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Donnerstag, 23. Juli 2026

7 Botschafter akkreditiert: Georgien, Chile, Honduras, Nigeria, Mauretanien, Vatikan und Madagaskar

Am 23. Juli 2026 wurden sieben Botschafter akkreditiert. Die Akkreditierungen fanden im Gästehaus des Auswärtigen Amtes, der Villa Borsig, am Tegeler See statt. Das Schloss Bellevue wird in den nächsten Jahren saniert und der Interimsbau des Präsidialamtes ist zu klein und wenig repräsentativ. Deshalb finden protokollarische Anlässe dieser Art unter anderem in der Villa Borsig statt. Auch für das Wachbataillon war das der erste Einsatz bei einer Botschafter-Akkreditierung vor der Villa Borsig. Botschafter-Akkreditierungen stellen eines der komplexesten protokollarischen Anlässe dar, weil Ehrenposten, Ehrenzug, Spielmannszug und Flaggenkommando punktgenau interagieren müssen.

In folgender Reihenfolge wurden die Botschafter heute akkreditiert:

Botschafter von Georgien, Aleksandre Kartozia
Botschafter der Republik Chile, Jorge Eduardo Sandrock Carrasco
Botschafterin der Republik Honduras, Sandra Yamileth Ponce Aguilera
Botschafter der Bundesrepublik Nigeria, Ita Solomon James Enang
Botschafter der Islamischen Republik Mauretanien, Sidi Aly Sidi Aly
Apostolischer Nuntius, Erzbischof Hubertus Matheus Maria Van Megen
Botschafter der Republik Madagaskar, Alain Manajary Razafimbelo

Es begann um 10.30 Uhr mit Aleksandre Kartozia aus Georgien. Aleksandre Kartozia ist 67 Jahre alt und hat langjährige Beziehungen zu Deutschland. Von 1977 bis 1979 hatte er an der Humboldt-Universität studiert, später eine deutsche Schule in Tblissi geleitet und an der Viadrina in Frankfurt/Oder gearbeitet. Er ist Sprachwissenschaftler mit Schwerpunkt Deutsch. Georgien hat knapp fünf Millionen Einwohner und ein Bruttoinlandsprodukt von 40 Milliarden USD. Nach dem russischen Überfall und der Abspaltung von Abchasien und Südossetien im Sommer 2008 wendet sich Georgien der NATO zu. Die instabile innenpolitische Situation erfreut sich im Westen allerdings einer gewissen Skepsis, so dass Georgien immer noch bündnislos in der Region umherwabert. Flankiert wird diese Skepsis durch mehr als 12.000 straffällige Georgier, die 2025 allein in Deutschland auffällig geworden sind.

Es folgte der Botschafter der Republik Chile, Jorge Eduardo Sandrock Carrasco. Chile hat 19 Millionen Einwohner und ein Bruttoinlandsprodukt von 363 Milliarden USD. Sicherheitspolitisch ist es eher ruhig in Chile. Man konzentriert sich auf Katastropheneinsätze und die Modernisierung des Materials wie zum Beispiel der Fregatten oder die Anschaffung eines Eisbrechers für Antarktis-Missionen. Chile unterhält gute Beziehungen zu den USA, aber auch zu Brasilien und Kolumbien. Das chilenische Militär war ab 1886 maßgeblich durch den preußischen Hauptmann Emil Körner geprägt worden: Generalstab, Wehrpflicht, Uniformen, Musik und Militärdoktrin. Körner konnte sich auf diese Weise innerhalb weniger Jahre zum Oberbefehlshaber der chilenischen Streitkräfte hocharbeiten.


Die einzige Frau im heutigen Akkreditierungsmarathon war Sandra Yamileth Ponce Aguilera aus der Republik Honduras. Honduras hat knapp zehn Millionen Einwohner und ein Bruttoinlandsprodukt von etwa 41 Milliarden USD. Honduras hat – ähnlich Costa Rica – den Atlantik (Karibik) im Norden und den Pazifik im Süden. Wobei die Pazifikküste als eine Bucht zwischen El Salvador und Nicaragua bezeichnet werden könnte. Organisierte Kriminalität und Drogenschmuggel sind die wichtigsten sicherheitspolitischen Herausforderungen des Landes. Bei deren Behandlung wird Honduras maßgeblich von den USA unterstützt.


