Donnerstag, 16. Januar 2014

Premium und die Fashion Week

Nach der Auftaktveranstaltung zur Fashion Week, dem Premium Young Designers Award, war es ein Muss, dass wir uns auch die Ausstellungen und Veranstaltungen rund um die Fashion Week ansehen. Die Fashion Week in Berlin übt solch eine Anziehungskraft aus, dass sogar Senatoren eher an der Fashion Week teilnehmen, als bei wirtschaftspolitischen Neujahrsempfängen zu reden.

Premium Fashion WeekDie Kreuzung vor den Event- und Messehallen der Premium Exhibitions ist besonders zur Fashion Week mit schwarzen Shuttle-Fahrzeugen und Taxen gefüllt. Auch im Eingangsbereich hatten sich längere Schlangen gebildet und die Ordnungskräfte wirkten etwas gestresst. Dennoch fanden wir gleich in der Nebenstraße einen Parkplatz und konnten uns nun selbst ins Getümmel stürzen.

Auf dem Messegelände verteilten sich die Besucher jedoch ganz gut. Auffällig waren die vielen gut aussehenden Menschen an den Messeständen und in den Gängen. So manch ein exklusives Stück regte zum Impulskauf an, wobei uns mitgeteilt wurde, dass es hier eher um Vorbestellungen für die nächste Saison gehe und dass die Ausstellungsstücke nicht verkäuflich seien. Teilweise waren die Artikel so trendy, dass wir sie nicht fotografieren durften.

Die Bandbreite des Themas Fashion ist enorm. Das beginnt mit den klassischen Kleidungsstücken wie Hosen, Jacken, Hemden und Kleidern, setzte sich dann bei Taschen, Gürteln und Schuhen fort, beschäftigte sich mit Schmuck und gipfelte letztlich in einer richtungsweisenden Brillenmode im Stil von Woody Allen.

Sehr spannend! Die Event- und Messehallen von Premium Exhibitions bieten allein schon genügend reizvolle Bildmotive, gefüllt mit den Ausstellern aus der internationalen Modebranche kam die Kamera gar nicht mehr zum Stillstand. Deshalb gibt es nachfolgend eine etwas größere Auswahl an Fotos.

In einem Parallelgebäude fand die SEEK statt. SEEK ist eine Modemesse, die sich mit alltagsgerechter Kleidung an vorwiegend junge Leute richtet.

Ein Tag in Kreuzberg, in den Hallen von Premium Exhibitions, umflutet von der Fashion Week ist schon ein interessantes Erlebnis.

Autor: Matthias Baumann



Premium Fashion Week
Premium Fashion WeekPremium Fashion Week
Premium Fashion Week
Premium Fashion Week
Premium Fashion Week
Premium Fashion Week
Premium Fashion Week
Premium Fashion Week
SEEK Fashion Week

Mittwoch, 15. Januar 2014

BID Jahresempfang 2014

Wahlergebnis und Koalitionsverhandlungen hatten auch einen Einfluss auf den heutigen BID Jahresempfang 2014. War doch bei unserer rechtzeitigen Anmeldung ein Grußwort des damaligen Bau- und Verkehrsministers Dr. Peter Ramsauer angekündigt. Nun wartete Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit einer auf die Immobilienwirtschaft zugeschnittenen Rede auf. Übrigens ihre erste öffentliche Rede in dieser Funktion.

BID Jahresempfang 2014
BID Jahresempfang 2014 - Bundesministerin Hendricks
Dr. Andreas Mattner, Vorsitzender der BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deuitschland und Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, und die Bundesministerin spielten sich gekonnt die Bälle zu. Der BID-Vorsitzende präsentierte zunächste einige Zahlen, die die Immobilienbranche als wichtigen Player der deutschen Wirtschaft darstellten. "Fordern Sie uns", war seine Aufforderung an die Politik und damit ein klares Signal für eine konstruktive Zusammenarbeit.

