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Donnerstag, 13. August 2026

Internationales Jugendcamp 2026 des Volksbundes in Berlin

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. veranstaltet regelmäßig internationale Jugendcamps, bei denen Jugendliche und junge Erwachsene Kriegsgräber reinigen, sich mit den Biografien der Toten beschäftigen und Gedenkstätten in der jeweiligen Region anschauen.


Im August 2026 waren 25 junge Menschen aus zehn Ländern nach Berlin gekommen und haben Kriegsgräber auf dem Friedhof In den Kisseln in Berlin-Spandau gepflegt. Heute fand die abschließende Gedenkstunde mit Totengedenken, Schweigeminute und dem Niederlegen weißer Rosen statt. Wegen der internationalen Zusammensetzung der Teilnehmer wurde die Veranstaltung auf Deutsch und Englisch abgehalten. Neben Bezirkspolitikern verschiedener Parteien waren auch Offiziere der Bundeswehr und Vertreter der ausländischen Militärattachéstäbe anwesend.

Autor: Matthias Baumann

Montag, 20. Juli 2026

Gedenkstunde und Gelöbnis am 20. Juli 2026

Am 20. Juli 1944 war eines von vielen Attentaten auf Hitler gescheitert. Daraufhin waren fünf hochrangige Offiziere, die an der „Operation Walküre“ beteiligt waren, im Bendlerblock hingerichtet worden. Den Auftakt zum 82. Jahrestag dieses Geschehens bildete eine Gedenkstunde mit Kranzniederlegung im Ehrenhof des Bendlerblocks an der Gedenkstätte Deutscher Widerstand.


Neben Bildungsministerin Karin Prien, die von ihrer jüdischen Familie berichtete, hielt auch Stefan Evers ein Grußwort. Stefan Evers ist Finanzsenator von Berlin und soll den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner ablösen, falls die Berliner CDU noch einmal das Wählervotum für sich entscheiden kann.

Am Nachmittag fand bei moderaten Temperaturen und ohne Regen das Feierliche Gelöbnis auf dem Paradeplatz des Bendlerblocks statt.


Die Reden hielten Verteidigungsminister Boris Pistorius und der Schriftsteller Dr. Navid Kermani.

Angetreten waren Rekruten aus folgenden Einheiten:
10. Kompanie des Fallschirmjägerregiments 26 aus Merzig
8. Kompanie des Luftwaffenausbildungsbataillons aus Roth
5. Kompanie des Wachbataillons aus Berlin
Ausbildungs-/Schutzkompanie Wilhelmshaven I des Marinestützpunktkommandos Wilhelmshaven
1. Kompanie des Logistikbataillons 171 aus Burg
3. Kompanie des IT-Bataillons 383 aus Erfurt
4. Inspektion der Schule für Feldjäger und Stabsdienst aus Hannover

Autor: Matthias Baumann

Dienstag, 27. Januar 2026

Kranzniederlegung zum 20. Todestag von Bundespräsident a.D. Johannes Rau

Vor 20 Jahren starb Johannes Rau. Er war von 1999 bis 2004 Bundespräsident. Wegen seines klaren Bekenntnisses zum Christentum wurde er zuweilen auch als „Bruder Johannes“ bezeichnet. Während die CDU eine starke Fraktion von Katholiken beheimatet, finden sich in der SPD die Protestanten. So ist es kaum verwunderlich, dass an der heutigen Kranzniederlegung auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte neben dem amtierenden Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier (SPD) weitere SPD-Politiker teilgenommen haben.


Die Kranzniederlegung war ein guter Anlass, noch einmal das Wirken von Johannes Rau ins Gedächtnis zu rufen. Er war als Politiker der alten Schule im Gedächtnis geblieben und Bürger, die ihn noch bewusst erlebt hatten waren erschrocken, dass er nun schon 20 Jahre tot ist. Statt einer Grabrede las die Witwe des Präsidenten a.D. die Tagesverse aus der Herrnhuter Losung vor. Auf seinem Grabstein ist der provokante Vers zu lesen: „Dieser war auch mit dem Jesus von Nazareth.“ Im Kontext geht es um Petrus, der sich aus der Ferne die Verurteilung von Jesus anschaut und plötzlich als dessen Anhänger erkannt wird. Kurz darauf hat Petrus so getan, als kenne er Jesus nicht.

Autor: Matthias Baumann

Sonntag, 16. November 2025

Volkstrauertag 2025 und die vielen Gedenkveranstaltungen in Berlin

Zwei Wochen vor dem 1. Advent findet der Volkstrauertag statt. Diesmal fiel er auf Sonntag, den 16. November 2025. Schon am Samstag hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. alle Hände voll zu tun. Er gestaltet oder begleitet am Wochenende des Volkstrauertages so viele Veranstaltungen, dass sich die Verantwortlichen aufteilen müssen und für Außenstehende kaum ein Überblick zu behalten ist. Wir haben an den zwei Tagen sechs Veranstaltungen begleitet.

