Freitag, 5. April 2013

Preußische Gesellschaft

Nachdem wir bereits an mehreren hochinteressanten Veranstaltungen der Preußischen Gesellschaft teilgenommen hatten, trafen wir uns gestern mit Volker Tschapke, dem Präsidenten der Preußischen Gesellschaft.

Preußische Gesellschaft Hilton Gendarmenmarkt
Preußische Gesellschaft am Gendarmenmarkt
Bei Tee und Kaffee im Foyer des Hilton am Gendarmenmarkt plauderten wir über weltpolitische Entwicklungen, gemeinsame Bekannte und Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit.

Bemerkenswert ist die außerordentlich weitreichende regionale und internationale Vernetzung von Volker Tschapke. So ist es gang und gäbe, dass bei Veranstaltungen der Preußischen Gesellschaft immer eine erlesene Schar von Botschaftern und Attachés zugegen ist. Das reichhaltige Infomaterial zur Preußischen Gesellschaft wird daher auch immer mit der neuesten Ausgabe des Diplomatischen Magazins ergänzt. Viele der Exzellenzen sind mit Volker Tschapke als Freund verbunden, so dass er mit ihnen in der außerprotokollarischen Du-Form redet.

Die Preußische Gesellschaft hat sich per Satzung der Erforschung und Darstellung preußischer Geschichte und Tradition verpflichtet. Eine Tradition, die erheblich zur Entwicklung unseres Landes und zur Etablierung klar definierter Werte in unserer Gesellschaft beigetragen hatte. Werte übrigens, die an Deutschen auch über die Grenzen hinaus geschätzt werden. Hier sieben "Preußische Tugenden":

1) Arbeits- und Leistungsbereitschaft
2) Pflichterfüllung
3) Ehrlichkeit
4) Treue Verantwortung
5) Gerechtigkeit
6) Sparsamkeit
7) Toleranz

Im Anschluss an unser Gespräch mit Volker Tschapke fand das monatliche Preußenforum statt. Gastredner war diesmal Prof. Rainer Mannel von der TU. Er referierte über "Konfliktherde in Nord-Nordwestafrika (Mali) & Syrien".

Preußische Gesellschaft Preußenforum
Preußische Gesellschaft - Preußenforum mit Prof. Mannel
Prof. Mannel machte deutlich, dass Mali und Syrien  Themen sind, die uns deutlich mehr tangieren, als es die Medien uns glauben lassen wollen. Es wurden Hintergründe beleuchtet, energiepolitische Interessen von Drittstaaten erörtert und einige beunruhigende Zukunftsszenarien dargestellt.

Auch wenn er die volle Aufmerksamkeit der Zuhörerschaft genoss, musste er den Vortrag stark kürzen. Als Essenz konnte man entnehmen, dass der eigentliche Konfliktherd im Nahen Osten liegt, wo der Ölpreis festgelegt wird, asymmetrische Konflikte ausgetragen werden, ökologische Lasten zu bewältigen sind und religiöse Konflikte auf die ganze Welt übertragen werden sollen. Den Arabischen Frühling betrachtete Prof. Mannel in Sicht auf das entstandene politische Vakuum sehr skeptisch.

Seinen Vortrag schloss er mit den Worten "Die Geschichte lehrt ständig, findet aber keine Schüler."

Dank der Moderation von Volker Tschapke wurde die anschließende Fragerunde kein Podium für Koreferate, sondern konnte für zielführende Fragestellungen genutzt werden.

Autor: Matthias Baumann

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