeblendet wurden. Bemerkenswert war dabei der unterrepräsentierte Stellenwert europäischer Finanzzentren, die mit Luxemburg erst hinter sechs asiatischen Metropolen auftauchten.

Dem deutschen Sparer gab er die Information mit, dass es die risikolose Anlageform auch bei bisher sicher geglaubten Staatsanleihen nicht gebe. Wie bereits dem Buch von David Marsh "Beim Geld hört der Spaß auf" zu entnehmen war, ist es ein wichtiges Anliegen der Bundesbank, den Finanzbereich so stabil zu halten, dass nicht letztlich der Steuerzahler für eventuelle Schieflagen zur Kasse gebeten wird. Die Damen und Herren von der Bundesbank leisten nach unserer Auffassung Großartiges auch in Hinsicht auf die gesellschaftliche Stabilität in Deutschland.

BCCG Britische Botschaft Bundesbank
Podiumsdiskussion in der Britischen Botschaft - Köhler, Dr. Nagel, Prof. Dr. Stürmer, Kornblum, Heilmann, Marsh

Dr. Nagel zeigte Zahlen, die deutlich machten, dass Deutschland der wichtigste Handelspartner Großbritanniens ist. Das war vielen der Zuhörer bereits bekannt.

Nicht bekannt werden jedoch die Inhalte der folgenden Podiumsdiskussion. Diese verlief unter den Chatham House Rules.

Wir wissen nur noch, dass daran DZ-Bank-Vorstand Wolfgang Köhler, Bundesbank-Vorstand Dr. Joachim Nagel, der ehemalige US-Botschafter John C. Kornblum, Handelsblatt-Direktor Dirk Heilmann und David Marsh von OMFIF teilnahmen und die Diskussion von Prof. Dr. Michael Stürmer (Chef-Korrespondent, Die Welt) moderiert wurde.

Anschließend gab es Gelegeneheit zum Austausch mit den Referenten und Gästen.

Autor: Matthias Baumann

Mittwoch, 6. November 2013

BDS im Abgeordnetenhaus

Heute fand der 17. Parlamentarische Abend des BDS Bund der Selbständigen im Berliner Abgeordnetenhaus statt. Der rote Teppich im beeindruckenden klassizistischen Treppenhaus war für mehr als 100 Teilnehmer ausgerollt.

BDS Abgeordnetenhaus
BDS im Abgeordnetenhaus
Die Damen und Herren des BDS hatten deshalb alle Hände voll zu tun, die Gäste zu begrüßen und mit Namenskärtchen zu versorgen.

Dennoch fanden wir die Zeit, einige Worte mit Myriam Hengstmann und Axel Hülsebusch vom BDS zu wechseln. Es waren auch einige Stände aufgebaut, wo unter anderem über den Berlin Maximal Club informiert wurde.

Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen dieser Art gab es keine langen Auftaktreden. Stattdessen wurde nach einer kurzen Einleitung durch Harald Schottenloher, Landesvorsitzender des BDS,  sofort in die Podiumsdiskussion übergegangen. Daran nahmen Heiko Melzer von der CDU, Jörg Stroedter von der SPD, Ajibola Olalowo von Bündnis 90/Die Grünen, Jutta Matuschek von Die Linke, Alexander Morlang von den Piraten sowie Roland Sillmann vom Innovations-Zentrum Berlin teil.

BDS Abgeordnetenhaus
Podiumsdiskussion beim Parlamentarischen Abend des BDS Bund der Selbständigen im Berliner Abgeordnetenhaus
Die genannten Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft stellten sich zunächst in wenigen Sätzen selbst vor. Je nach aktuellem politischem Einfluss wurden gegenwärtige oder historische Erfolge bei der wirtschaftlichen Entwicklung Berlins herausgestellt und Wünsche an die derzeitigen Verantwortlichen gerichtet.

Während Roland Sillmann insbesondere die gute und zielführende Zusammenarbeit mit den Politikern am Standort Marzahn-Hellersdorf lobte, sah Alexander Morlang von den Piraten eher in den Innenstadtbezirken das personelle Potenzial für Innovation und wirtschaftlichen Aufschwung. Der klassische Softwareentwickler könne problemlos an jedem Ort der Welt und natürlich von seinem Home Office aus arbeiten. Er fand zudem bemerkenswert, dass die amerikanische Hackerszene inzwischen nach Berlin umgezogen sei und den Markt hier ganz neu befruchte.