Der Koalitionsvertrag habe der Immobilienwirtschaft so manch eine "harte Nuss" gebracht, die es zu knacken gelte. Darauf stieg Frau Dr. Hendricks ein, indem sie auf die "schokoladenummantelten Nüsse" hinwies, die man nicht mehr knacken, sondern nur noch verspeisen müsse. "Was in der Immobilienwirtschaft Rang und Namen hat, ist hier", war einer ihrer ersten Sätze und dieser Feststellung folgend, platzierte sie die Sicht der Politik auf die Immobilienwirtschaft genau an der richtigen Stelle. Sie sprach sich für seniorengerechtes Wohnen, die Mietpreisbremse und ein "Bündnis für das Wohnen" aus.

Beim anschließenden Networken stellte einer der Gäste fest, dass Bundesministerin Hendricks ja eine erhebliche Ressortbreite von Bau bis Reaktorsicherheit zu bedienen habe, und es eine beachtliche Leistung sei, sich darin zu behaupten.

Da die BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland unter anderem auch der DDIV, der BVI, der BFW und der IVD angehören, trafen wir an diesem Abend auch die Schlüsselpersonen dieser Verbände wieder.

Autor: Matthias Baumann

Montag, 13. Januar 2014

Premium Young Designers Award

The Winners are ...

Die drei jungen Damen Na Di, Jayne Hemsley und Louise Körner hatten die Fachjury beim Premium Young Designers Award mit Können und Talent in den drei Kategorien Menswear, Accessories und Womenswear überzeugt. So unterschiedlich die bewerteten Bereiche auch sind und so unterschiedlich die Herkunft der preisgekrönten Young Designers ist, so haben sie doch eine wichtige Gemeinsamkeit: ihre Modeheimat Großbritannien.

Die Young Designers waren nach der Preisverleihung sofort von interessierten Gästen umringt. An den Wänden des Untergeschosses des Wyndham Grand Berlin flimmerten die prämierten Arbeiten über großflächige Bildschirme.

Neben uns stand Jayne Hemsley mit ihrer Taschenkreation aus dunklem italienischen Leder in den tiefen warmen Trendfarben, die die Mode im Herbst/Winter 2014/2015 bestimmen werden.

Rege wurde die Fotoleinwand mit dem Premium-Schriftzug genutzt. Models hatten ihre Fotografen mitgebracht und posierten in den unterschiedlichsten Stellungen. Mir wurde eine schwere Kamera in die Hand gedrückt, damit auch der Fotograf mal zusammen mit seiner Modeschönheit im Bild sein konnte.

Unsere Töchter hatten sich schon lange einmal einen Besuch bei der Fashion Week gewünscht. Diese Auftaktveranstaltung im Wyndham Grand Berlin war ein willkommener Anlass, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.

Wir tauchten in das bunte Meer der Models, Designer und Labelbetreiber ein, ließen uns mit den Leckereien des Buffets verwöhnen und konnten der Anziehungskraft der Fotowand nicht widerstehen.

Leider war Jayne Hemsley mit ihrer eleganten Tasche so schnell verschwunden, dass wir sie leider nicht mehr für unsere Gruppenfotos gewinnen konnten. Dafür hatten wir aber viel Freude mit der aus Peking stammenden Na Di und mit der an der renommierten Universität Central Saint Martins ausgebildeten Louise Körner, die übrigens trotz ihres deutschen Namens nur Englisch sprach. Englischsprachige Frauen mit deutschem Namen können zu durchaus wichtigen Schlüsselpersonen werden. So wurde auch Elvis Presley letztlich durch das Engagement der SUN-Studio-Mitarbeiterin Marion Keisker der Weg zu seinem Erfolg geebnet. Wir sind gespannt, wie es mit den drei Preisträgerinnen weitergeht.

Vielen Dank an Premium Exhibitions für diese interessante Veranstaltung.

Autor: Matthias Baumann

Samstag, 11. Januar 2014

IHK Neujahrsempfang 2014

Dass die Beiträge für die IHK-Mitgliedschaft wieder gesenkt wurden, löste - wie auch schon in den Vorjahren - den erwarteten Applaus aus. An Klaus Wowereit und die zuständigen Senatoren gerichtet, forderte IHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer auch eine Senkung der Gewerbesteuer. Applaus. Der Regierende Bürgermeister wies den auf die Gewerbesteuer bezogenen Wunsch zurück und konterte mit dem Vorschlag, die "Zwangsmitgliedschaft" in der IHK abzuschaffen. Applaus und 1:1 im Freundschaftsspiel IHK Berlin versus Senat.

