Sonntag, 24. November 2013

14. jährliches Treffen der Deutsch-Französischen Wirtschaftsklubs und -kreise

Schon seit Wochen hatten wir uns auf das 14. Jahrestreffen der Deutsch-Französischen Wirtschaftsklubs und -kreise gefreut. Gesellschafter Andreas Eichler rezitierte bei unseren gemeinsamen Fahrten zu Kundenterminen das Programm der Jahrestagung, die in diesem Jahr durch den DFWK Deutsch-Französischen Wirtschaftskreis in Berlin organisiert wurde. Nach dem Rotationsprinzip findet diese Konferenz immer an anderen Orten statt. Im nächsten Jahr in Frankreich am Meer.

DFWK Rotes Rathaus
DFWK im Wappensaal des Roten Rathauses
Am Donnerstag trafen sich zunächst die Präsidenten der fast zwanzig Wirtschaftskreise zum gegenseitigen Austausch.

Um 19:00 Uhr fand dann im Roten Rathaus die Auftaktveranstaltung mit einem "Get Together avec tous les participants" statt. Gonzague Dejouany (Präsident des DFWK und CEO der EDF Deutschland GmbH) sagte bei seinen einleitenden Worten, dass es nichts Schlimmeres gäbe, als wenn sich ein Deutscher und ein Franzose in Englisch unterhalten. Soviel zum "Get Together".

Überhaupt erfreute uns Monsieur Dejouany im Gesamtverlauf der Tagung mit seinen charmant vorgetragenen und intelligent humorvollen Sätzen.

DFWK Rotes Rathaus
Carmen Uhl und Andreas Eichler im Roten Rathaus
Staatssekretärin Hella Dunger-Löper war als stellvertretende Hausherrin des Roten Rathauses die Hauptrednerin des Abends. Da Franzosen jedoch lieber gutes Essen genießen als lange Reden zu hören, wurde auch bald das Buffet eröffnet und das Networken, oh pardon, schon wieder Englisch, konnte beginnen. Uns begegnete eine herzliche Offenheit. Wir führten viele Gespräche, tauschten Visitenkarten aus und hatten auf diese Weise eine gute Grundlage, die neuen persönlichen Kontakte am Folgetag weiter zu vertiefen.

Der Freitag begann um 9:30 Uhr mit Willkommensgrüßen des Französischen Botschafters Maurice Gourdault-Montagne und des DFWK-Präsidenten Gonzague Dejouany. Anschließend sprach Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlandes, über die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich aus Sicht eines wichtigen Bundeslandes im Grenzbereich von Frankreich und Luxemburg. Viele Arbeitnehmer passieren täglich die nicht mehr vorhandenen Grenzen, um im Nachbarstaat ihren Tätigkeiten nachzugehen. Annegret Kramp-Karrenbauer hatten wir bereits mehrfach als engagierte Politikerin kennengelernt, die insbesondere bei frei gehaltenen Reden mit einem hohen Maß an Sachverstand punkten kann. Von den Franzosen wird sie sehr geschätzt, da sie sich aktiv für die Förderung deutsch-französischer Zusammenarbeit einsetzt. Sie ist auch Ehrenmitglied des DFWK.

DFWK Französische Botschaft Kramp-Karrenbauer
Annegret Kramp-Karrenbauer in der Französischen Botschaft
Überhaupt wurde während der Tagung mehrfach darauf eingegangen, dass Europa an weltpolitischer Bedeutung verliere und eine Einheit deshalb zwingend erforderlich sei. Nationale Befindlichkeiten seien für den nachhaltigen Fortbestand des "alten Kontinents" nicht förderlich.

Eine besonders ambivalent bewertete Rede hielt REWE-Chef Alain Caparros. Seine Rede hatte solch einen Eindruck hinterlassen, dass in den Pausen, beim Fußmarsch zum Kanzleramt und sogar in der Rede des Botschafters zum abendlichen Cocktail-Empfang darauf eingegangen wurde. Alain Caparros sprach auf Deutsch und über Weichenstellungen in seinem Unternehmensalltag. Es war zu spüren, dass er sich mit den von ihm geführten Unternehmen ehrlich auseinandersetzt und die Größe hat, auch unangenehme Entscheidungen zu treffen. Mit Alain Caparros hat der REWE-Konzern eine Persönlichkeit mit Format gewonnen. Eine Persönlichkeit, die ihre Meinung sagt und vertritt, auch wenn dabei einige Fettnäpfchen durchschritten werden.

DFWK Französische Botschaft REWE Alain Caparros
REWE-CEO Alain Caparros in der Französischen Botschaft
Vor dem "Lunch vor Ort" kamen diverse Direktoren, Gesandte, Beauftragte und Präsidenten zu Wort, die die unterschiedlichsten franco-allemand-Themen streiften. Besonderes Interesse wurde der Schaffung von Arbeitsplätzen in Frankreich zugemessen. Die Jugendarbeitslosigkeit sei inzwischen sehr hoch und Investoren sind herzlich willkommen. Vorgestellt wurde auch das gemeinsame Logo des Netzwerkes der Deutsch-Französischen Wirtschaftsclubs und abschließend wurden noch die Preise für "Avenir-Zukunft" und "Engagement" verliehen.

Nach dem Mittagsbuffet ging es zu den unterschiedlichen Kulturprogrammen, von denen wir das Bundeskanzleramt gewählt hatten.

Der krönende Abschluss des 14. Jahrestreffens fand dann im Rahmen eines Cocktailempfangs in der Französischen Botschaft statt.

Autor: Matthias Baumann