Anschließend erschien Ita Solomon James Enang aus der Bundesrepublik Nigeria. Ita Solomon James Enang ist 63 Jahre alt und blickt auf eine langjährige politische Karriere zurück. Bereits 1987 wurde er als politischer Berater engagiert, brachte seine Region wirtschaftlich voran und kandidierte für den Senat der Nordost-Region seines Landes. Nigeria hat über 240 Millionen Einwohner und ein Bruttoinlandsprodukt von 334 Milliarden USD. Sicherheitspolitisch hat Nigeria mit inländischen und internationalen Terrorgruppen umzugehen und nimmt dafür gerne die Hilfe von Deutschland, Großbritannien und den USA in Anspruch. 80 britische Soldaten sind in Nigeria stationiert. Nigeria beteiligt sich an verschiedenen Auslandseinsätzen der UNO. Ansonsten unterhält das Land gute Beziehungen zu Pakistan.


Sidi Aly Sidi Aly wird zukünftig die Islamische Republik Mauretanien vertreten. Mauretanien ist das riesige Land, das Mali im Westen vom Atlantik trennt. Mauretanien hat fünf Millionen Einwohner, ein Bruttoinlandsprodukt von knapp 13 Milliarden USD und eine beeindruckende Wüstenlandschaft, zu der auch die berühmte Richat Structure gehört. Aufgrund der Lage hat das Land erhebliche Herausforderungen bezüglich des grenzüberschreitenden Terrorismus und der zentralafrikanischen Migrationsrouten zu meistern. Kein Wunder also, dass die EU und die USA das Land unterstützen. Ansonsten ist man in Mauretanien eher auf China ausgerichtet.


Der Apostolische Nuntius des Heiligen Stuhls, ErzbischofHubertus Matheus Maria Van Megen, ist der neue Botschafter des Vatikans und löst Erzbischof Nicola Eterovic ab. Dieser hatte den Vatikan von 2013 bis 2026 vertreten und als Doyen (Leiter) des Diplomatischen Korps in Deutschland fungiert. Mit 75 Jahren hat er nun seine Karriere beendet. Normalerweise richtet sich die Rangfolge beim Diplomatischen Korps nach dem Zeitpunkt der Akkreditierung im Gastland. Es ist also auch wichtig, wer heute in welcher Reihenfolge akkreditiert wurde. In Ländern, in denen der Vatikan eine Botschaft unterhält, ist es jedoch üblich, deren Apostolischen Nuntius automatisch als Doyen des Diplomatischen Korps einzusetzen – so auch in Deutschland. Er wird die offiziellen Reden bei diplomatischen Empfängen halten und bei Defilees als Erster den Gastgeber begrüßen. Bei Defilees folgen dann die weiteren Botschafter in der Reihenfolge ihres Akkreditierungszeitpunktes. Erzbischof Hubertus Matheus Maria Van Megen ist 64 Jahre alt und stammt aus Limburg in den Niederlanden. 1987 wurde er zum Priester geweiht, hat langjährige diplomatische Erfahrungen in Afrika, bei der UNO und in Genf. Er spricht fließend Deutsch.


Zum Abschluss der heutigen Akkreditierungen erschien der Botschafter der Republik Madagaskar, Alain Manajary Razafimbelo. Madagaskar ist eine riesige Insel östlich von Tansania, Mosambik und Südafrika. Madagaskar hat 30 Millionen Einwohner und ein Bruttoinlandsprodukt von 21 Milliarden USD. Historisch betrachtet haben die Franzosen ihren Fußabdruck in Madagaskar hinterlassen. Französisch wird dort neben Malagasy als weitere Amtssprache geführt. Worte und Namen in Malagasy sind extrem lang, aber durch den Wechsel von Konsonanten und Vokalen gut aussprechbar. Madagaskar fühlt sich seit seiner Unabhängigkeit von Frankreich mit Russland und China verbunden. Madagaskar hat einige Einzigartigkeiten zu bieten. Dazu gehören die Lemuren, riesige Affenbrotbäume und die Tsingy-Landschaft im mittleren Westen der Insel.


