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Dienstag, 13. Oktober 2026

Wechsel an der Spitze des BMAS

Am 13. Oktober 2026 wurde der bisherigen Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Bärbel Bas (SPD), durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Entlassungsurkunde ausgehändigt.


Am 12. Oktober 2026 war Bärbel Bas als Ministerin und als SPD-Vorsitzende zurückgetreten. Eigenen Angaben zufolge war der Grund ein Trauerfall in der Familie. Ihrem Nachfolger als Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Alexander Schweitzer (SPD), wurde gemäß Artikel 64 Absatz 1 des Grundgesetzes die Ernennungsurkunde ausgehändigt. Alexander Schweitzer war von Juli 2024 bis Mai 2026 Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Bei der Landtagswahl im März 2026 ging das Mandat mit 31 Prozent der Stimmen an Gordon Schnieder von der CDU.

Bei Übergabe der Urkunden war auch Bundeskanzler Friedrich Merz zugegen. Bärbel Bas war der presseöffentlichen Zeremonie ferngeblieben. Der Bundespräsident sagte, er habe ihr die Entlassungsurkunde kurz zuvor im kleinen Kreise ausgehändigt.

Autor: Matthias Baumann

Dienstag, 29. September 2026

Präsident von Kasachstan in Berlin empfangen

Heute Mittag wurde der Staatspräsident der Republik Kasachstan, Kassym-Schomart Tokajew, von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit militärischen Ehren im Bendlerblock empfangen.


Das Protokoll testet immer noch geeignete Orte für militärische Ehren des Bundespräsidenten aus. Der kürzlich empfangene Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate hatte es abgelehnt, vor dem Interimsbau empfangen zu werden, so dass noch einmal zur Villa Borsig ausgewichen werden musste. Im Auswärtigen Amt zeigt man sich wenig erfreut darüber, dass deren Gästehaus ständig von Bundespräsident und Bundeskanzler genutzt wird. Der Bendlerblock hat mehrere Vorteile: Er ist in Relation zum Interimsbau am Spreebogen gut gelegen und die Hauptstadtpresse hat keine Ausrede mehr, die Termine des Bundespräsidenten wegen der suboptimalen Anreise zu boykottieren.

Kassym-Schomart Tokajew ist 73 Jahre alt und seit 2019 Präsident seines Landes. Der Mann hat Rückgrat und emanzipiert sich auch gegenüber der typisch russischen Übergriffigkeiten. Als er im Dezember 2019 seinenAntrittsbesuch bei Angela Merkel absolvierte, standen zwei Stühle auf dem Podest, damit die Kanzlerin im Sitzen der Nationalhymnen lauschen konnte. Zur kasachischen Hymne stand Tokajew auf und legte seine rechte Hand auf die Brust. Das tat er auch heute. Zusätzlich sang die Begleitpresse den Text der Hymnemit. Das ist schon einzigartig.

Kasachstan hat 20 Millionen Einwohner. Auch wenn Russland noch einen traditionellen Einfluss ausübt, spricht man dort kein Russisch, sondern Kasachisch. Viele Spätaussiedler hatten zuletzt in Kasachstan gelebt. Von daher ist es wenig verwunderlich, dass in Berliner Kleingartenanlagen zuweilen die blaue Flagge Kasachstans weht.

Autor: Matthias Baumann

Dienstag, 15. September 2026

Botschafter von Zypern, Südkorea und Lettland akkreditiert

Heute fand die erste Botschafter-Akkreditierung mit militärischem Zeremoniell am neuen Amtssitz des Bundespräsidenten am Spreebogen statt.

Den Auftakt machte um 9 Uhr die neue Botschafterin der Republik Zypern, Charis Christodoulidou. Vor 30 Jahren hatte sie ihre diplomatische Laufbahn als Attaché im Außenministerium Zyperns begonnen. Danach war sie in verschiedenen Abteilungen ihres Ministeriums und ein Jahr als Attaché in Finnland tätig. Von 2018 bis 2023 leitete sie als Botschafterin die Vertretung in Irland. Charis Christodoulidou spricht Griechisch, Englisch und ein wenig Deutsch. Der durch sie repräsentierte Südteil von Zypern hat 1,3 Millionen Einwohner und dient als wichtiger Stützpunkt für internationales Engagement im Mittelmeerraum und im Nahen Osten.


Der Botschafter der Republik Korea, Koh Kyungsok, erschien im traditionellen koreanischen Gewand. Die Republik Korea ist der südliche Teil der koreanischen Halbinsel. Der im Einparteiensystem geführte Nordteil nennt sich Demokratische Volksrepublik Korea. Je mehr „Demokratie“ und „Volk“ im Namen eines Staates stehen, umso diktatorischer wird das Land geführt. Südkorea hat 51 Millionen Einwohner und ein Bruttoinlandsprodukt von 1,94 Billiarden USD. Nordkorea hat nur 26 Millionen Einwohnen, von denen aber 1,28 Millionen unter Waffen stehen. Südkorea unterhält aktive Streitkräfte in der Stärke von 450.000 Soldaten. Diese gelten aber als die am besten ausgestatteten in der Region. Nordkorea spielt regelmäßig mit seinen nuklearen Möglichkeiten, was Südkorea dauerhaft in Alarmbereitschaft hält. Auch die Grenze zwischen den beiden Staaten ist so mit Waffentechnik ausgestattet, dass ein Angriff in einer Katastrophe ungeahnten Ausmaßes enden würde.