BDS Abgeordnetenhaus
BDS im Abgeordnetenhaus
Es gab auch diverse skeptische Stimmen bezüglich der viel gelobten Start-ups. So gäbe es zwar gute Ideen, aber kaum Förderung. Wer gründen wolle, müsse das Geld selbst mitbringen und sobald Firmen etwas größer werden, werden sie in der Regel von ausländischen Investoren gekauft. Das Thema Gründungsfinanzierung wurde ambivalent behandelt, allerdings schien der Konsens zu bestehen, dass der Link zwischen Gründer und passender Bezuschussungsmöglichkeit fehle. Die Töpfe seien voll, werden aber nicht abgerufen.

Jörg Stroedter machte deutlich, dass Start-ups besonders gute Chancen auf längerfristige Existenz haben, wenn sie sich in Gründerzentren ansiedeln. Dort seien die idealen Infrastrukturen für junge Unternehmen gegeben. So manch eine Firma lebe nach zehn Jahren immer noch im Gründerzentrum. Empfohlen wurden auch die Dienste von Berlin Partner und deren Networking.

Nach einigen Koreferaten aus dem Publikum ging es dann in den gemütlichen Teil des Abends mit Getränken und Buffet über, wo die vielen Selbstständigen ihre Erfahrungen und Visitenkarten austauschen konnten.

Vielen Dank an den BDS für diesen informativen Abend.

Autor: Matthias Baumann

Dienstag, 5. November 2013

8. Immobilienkonferenz der BCCG

Heute fand im Atrium am Potsdamer Platz 1 die 8. Immobilienkonferenz statt. Eingeladen hatten die BCCG British Chamber of Commerce in Germany, Olswang, IMMOEBS und der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss. Olswang sitzt in der 14. Etage des markanten Hochhauses mit dem schnellsten Fahrstuhl Europas. Da das Atrium von der Sydbank flankiert wird, fühlten wir uns schon fast wie zu Hause.

Die äußerst umsichtigen Mitarbeiter von Olswang leisteten einen guten Beitrag für eine angenehme Atmosphäre. Gegen 17:00 Uhr füllte sich der Saal zusehends mit Unternehmern aus der Immobilienbranche. Direkt vor uns nahmen die Redner und Teilnehmer der Podiumsdiskussion Platz.

BCCG Olswang Sydbank Immobilienkonferenz
Podiumsdiskussion auf der 8. Immobilienkonferenz

Nach der Begrüßung durch Thilo von Stechow, GSW Immobilien AG, und dem Hausherrn von Olswang  Dr. Christian Schede, gab es einen Impulsvortrag von Dr. Peter Matuschek von forsa. Anhand vieler Diagramme führte er uns gut nachvollziehbar das Wählerverhalten bei der letzten Bundestagswahl vor Augen. Er zeigte Trends auf und ging auf die Fehlpriorisierung bestimmter Reizthemen im Wahlkampf ein. So sei beispielsweise die Angst um den Arbeitsplatz dem Wunsch nach einer stabilen Wirtschaft gewichen. Interessant waren auch die Auswertungen bezüglich des Wunsches nach einer großen Koalition unter den SPD-Wählern. Während die etwa 11 Millionen Wähler der SPD zu 2/3 für eine solche Koalition stimmten, sind die deutlich wenigeren Mitglieder der SPD zu 2/3 dagegen. Die Situation der FDP formulierte Dr. Matuschek sehr trefflich, indem er sagte, "Rösler konnte keinerlei Bindewirkung zum bürgerlichen Lager aufbauen".

Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA, ging auf die Herausforderungen bei der Lobbyarbeit zugunsten der Immobilienbranche ein. Er sprach von verschiedenen Treffen mit Spitzenpolitikern und einem zielführenden Arbeitskreis unter Leitung von Bundesminister Ramsauer. Der ZIA vertritt über 20 Immobilien-Verbände und etwa 37.000 Unternehmen. Sein Appell an die Koalition war: "Keine Steuererhöhungen". Diese würden für Abwanderung sorgen und Abwanderung schade insbesondere der Immobilienbranche.