Autor: Matthias Baumann

Dienstag, 13. Januar 2026

Neujahrsempfang des Diplomatischen Korps im Schloss Bellevue

Heute fand der traditionelle Neujahrsempfang des Diplomatischen Korps bei Bundespräsident Steinmeier statt.


Bei weit über 100 diplomatischen Vertretungen und internationalen Organisationen kann allein schon das Defilee mehr als eine Stunde dauern. Normalerweise wird die Begrüßungszeremonie durch den Doyen des Diplomatischen Korps angeführt und erfolgt dann in der Reihenfolge ihrer Akkreditierung. Bei der Akkreditierung kommt es neben dem Datum auch auf die Uhrzeit an. Mitte Dezember 2025 waren noch die drei Botschafter aus Indonesien, der Komoren und von São Tomé und Príncipe in ebendieser Reihenfolge akkreditiert worden.

Dem Defilee schließen sich die Reden des Bundespräsidenten und des Doyen an und gehen dann in ein kurzes Stehbankett über. Letzteres ist im diplomatischen Dienst besonders wichtig, weil dort auf kurzem Wege so manch eine wichtige Verabredung getroffen werden kann. Wenn ein Land diplomatische Beziehungen zum Vatikan unterhält, wird der Doyen in der Regel durch den „Apostolischen Nuntius des Heiligen Stuhls“ gestellt. Seit 2013 fungiert der aus Kroatien stammende Erzbischof Nikola Eterovic als Doyen für das Diplomatische Korps in Deutschland.

Autor: Matthias Baumann

Freitag, 19. Dezember 2025

Botschafter von Indonesien, der Komoren und São Tomé und Príncipe akkreditiert

Das Jahresende und der Neujahrsempfang des Diplomatischen Korps nahen. So wurden heute noch drei neue Botschafter im Schloss Bellevue akkreditiert. Diese bilden dann gemäß ihres Akkreditierungszeitpunktes den Abschluss des Defilees. Bei etwa 130 diplomatischen Vertretungen in Deutschland dauert das Händeschütteln zum Neujahrsempfang gerne mal eine Dreiviertelstunde.

Botschafter-Akkreditierungen stellen auch einen der komplexesten protokollarischen Abläufe für das Wachbataillon dar. Ehrenzug, Ehrenposten und Flaggenkommando müssen exakt aufeinander abgestimmt sein und zum richtigen Zeitpunkt aufeinander reagieren. Heute war die 7. Kompanie, eine Heereskompanie, eingesetzt. Das Zeremoniell je Botschafter dauert eine halbe Stunde. Dass vier bis sechs Botschafter an einem Tag akkreditiert werden, ist durchaus normal. Botschafter wechseln nach etwa drei Jahren – außer der Apostolische Nuntius, der schon seit vielen Jahren den Vatikan vertritt und als Doyen des Diplomatischen Korps fungiert.

Die Frauenquote lag heute bei null. Dafür kamen alle drei Botschafter aus Regionen im Äquatorbereich: Indonesien, Komoren und São Tomé und Príncipe. Botschafter Abdul Kadir Jailani aus der Republik Indonesien eröffnete die Akkreditierungsserie. Indonesier sind besonders hartnäckig in der Forderung, endlich einmal ihre Hymne vom Stabsmusikkorps gespielt zu hören. Leider wurde der passende Staatsbesuch im November 2025 abgesagt.

 

Indonesien hat über 280 Millionen Einwohner. Es liegt zwischen Thailand und Australien. Die Flagge Indonesiens könnte mit der Flagge Polens verwechselt werden. Die Farben sind allerdings vertauscht: Rot oben und Weiß unten. Indonesien verfügt mit seinen 400.500 aktiven Soldaten über die größte Streitmacht in Südostasien. Sie sind für die Innere Sicherheit und den Kampf gegen den Terrorismus zuständig. Beim Kampf gegen den IS gab es eine enge Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten. Auch das Engagement Chinas im Südchinesischen Meer haben dazu geführt, dass die Staaten der Region erhöhte Präsenz zeigen und miteinander kooperieren – auch über religiöse Befindlichkeiten hinweg.

