Am 30. Juni 2026 wurde im Beisein der Verteidigungsminister Deutschlands, der Niederlande sowie Estland und Lettland das Verantwortung für den Schutz der NATO-Ostflanke im nördlichen Baltikum vom Multinationalen Korps Nordost (MNC NE) an das 1. Deutsch-Niederländische Korps (1GNC) übertragen.
Als Ort für den Übergabeappell hatte man sich den estnisch-lettischen Grenzort Valga/Valka ausgesucht. Die Stadt wird durch einen kleinen Fluss geteilt, an dem die Grenze der zwei baltischen Staaten verläuft. Würden nicht ab und zu kleine Hinweisschilder angebracht worden sein, würde der Besucher gar nicht merken, dass er eine Staatsgrenze überschreitet. Diegemeinsame Geschichte der geteilten Stadt reicht nachweislich bis ins Jahr 1286zurück. Valga/Valka liegt an einem strategischen Knotenpunkt, der wichtige Städte in Estland und Lettland miteinander verbindet.
Die NATO zeigt hier zwar Präsenz, das 1. Deutsch-Niederländischen Korps wird aber nach wie vor vom Hauptquartier Münster aus geleitet. Neben Generalleutnant Mirow, dem deutschen Kommandeur des 1GNC waren auch der polnische Generalleutnant Parylak, der Kommandeur des scheidenden MNC NE, und der amerikanische General Donahue beim Übergabeappell dabei. General Donahue ist der Kommandeur des NATO-Landkommandos (LANDCOM). Er übergab das Kommando vom MNC NE an das 1GNC. Alle drei Generale und die vier Minister richteten Grußworte an die angetretene Truppe und die Gäste.
Aus Deutschland waren Verteidigungsminister Boris Pistorius, der Generalinspekteur, General Carsten Breuer, und der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Dr. Christian Freuding, angereist. General Ingo Gerhartz, der ehemalige Inspekteur der Luftwaffe, war als Kommandeur des Joint Force Command Brunnssum (HQ JFCBS) dabei.
Autor: Matthias Baumann