Koh Kyungsok ist 58 Jahre alt und blickt auf eine 31-jährige diplomatische Karriere zurück. Seine bisherigen Auslandsverwendungen reichen von Frankreich über Katar bis Italien und Deutschland. Er spricht Koreanisch, Englisch und Deutsch.


Anschließend traf die Botschafterin der Republik Lettland, Ilze Rūse, ein. Auch Ilze Rūse begann ihre diplomatische Karriere vor 30 Jahren. Sie war zunächst als Attaché an der lettischen Botschaft in Schweden tätig. Dann ging sie für einige Jahre an ihr Außenministerium, um ab 2006 wieder international unterwegs zu sein: Österreich, Estland, Belgien, Luxemburg, Schweden und nun auch Deutschland. Ilze Rūse spricht Englisch, Schwedisch, Russisch und Deutsch.

Lettland hat knapp zwei Millionen Einwohner und liegt wie ein Sandwich zwischen Estland und Litauen. Wie alle baltischen Staaten ist auch Lettland sehr beunruhigt über die russischen Expansionspläne. Derzeit erden Estland und Lettland durch das 1. Deutsch-Niederländische Korps (1GNC) geschützt.


Der Platz am Interimsbau des Bundespräsidenten war eng bemessen und die Flaggen beim Hissen nur von außen gut zu sehen. Das Wachbataillon arrangierte sich in der gewohnt professionellen Art mit der räumlichen Situation. Ansonsten wirkten Vorfahrt und Abfahrt der Botschafter wenig repräsentativ. Ungewöhnlich war zudem die Nutzung des Fahrstuhls, um dem Bundespräsidenten in der 6. Etage das Beglaubigungsschreiben übergeben zu können. Hier wird seitens des Protokolls und des Bundespräsidialamtes noch nachjustiert.

Autor: Matthias Baumann

Donnerstag, 10. September 2026

Mehrtägiger Besuch des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate

Unter starken Sicherheitsvorkehrungen begann gestern Abend der mehrtägige Staatsbesuch des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan, in Deutschland. Im deutschen Luftraum wurde er durch zwei Eurofighter empfangen und am Regierungsterminal des BER mit 21 Salutschüssen begrüßt. Heute Vormittag gab es die obligatorischen militärischen Ehren im wildromantischen Garten der Villa Borsig.

Das Protokoll sieht bei Staatsbesuchen dieser Art weitere Programmpunkte vor: Treffen mit der Präsidentin des Bundestages, Begegnung mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin am Brandenburger Tor, das Staatsbankett am Sitz des Bundespräsidenten und die Kranzniederlegung an der Neuen Wache.

Am folgenden Tag reisen Bundespräsident und Gast gemeinsam in ein anderes Bundesland. Bei diesem Besuch geht es nach Bayern. Dort werden im Schwerpunkt wirtschaftliche Themen diskutiert. Immerhin arbeiten etwa 2.000 deutsche Firmen in den VAE und unterstützen auch beim Aufbau von Windkraftanlagen. Während die VAE vorrangig Fahrzeuge, Maschinen und logistische Produkte in Deutschland einkauft, liefern sie Gold, Nichteisenmetalle, Rohöl und Gold. Die VAE fungiert zudem als Netzwerkpartner zur Erschließung weiterer Märkte auf der arabischen Halbinsel.

Autor: Matthias Baumann

Mittwoch, 29. Juli 2026

Bundespräsident entlässt und ernennt CDU-Minister

Nach dem Rücktritt von Jens Spahn als Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag am 18. Juli 2026 musste dieser Posten neu besetzt werden. Dadurch kam es zu einer umfangreichen Umverteilung von Ministerposten und nachgeordneten Führungspositionen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übergab heute die Entlassungs- und Ernennungsurkunden.


Folgende Personalien waren betroffen:

Thorsten Frei, Entlassung als Bundesminister für besondere Aufgaben

Patrick Schnieder, Entlassung als Bundesminister für Verkehr

Nina Warken, Entlassung als Bundesministerin für Gesundheit

Nina Warken, Ernennung zur Bundesministerin für besondere Aufgaben

Carsten Linnemann, Ernennung zum Bundesminister für Gesundheit

Steffen Bilger, Ernennung zum Bundesminister für Verkehr


Die Urkunden wurden im Interimsbau des Bundespräsidialamtes am Spreebogen zwischen Kanzleramt und Innenministerium übergeben. Das war der erste presseöffentliche Anlass in diesem Gebäude nach dem Umzug vom 10. Juli2026. Der Besucher wird zunächst von einem starken Duft nach Holz empfangen und erlebt dann eine Geruchsvielfalt neu verbauter Materialien. Wer moderne Zweckbauten liebt, wird Gefallen an diesem Haus finden und so manch einen Wow-Effekt erleben: beginnend bei den Sichtachsen über die großzügig geschnittene Wache, den futuristischen Fahrstuhl und die Fensterläden bis zur raffinierten Belüftungstechnik.

Autor: Matthias Baumann