Dienstag, 29. September 2026

1. Kompanie des Wachbataillons

Wert im Rampenlicht steht, brauch gute Kräfte im Hintergrund, damit es im Rampenlicht möglichst keine Pannen gibt. Die 1. Kompanie des Wachbataillons ist bei Protokolleinsätzen so gut wie nie zu sehen, leistet aber die wertvolle Arbeit drum herum.


So fahren Soldaten der 1. Kompanie kurz vor den militärischen Ehren die Strecke ab, prüfen die Strecke auf neue Baustellen und Hindernisse, begehen den Ort des Einsatzes und prüfen auch dort, ob alles wie geplant stattfinden kann. Sie spannen die Drähte für die korrekte Aufstellung der Formation und sie zeichnen Kreidemarkierungen auf das Pflaster, damit der Kommandierende und die Truppenfahne an der passenden Position stehen bleiben.

Bei mehrtägigen Staatsbesuchen kommt auch der Salut-Zug der 1. Kompanie zum Einsatz. Dieser ist in der Bundeswehr einzigartig und rück normalerweise mit sechs Haubitzen des Typs M101 Kaliber 105mm an. Es werden dann gemäß seemännischer Tradition 21 Schuss abgegeben. Der Salut-Zug schießt aber auch gelegentlich bei der Kieler Woche.

Die Kompanie verfügt über viele schwere LKWs, entsprechende Anhänger und kleinere Fahrzeuge wie VW-Busse und Pritschen. Neben Lagerhaltung und Lagerbewirtschaftung ist die Kompanie auch für den Transport des Wachbataillons und dessen Materialien wie Munition, Zelten, Schlauchbooten usw. zuständig. Wer ölverschmierte Hände mag, findet diese in den Hallen des Instandsetzungszuges. Dort werden Waffen, Fahrzeuge und Fernmeldegerät gewartet und repariert.

Die 1. Kompanie ist zudem für die Verpflegung des Bataillons im Gelände oder beim Protokolleinsatz verantwortlich. Davon, dass das Team auch themenspezifisch im Gelände auftischen kann, können sich zum Beispiel die inDeutschland akkreditierten Militärattachés Jahr für Jahr zum Abschluss ihresSchieß-Events überzeugen.

Autor: Matthias Baumann