Zeitgleich zum Besuch des britischen Premierministers AndrewBurnham fand gestern in der Julius-Leber-Kaserne das Game of Remembrance 2026 statt.
Das Game of Remembrance wird seit 2012 jährlich zwischen Angehörigen der deutschen und der britischen Streitkräfte ausgetragen. Es erinnert an gemeinsame Fußballspiele während der Waffenruhe 2014 im Ersten Weltkrieg. Gleichzeitig erinnert es aber auch an die Gefallenen auf beiden Seiten.
Während im Spiel mit harter Siegesperspektive gekämpft wird, werden davor und danach die guten Beziehungen der beiden Nationen gepflegt. Zwischen Bundeswehr und den britischen Streitkräften gibt es verschiedenen Schnittmengen, die gemeinsame Übungen, das Pionierbrückenbataillon 130 in Minden, den GTK Boxer und weitere Themen umfassen. Auf dem Truppenübungsplatz Bergen arbeiten immer noch Briten, die sich so mit Deutschland angefreundet hatten, dass sie 1994 nicht auf die Insel zurückgekehrt waren.
Die britischen Mannschaften (Frauen und Männer) wurden in diesem Jahr durch den britischen Zweig des deutschen Unternehmens Heckler & Koch gesponsert. Das Team der Bundeswehr-Fußball-Nationalmannschaft braucht kein Sponsoring, da es auf ohnehin vorhandene Ressourcen der Bundeswehr wie Busse, Transportmaschinen, Truppenküchen und Unterkünfte zurückgreifen kann. Der Kader rekrutiert sich aus sämtlichen Dienstgradgruppen und Zivilangestellten der Bundeswehr.
Beim gestrigen Spiel wurde teilweise bei Starkregen unermüdlich gekämpft. Das deutsche Männerteam war zur Halbzeit mit 1:0 in Führung und konnte diese Führung kurz nach der Halbzeit mit einem 2:0 festigen. Die Freude währte jedoch nicht lange, da die Briten kurz hintereinander drei Tore schossen. Am Ende trennten sich die Mannschaften mit einem 4:3 für Deutschland.
Autor: Matthias Baumann