Besonders freuten wir uns, dass auch MdB Freiherr von Stetten, der Vorsitzende des PKM Parlamentskreises Mittelstand,  an der folgenden Podiumsdiskussion teilnahm. Er hatte sich kurz aus den aktuellen Koalitionsverhandlungen ausgeklinkt. Er begründete das damit, dass man Zusagen schon einhalten solle. Aber nicht nur mit dieser Einstellung sammelte er massive Sympathiepunkte, sondern auch mit seiner von unternehmerischem Denken geprägten Herangehensweise an Gesetzentwürfe und Steuerpläne.

Neben dem Thema "Mietpreisbremse" wurde auch immer wieder über PPP Public Private Partnership gesprochen. Christian von Stetten bezeichnete es als einen "Effizienzgewinn", über den am Donnerstag in den Koalitionsverhandlungen geredet werde.

An der Diskussion hatten auch Thomas Zinnöcker von der GAGFAH Group und Dr. Christian Glock von der Bilfiger Hochbau GmbH teilgenommen. Moderiert wurde sie von Dr. Christian Schede.

Im Anschluss gab es Gelegenheit zum Networking und ein Flying Buffet.

Autor: Matthias Baumann

Montag, 4. November 2013

Panamas Nationalfeiertag - Empfang in der Commerzbank

Als wir heute den Pariser Platz überquerten, um zum Haus der Commerzbank zu gelangen, hatte es endlich einmal aufgehört zu regnen. Der nasskalte Novembertag passte so gar nicht zum besonderen Anlass, dem Nationalfeiertag des mittelamerikanischen Staates Panama. Vor 110 Jahren, am 03.11.1903, wurde Panama unabhängig von Kolumbien.

Panama Botschafter Porras Nationalfeiertag Commerzbank
Dr. Juan R. Porras de la Guardia und Aida Boyd de Porras
Da der 03. November auf einen Sonntag gefallen war, hatten Botschafter Dr. Juan R. Porras de la Guardia und seine Gemahlin Aida Boyd de Porras, die er im weiteren Verlauf liebevoll als seine Chefin vorstellte, zum folgenden Werktag eingeladen. Unter den gefühlt 80% Botschaftern und Diplomaten stellten wir als Unternehmer eine besondere Besuchergruppe dar.

Einige der Botschafter kannten wir bereits von anderen Empfängen, so dass wir schnell ins Gespräch kamen. Nach Dr. Widhya Chem, dem Botschafter Kambodschas, kamen wir auch mit Elio Menzione, dem Botschafter Italiens, ins Gespräch. Sein BMW-orientierter Fuhrpark hatte uns schon länger begeistert, so wie Abdul Basit, der Botschafter Pakistans, der ebenfalls BMW 7er fährt.

Panama Botschafter Porras Nationalfeiertag Commerzbank
Panamas Botschafter Juan R. Porras und Jürgen Christian Mertens
Apropos BMW: In seiner Festrede ging Botschafter Porras u.a. auf die wirtschaftlichen Beziehungen zu Deutschland ein. Es seien jedoch nicht die Großunternehmen, die von den Beziehungen zu Panama profitieren könnten, sondern der deutsche Mittelstand, der durch nachhaltiges Engagement in Panama nicht die schnellen aber nachhaltigen Erfolge erziele. Juan R. Porras lobte den Mittelstand als Rückgrat und Basis der deutschen Wirtschaftskraft.

"Was fällt dir bei Panama ein", fragte ich meinen Sohn. "Tigerente", war die spontane Antwort. Panama ist jedoch insbesondere für seinen Kanal bekannt, der den Atlantik mit dem Pazifik verbindet und dadurch einen erheblichen verkehrstechnischen Mehrwert für den Welthandel bietet. Der Umweg entspräche in etwa den jährlichen Freikilometern eines BMW-Leasingvertrages.

Panama Botschafter Porras Nationalfeiertag Commerzbank
Empfang zum Nationalfeiertag Panamas in der Commerzbank
Überall auf der Welt gibt es deutsche Schulen, neuerdings auch in Panama. Wenn Deutschland schon keine signifikanten Bodenschätze besitzt, so kann es doch das Potenzial an Wissen weitergeben. Seine Exzellenz freute sich auch über die Nachbarschaft des Adlon Kempinski, denn auch in Panama gibt es ein Kempinski, welches das Mineralwasser "Panama Blue" für seine erlesenen Gäste entdeckt hat. Panama Blue wird direkt im Quellgebiet des Chagres Nationalparks gewonnen und vor Ort abgefüllt.