Mit dem nächsten Botschafter, Mohamed Chatur Badaoui von der Union der Komoren, gehen wir westwärts auf dem Globus. Die Inselgruppe der Union der Komoren liegt zwischen der Nordspitze Madagaskars und dem nördlichen Mosambik. Bis 1975 war es eine französische Kolonie und wurde dann von islamischen Kräften übernommen. Seitdem gibt es dort immer wieder bewaffnete Putsche, die aber lediglich das Personal an der Regierungsspitze verschieben. Die Komoren zählen weniger als eine Million Einwohner. Von daher ist es verständlich, dass sie keine eigene Botschaft in Deutschland unterhalten, sondern die europäischen Beziehungen von Frankreich aus bearbeitet werden. Für komorische Botschaftsangehörige gibt es also auch kein deutsches Diplomatenkennzeichen.


Mit José Cardoso dos Ramos Cassandra aus der Demokratischen Republik São Tomé und Príncipe überspringen wir den afrikanischen Kontinent westwärts und landen auf einer Inselgruppe vor Gabun und Äquatorialguinea. Die Inselgruppe stand von 1471 bis 1975 unter portugiesischer Herrschaft. Portugiesisch ist auch heute noch die Amtssprache. Die Bevölkerung ist ethnisch stark durchmischt und weist ein erhebliches Wachstum auf. Waren es vor 75 Jahren nur etwa 60.000 Einwohner, so ist deren Zahl inzwischen auf 200.000 angestiegen.

Auch José Cardoso dos Ramos Cassandra vertritt sein Land in mehreren Staaten Europas. Deshalb gibt es auch für Botschaftsfahrzeuge aus São Tomé und Príncipe kein deutsches Diplomatenkennzeichen.


Autor: Matthias Baumann

Montag, 13. Oktober 2025

Neue Botschafter von Libanon, Bahrain, Ecuador und Ghana akkreditiert

Heute wurden vier Botschafter bei Bundespräsident Steinmeier akkreditiert. Im üblichen Halbstunden-Takt trafen diese bei bestem Fotowetter am Schloss Bellevue ein.

Botschafterin der Libanesischen Republik, Abir Ali, ist seit 1995 im Diplomatischen Dienst beschäftigt und für das Außenministerium des Libanon beschäftigt. Sie war bereits an den Botschaften in Washington D.C., in Kairo, in Rom und in Bahrain eingesetzt. Sie löst den langjährigen Botschafter Dr. Adib Abdul Wahed Mustapha ab, der zwischenzeitlich als Premierminister des Libanon fungiert hatte. Er war der Botschafter mit der längsten Akkreditierungsdauer in Deutschland und durfte deshalb bei Defilees immer direkt nach dem Doyen des Diplomatischen Korps die Hände der Gastgeber schütteln.


Anschließend wurde der Botschafter des Königreichs Bahrain, Ahmed Ebrahim A. Rahman Ahmed Alqarainees, akkreditiert. Bahrain liegt nördlich von Katar und hat eine ähnliche Flagge mit einer weißen und einer roten Fläche, die durch Zacken ineinandergreifen. Das Rot ist allerdings deutlich heller. Die fünf weißen Zacken stehen symbolisch für die fünf Säulen des Islam. Bahrain hat 1,5 Millionen Einwohner und ein Pro-Kopf-Einkommen von 31.591 USD pro Jahr.


Es folgte der Botschafter der Republik Ecuador, Vicente Albornoz. Seine Exzellenz bringt erhebliche Erfahrungen auf den Gebieten Wirtschaft, Haushalt und Finanzpolitik mit. Sein Land hat 18 Millionen Einwohner und erhebliche sicherheitspolitische Herausforderungen wegen seines Nachbarn Venezuela. Aus diesem Grunde bestehen enge Beziehungen zu Kolumbien und den USA. Ecuador verfügt über 39.600 aktive Soldaten und eine bemerkenswert große Reserve von 118.000 Personen.


