Der Nationale Sicherheitsrat (NSR) steckt in Deutschland
noch in den Kinderschuhen. Seine „Mutter“ ist die Politologin Christina Moritz.
In ihrem kurzweilig geschriebenen „Buch zum Nationalen Sicherheitsrat“ stellt
sie fest, dass er noch nicht so wirklich laufen gelernt hat.
Bereits 2016 hatte sie ihr Konzept zum NSR vorgestellt und
war auf sehr unterschiedliche Reaktionen gestoßen. Da gab es die Bedenkenträger,
die Verhinderer sowie die Sammler neuer Posten.
Umso erstaunter war die
Autorin, dass mit Beginn der Regierung Merz auch die Gründung eines NSR auf die
Tagesordnung kam. Seitdem wurde der NSR mehrmals einberufen, um aktuellen
Ereignissen wie dem Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig oder Anschlägen
auf die Stromversorgung hinterher zu hecheln.
Wenn es nach Christina Moritz ginge, würde das Alles viel schneller und konzeptionell besser strukturiert ablaufen. Sie plädiert nicht nur für eine
Rotation der Spitzenposten, sondern auch für eine breite Sicht in die
Gesellschaft. So sollten Informationen von Wirtschaft, Bürgern, Institutionen,
Behörden und Diensten gleichermaßen betrachtet und daraus ein realistisches
Lagebild gebaut werden.
Das Buch ist in kurze Kapitel eingeteilt, die auch selektiv
oder in einer anderen Reihenfolge gelesen werden können. Die Überschriften
geben das Thema vor und referenzieren auf bekannte Zitate und Ereignisse von Bibel
bis Star Trek.
Autor: Matthias Baumann