Heute Abend wurde im Beisein von Verteidigungsminister Boris Pistorius in Berlin-Gatow mit einem Großen Zapfenstreich der 70. Gründungstag der Luftwaffe gefeiert.
Die Luftwaffe blickt auf eine bewegte Zeit zurück. Während des Kalten Krieges waren die Auslandseinsätze der Luftwaffe vorrangig humanitärer Natur. So leistete sie in Äthiopien, Sudan, Mosambik und Marokko Hilfe bei Naturereignissen. Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung wurden NVA-Soldaten und deren Technik wie die MiG-29 in die Bundeswehr eingegliedert. Ab 1991 wurde es robuster und die Luftwaffe nahm an der Operation Ace Guard im Golfkrieg, der Sarajevo-Luftbrücke, der Operation Deliberate Force in Bosnien und der Operation Allied Force im Kosovo teil. Seit den islamistischen Anschlägen auf das World Trade Center in New York City am 11. September 2001 ist die Luftwaffe zunehmend mit globalen Krisen und der Bündnisverteidigung beschäftigt. Dazu gehört der langjährige Einsatz in Afghanistan und die dramatische Evakuierungsaktion im August 2021. Einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der NATO-Ostflanke leistet die Luftwaffe beim Air Policing in Rumänien und Polen, aber auch im GIUK-Gap (Seewege zwischen Grönland, Island und Großbritannien). 2024 und 2025 warfen A400M der Luftwaffe Lebensmittel über Gaza ab. Zu erwähnen wäre hier auch noch die Großübung Pacific Skies 2024, bei der von Alaska über Japan und Australien bis nach Indien zusammen mit europäischen und regionalen Partnerstreitkräften trainiert wurde.
Autor: Matthias Baumann