Es begann am Samstag um 12 Uhr mit der Gedenkfeier des Jugendarbeitskreises des Landesverbandes des Volksbundes. Diese findet traditionell in Plötzensee statt. Jugendliche stellen die Ergebnisse von Geschichtsprojekten vor und lesen das Totengedenken. Sie sind voll bei der Sache und engagieren sich auch übers Jahr bei der Pflege von Grabstätten, bei Vorträgen oder Einsätzen im Ausland. Es besteht reger Kontakt zu Jugendlichen ausländischer Kriegsgräber-Organisationen.


Am späten Nachmittag fanden sich die in Deutschland akkreditierten Militärattachés zur Gedenkstunde auf dem Standortfriedhof Lilienthalstraße in Neukölln ein. Die hereinbrechende Dunkelheit wird dort traditionell von Fackelträgern des Wachbataillons erhellt. Die Gedenkrede hielt diesmal der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär beim BMVg, Dr. Peter Tauber.


Am Sonntag im Morgengrauen trafen sich das Landeskommando Berlin, der Generalinspekteur, die Landespolizei, die Landespolitik und der israelische Verteidigungsattaché, um auf dem Jüdischen Friedhof in Weißensee Kränze niederzulegen. Die Gedenkrede hielt die Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, Cornelia Seibeld. Auch der Militrärbundesrabbiner Szolt Balla und die ehemalige Wehrbeauftragte, Dr. Eva Högl, waren zugegen. Der aktuelle Wehrbeauftragte, Henning Otte, hatte sich bei allen Kranzniederlegungen vertreten lassen.


Die nächste Gedenkstunde fand um 10.30 Uhr im Bendlerblock statt. Hier waren die Angehörigen der im letzten Jahr verstorbenen Bundeswehrsoldaten eingeladen. Auch Militärattachés und hochrangige Generale und Admirale nahmen an der Veranstaltung teil. Die Gedenkrede hielt der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer. Der Kranz des Wehrbeauftragten war kurzerhand weggelassen worden, weil weder er noch ein Vertreter erschienen waren.


Gegen 12.30 Uhr legten die Verfassungsorgane – also Bundespräsident, Bundeskanzler, Bundestagspräsidentin und Präsident des Bundesverfassungsgerichtes – ihre Kränze an der Neuen Wache nieder. Der Präsident des Bundesrates, Andreas Bovenschulte, war nicht erschienen. In der zweiten Reihe legten der Regierende Bürgermeister von Berlin, die Präsidentin des Abgeordnetenhauses, der Generalinspekteur und der Präsident des Volksbundes, General a.D. Wolfgang Schneiderhan ihre Kränze nieder. Als Staatsgast war diesmal der italienische Präsident, Sergio Mattarella, erschienen.


Nach dieser Kranzniederlegung ging es in den Deutschen Bundestag zur zentralen Gedenkfeier mit Rede des italienischen Präsidenten. Für den Abend hatte der Volksbund zum Abschluss des Gedenkwochenendes zu einen Konzert mit dem Stabsmusikkorps im Berliner Dom eingeladen. Oberstleutnant Kiauka und Frau Hauptmann Holzschuh zeigten hier die Fähigkeiten dieses einzigartigen Klangkörpers. Sie überraschten die Zuhörer wieder mit völlig neuen Stücken.

Autor: Matthias Baumann

Montag, 10. November 2025

US-Veteranen legen Kränze am Ehrenmal der Bundeswehr nieder

Fünf amerikanische Veteranen des Zweiten Weltkriegs waren als Teil des Battlefield Return Programs zum NFL-Spiel im Olympiastadion angereist. Die fast 100-Jährigen kombinierten damit den Kampf auf dem Spielfeld und den Kampf, den sie einst um Deutschland gekämpft hatten. Heute legten sie Kränze am Ehrenmal der Bundeswehr und an der Gedenkstätte des 20. Juli 1944 im Bendlerblock nieder. Diese Geste der Versöhnung wurde von einigen in Deutschland akkreditierten Verteidigungsattachés begleitet. Gastgeberin im BMVg war die Stellvertretende Generalinspekteurin, Frau Generaloberstabsarzt Dr. Nicole Schilling.


Nach der Kranzniederlegung sprach Frau Dr. Schilling mit den Veteranen und übergab jedem von ihnen einen Coin. Coins sind schwere Münzen mit individueller Prägung, deren Übergabe für Soldaten einen hohen ideellen Wert darstellen. Anschließend fuhren sie zum Schloss Bellevue und wurden dort vom Bundespräsidenten empfangen.

Autor: Matthias Baumann