In einer unterhaltsamen und interessanten Präsentation konnte uns Juan R. Porras Panama und dessen vielseitige Facetten näher bringen. Man bekam richtig Lust, ins nächste Flugzeug zu steigen.

Ein Grußwort der Bundesregierung, welches durch Botschafter Jürgen Christian Mertens übermittelt wurde, rundete den offiziellen Teil des Empfanges ab. Anschließend gab es panamaische Spezialitäten in der Empfangshalle der Commerzbank. Dort trafen wir auch die bolivianische Botschafterin Elizabeth Salguero Carrillo und den Vertreter des Vatikans. Immerhin sind etwa 86% der Bevölkerung Panamas römisch-katholisch.

Vielen Dank für die Einladung!

Autor: Matthias Baumann

Samstag, 2. November 2013

Hertha BSC - Schalke 04 und die VIP-Lounge

69.277 Zuschauer wurden beim heutigen Spiel Hertha BSC gegen Schalke 04 gezählt. Schon bei unserer besonders pünktlichen Anfahrt war zu merken, dass das Olympiastadion gut gefüllt sein wird.

Hertha BSC Schalke 04
VIP-Tickets für Hertha BSC - Schalke 04
Mit VIP-Tickets und einer VIP-Parkkarte ausgestattet, konnten wir eine Seitenzufahrt passieren und auf einem relativ leeren Parkplatz direkt neben den Einsatzkräften der Polizei parken.

Der Check-in erfolgte zügig und ohne Anstehen. Im Stadion erhielten wir noch ein grünes Armband und konnten nun den VIP-Bereich betreten.

Hertha BSC VIP Lounge
Hertha BSC - VIP-Lounge im Olympiastadion
Wer das Olympiastadion nur von Außen oder von den Tribünen her kennt, ahnt gar nicht, welch spannendes Innenleben sich zwischen den Fassaden abspielt.

Der VIP-Bereich mit seinen Lounges und Ehrentribünen gruppiert sich um ein mehrstöckiges Atrium. In jeder Etage sind Tische aufgebaut, die von Sponsoren und anderen VIPs reserviert werden können. Im Vorbeigehen lasen wir die Namen bekannter Großunternehmen. Aber auch weniger bekannte Firmen waren mit Name und Logo auf den Tischen präsent. Eine gute Möglichkeit, den Bekanntheitsgrad im passenden Business-to-Business-Umfeld zu steigern.

Hertha BSC Schalke 04
Matthias Baumann bei Hertha BSC - Schalke 04
Für ganz besondere Anlässe oder VIP-Kunden kann das fußballinteressierte Unternehmen auch eine Loge mieten. Die Logen haben direkte Sicht auf das Spielfeld, so dass die Gäste in einem geschützten Rahmen sowohl das Spiel als auch die geschäftlichen Interessen verfolgen können.

Allgemein möchte man jedoch das Spiel mitten in der tosenden Atmosphäre des Stadions erleben. Die Hertha-Gesänge und Aktionen in der Ostkurve sowie die Gegenoffensive aus der Westkurve tragen erheblich zur Stimmung der Zuschauer und zur Motivation der Spieler bei.

Wir saßen im moderateren C-Block, wo Fans beider Mannschaften Platz fanden. Diesen Mix lernten wir bereits am Tisch in der Olympia-Lounge kennen, als wir gegenüber unseren Nachbarn bemerkten: "Hoffentlich gewinnt unsere Hertha."

Hertha BSC Schalke 04
Andreas Eichler bei Hertha BSC - Schalke 04
Trotz des engagierten Einsatzes der Hertha-Spieler, gelang es Schalke in der 26. Minute ein Tor zu schießen. So fieberten die Fans und hofften auf den Ausgleich. Diesen gab es auch in der zweiten Halbzeit nicht. Fußballfreund Andreas Eichler war schon ganz nervös. Und dann in der letzten Minute der vierminütigen Nachspielzeit kam es zum zweiten Treffer für Schalke.

Bei aller Enttäuschung auf Seiten der Hertha-Fans muss man doch sagen, dass sich die Mannschaft wacker gegen den Champions-League-Teilnehmer geschlagen hatte. Immerhin befindet sich Hertha BSC nach diesem Spiel auf dem 7. Platz der Bundesliga-Tabelle.

Autor: Matthias Baumann