IHK Neujahrsempfang 2014
IHK Neujahrsempfang 2014
Überhaupt war der IHK Neujahrsempfang auch in diesem Jahr wieder sehr gut besucht. Wir trafen viele bekannte Unternehmer, Verbandsvorsitzende und Politiker.

Mit Wirtschaftssenatorin Yzer stimmten wir noch Details zu unserem bevorstehenden Meeting ab und unterhielten uns mit der Betreiberin einer berlinweiten Hostelkette über die neuerliche Einführung der Bettensteuer. Letztere sei kontraproduktiv für den Berlin-Tourismus insbesondere jüngerer Reisender.

Klaus-Rüdiger Landowski, Tagesspiegel-Herausgeber Gerd Appenzeller, Innensenator Frank Henkel, Volker Tschapke, Thilo Sarrazin und Justizsenator Thomas Heilmann tauchten immer wieder in der tosenden Menge der Entscheider und Führungskräfte Berlins auf. Es konnten einige Worte gewechselt und Einladungen zu weiteren Neujahrsempfängen ausgesprochen werden.

IHK Neujahrsempfang 2014
BMW i3 beim IHK Neujahrsempfang 2014
Neben dem Angebot des Logistikunternehmens GO! präsentierte BMW eine greifbare Innovation. Der neue BMW i3 zum Anfassen und Reinsetzen mit einigen Bedienelementen aus der Oberklasse wie beispielsweise dem integrierten Touchpad im iDrive-Controller.

Die Beschleunigung von Null auf 60 in vier Sekunden kann sich sehen lassen. Als urban orientiertes Fahrzeug ist es mit diesen Eckdaten hervorragend für schnelle Ampelstarts geeignet. Der Sound sei allerdings nicht so kernig wie beim MINI Cooper S, sondern eher einem startenden UFO vergleichbar, erklärte uns der begleitende BMW-Mitarbeiter. Für das Frühjahr werde auch der BMW i8 erwartet, welcher preislich im Bereich um die 120.000 Euro liegen wird und bereits vor der Markteinführung stark nachgefragt sei.

Emsiges Treiben herrschte auch an den Buffets. Die Kellner hatten alle Hände voll zu tun, die Gäste mit Getränken und freien Tischen zu versorgen.

Wie auch in den Vorjahren war dieser IHK Neujahrsempfang ein gelungener Start in das neue Wirtschaftsjahr.

Autor: Matthias Baumann

Freitag, 10. Januar 2014

AG City Talk im The Pearl

Für viele Teilnehmer des gestrigen City Talks der AG City war der Besuch des Highclass-Clubs "The Pearl" ein Novum. Die AG-City-Gäste trafen sich im hinteren Teil des Clubs, wo sich neben einer Bar auch eine im wechselnden Lichterglanz beleuchtete Tanzfläche befindet. Genug Platz für diesen gut besuchten City Talk.

"The Pearl" verwöhnte uns mit allen Arten hochwertiger Getränke, die die Bar zu bieten hatte. Es wurden auch immer wieder herzhafte und süße Leckerbissen gereicht.

Eingetaucht in diese angenehme Atmosphäre fanden auch schon vor der eigentlichen Vorstellung des Clubs und der Berichte aus dem Leben der AG City einige gute Gespräche an den Tischen statt.Besonders freuten wir uns über bestehende Quervernetzungen, die sich in den Talks in kleiner Runde herausstellten.

Daniel Kolenitchenko, Geschäftsführer von "The Pearl", stellte das Konzept des Clubs vor und sagte, dass es ihm und seinem Team wichtig sei, dass der Club zwar ein sehr hohes Niveau repräsentiere, jedoch auch für Normalverdiener bezahlbar sein solle.