Besonders farbenfroh wurde es mit dem Eintreffen des Botschafters der Republik Ghana, Ohene Adjei. Er und seine Delegation waren in orange-gelbe Umhänge gekleidet, die ein freundliches Spiel mit dem Sonnenlicht veranstalteten. Professor Adjei studierte an der Universität Hamburg und arbeitete am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg. Er spricht fließend Deutsch und Englisch sowie Twi. Ghana sendet ihn als Hochwertressource, die kulturelle Kenntnisse und bestehende Kontakte nutzen und damit seinem Land in wirtschaftlicher, kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht dienen soll.


Autor: Matthias Baumann

Donnerstag, 11. September 2025

G95 HK416: Militärattachés dürfen das neue Sturmgewehr schießen

Heute fand auf dem Truppenübungsplatz Lehnin südlich von Berlin das jährliche MilAtt-Schießen statt. MilAtt ist die Abkürzung für Militärattaché. Das Wachbataillon ist vom Ministerium beauftragt, einmal im Jahr diesen Schießwettkampf durchzuführen.


20 Verteidigungsattachés waren der Einladung des Referats MEO I 4 gefolgt. Ein Tag in der Natur, ein Tag fernab des Schreibtischs, ein Tag ohne das Schreiben von Berichten. Wobei, einen Bericht wird wohl jeder im Anschluss geschrieben haben: Einen Bericht über das Sturmgewehr G95 (HK416 von Heckler & Koch).

Das G95 gibt es schon länger bei der Bundeswehr. Es war allerdings den Spezialkräften wie dem KSK vorbehalten. Demnächst soll es flächendeckend in der Truppe das G36 ersetzen. Das G95 ist einige Gramm schwerer als das G36, hat aber einen weiter nach hinten verlagerten Schwerpunkt, der die Ermüdung im Anschlag reduziert. Es wirkt kompakter und ist griffiger als das G36. Die Lackierung ist grünbraun (RAL 8000). Der Laie würde von „sandfarben“ sprechen. Auch wenn man es ihm nicht ansieht: Das G95 ist schmaler als das G36. Weil auch die Magazine schmaler sind, lassen sich diese besser aus der Tasche ziehen oder wegstecken. Das kann im Kampf wertvolle Zeit sparen.

Das Magazin fasst 30 Patronen (5,56 x 45mm) und wird senkrecht in die Waffe eingeführt, obwohl es den Eindruck vermittelt, man müsse es leicht angewinkelt von vorne aus einsetzen. Der Hebel zum Spannen der Waffe befindet sich hinten und nicht an der Seite wie beim G36. Das wird wohl der wesentliche Gewöhnungsbedarf bei der Umstellung auf das G95 sein.  Nach Entsicherung ist die Waffe „Klar zum Gefecht“. Spezialkräfte zielen durch eine Optik von EOTech, die den bekannten roten Punkt sowie einen Kreis darum abbildet. Für weitere Entfernungen lässt sich eine Vergrößerungsoptik davor klappen. Fällt die Optik aus, können die rechts im 45-Grad-Winkel angebrachten Kimme und Korn genutzt werden. Das G95 wird dann auch in diesem Winkel geschossen. Das Standard-G95 wird zunächst mit einer Optik ausgeliefert, bei der der rote Punkt (ohne roten Kreis) oben und die 4x30er Fadenkreuz-Optik darunter angebracht sind.

Sturmgewehr G95

 

 

 

 

 

Den Militärattachés standen 20 Patronen zur Verfügung. Damit sollten sie Ziele in unterschiedlicher Entfernung bekämpfen und dabei auch die verschiedenen Zielvorrichtungen kennenlernen. Parallel wurde die Granatpistole 40mm – angebracht an einem G36 – absolviert. Da das Zielen damit nicht so einfach ist, gab es für jeden Treffer satte vier Punkte. Viele Punkte gab es auch beim Schießen mit dem Scharfschützengewehr G82 (12,7mm) und den Pistolen P1 und P8. Während die P8 die Standardpistole des Wachbataillons ist, wird die P1 nur noch zu Protokolleinsätzen mitgeführt. Besonderen Spaß hatten die Attachés mit dem schweren Maschinengewehr (12,7mm). Viele hatten eine Waffe dieser Art noch nie geschossen. Jedem standen 150 Patronen zur Verfügung. Sieger des Wettbewerbs wurde der Verteidigungsattachéaus Slowenien.

Autor: Matthias Baumann