Dass dieses Konzept aufgeht, zeigte uns ab 21:00 Uhr die Öffnung des Tanzbereiches auch für Besucher, die nicht über die AG City gekommen waren. Die Stimmung war gut und ausgelassen und viele nutzten diese After Work Party zur Entspannung.

Vielen Dank an die gemeinsamen Veranstalter des Abends: "The Pearl", AG City und locationportale Berlin.

Autor: Matthias Baumann

Dienstag, 31. Dezember 2013

Ein Monat bis SEPA - Berechnungsfunktion für die IBAN

Online-Banking und eingehende Rechnungsbelege sind inzwischen weitestgehend auf SEPA umgestellt. Stapelweise Schreiben von Versicherungen und Dienstleistern bezüglich der Umstellung auf SEPA-Lastschriftmandate sind abgelegt.

Unsere Kunden sind fit für SEPA. Schon vor Monaten wurden IBAN-Berechnungsroutinen in unsere CRM-Systeme eingebaut, die automatisch anhand der bisherigen Kontodaten die SEPA-gerechten Zahlenfolgen ermitteln.

Wer immer noch eine Berechnungsroutine für SEPA sucht, findet nachfolgend eine in Perl geschriebene Funktion. Zu beachten ist, dass mit sehr großen Integerzahlen gearbeitet wird.

$iban = &IBANErmittlung($blz,$konto);
sub IBANErmittlung
{

    use bigint;
    use Math::BigInt;

    my $blz = $_[0];
    my $konto = $_[1];
    my $iban = '';

    return         if $blz !~ m/^[1-9][0-9]{7}$/
                   || $konto !~ m/[1-9]/
                   || length($konto) > 10;
    while (length($konto) < 10) { $konto = "0$konto"; }

    my $landkennung = 131400;   # DE = 13 14 und 00
    my $bban = Math::BigInt->new("$blz$konto");
    my $bban2 = Math::BigInt->new("$bban$landkennung");
    my $pruefziffer = $bban2 % 97;
    $pruefziffer = sprintf "%.2d", 98 - $pruefziffer ;
    $iban = "DE$pruefziffer$bban";

    return($iban);
}
Was passiert in diesem Code-Fragment?

Der Funktion werden die alte Bankleitzahl und die Kontonummer übergeben. Danach wird deren Syntax überprüft. Anschließend wird die Kontonummer mit Vornullen auf zehn Stellen gefüllt. Aus BLZ und Kontonummer wird die BBAN gebildet. Diese wird rechts um die Länderkennung ergänzt. Daraus wird per Modulo 97 und der folgenden Subtraktion von 98 die Prüfziffer ermittelt. Ist die Prüfziffer einstellig, wird noch eine Null davor gesetzt.

Der Returnwert setzt sich dann aus "DE", der zweistelligen Prüfziffer und der BBAN zusammen.

Autor: Matthias Baumann

Montag, 23. Dezember 2013

BTB concept in der Presse

Die asiatische und arabische Bloggerszene stellen inzwischen eine ernstzunehmende politische Macht dar. Blogger leben in diesen Regionen gefährlich, werden dafür jedoch international um so mehr beachtet.

Der Print-Journalismus in Deutschland hatte die einheimische Bloggerszene vor einiger Zeit noch kritisch betrachtet, muss diese jedoch spätestens seit der letzten Wahl als stärker werdenden Player am Publikationsmarkt anerkennen.

BTB concept Presse
BTB concept veröffentlicht seit einigen Jahren regelmäßig Berichte über wirtschaftspolitische und kulturelle Themen.

Neben Artikeln in Fachzeitschriften und Verbandsmagazinen dient auch dieser Blog als Plattform zur Verbreitung der Informationen. Da unter anderem Unternehmen und Verbände aus unserem Netzwerk thematisiert werden, wird dieser Blog gerne in deren News- und Pressebereiche eingebunden.


Autor: Matthias Baumann

Samstag, 21. Dezember 2013

Otto Nagel meets Dorfkirche Marzahn

Über 100 Schüler des Biesdorfer Otto-Nagel-Gymnasiums sangen am Mittwoch Weihnachtslieder in der Dorfkirche Marzahn. Auch die Kinder von Gesellschafter Matthias Baumann waren dabei. Die als engagiert bekannte Elternschaft war erwartungsgemäß zahlreich präsent, so dass die Kirchenbänke schnell besetzt waren und viele Besucher nur noch im Gang oder im Vorraum Platz fanden.

Dorfkirche Marzahn Otto-Nagel-Gymnasium
Otto-Nagel-Gymnasium singt in der Dorfkirche Marzahn
Da etwa jeder neunte Schüler des Gymnasiums auf der Bühne stand, wurde der Chor durch vier Musiklehrer geleitet. Diese sangen selbst mit, dirigierten den Chor oder begleiteten ihn auf Instrumenten.

Beeindruckend war zudem die Professionalität einiger junger Solisten. Applaus und begeisterte Zurufe von Mitschülern bestätigten diese Leistung.

Die neunzigminütige Vorstellung war sehr abwechslungsreich. Christliche und säkulare Weihnachtslieder wurden mit Geschichten und Instrumentalstücken durchmischt.

Direktor Lutz Seele bedankte sich abschließend bei den Mitwirkenden und freute sich, dass dieses Weihnachtssingen nun schon zum fünfzehnten Mal in der Dorfkirche Marzahn stattfinden konnte.

Die Dorfkirche Marzahn ist ohnehin sehr symbolträchtig. Ist sie doch eines der wenigen alten Gebäude Marzahns, die im Zweiten Weltkrieg erhalten geblieben waren und zusammen mit dem historischen Dorfkern die Neubaumaßnahmen der 80er Jahre überlebt hatte.

Autor: Matthias Baumann

Montag, 16. Dezember 2013

Social Media in der Konrad-Adenauer-Stiftung

Der heutige Abend in der Konrad-Adenauer-Stiftung thematisierte die Rolle von Social Media im Wahlkampf 2013.

Mit Michael Fuchs alias "cdu-fuchs" hatten wir uns ja bereits zum PKM-Sommerfest 2011 bezüglich der Google-Rangordnung gemessen. Angela Merkel wurde von RTL-Chefin Anke Schäferkordt bei der CDU Medianight 2013 sogar als "Social Media Queen" bezeichnet. Das legt die Vermutung nahe, dass die sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter & Co. aktiv zur Unterstützung des Wahlkampfes genutzt wurden. Ob sich das auch mit Zahlen belegen lässt, wollten wir nun erfahren.

Prof. Dr. Christoph Neuberger vom Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung stellte hierzu eine Studie vor, in deren Rahmen während des Wahlkampfes etwa 350 relevante Suchbegriffe bei Twitter, in 76 ausgewählten Blogs, in 16 News-Portalen und im Forum meta.tagesschau beobachtet wurden.

Konrad-Adenauer-Stiftung
Konrad-Adenauer-Stiftung
Dabei fiel auf, dass unterschiedlich politisch ausgerichtete Personen bestimmte Präferenzen bei der Wahl des sozialen Mediums haben. Während Twitter sehr stark von kleinen Parteien wie den Piraten (20%) oder der AfD (10%) genutzt wird, sind Blogs fast zu 2/3 Rot-Rot-Grün ausgerichtet.

Die Beurteilung der Spitzenkandidaten war auch sehr aufschlussreich. Steinbrück stand weitestgehend im Zusammenhang mit "Stinkefinger" und anderen Eigenschaften seiner Persönlichkeit. Angela Merkel hingegen wurde vorwiegend im Kontext von Sachthemen genannt.

Da Twitter gerne wie ein Platzregen auf aktuelle Meldungen reagiert, gab es bei ungünstigen Äußerungen der Kandidaten einige starke Negativausschläge im Twitter-Monitoring. Diese waren jedoch immer nur von kurzer Dauer.

Frank Lübberding von der FAZ berichtete, dass Twitter bei Journalisten sehr beliebt sei und dass man sich wundere, welche zunächst harmlosen Äußerungen von Spitzenpolitikern plötzlich in sämtlichen Zeitungen präsent sind, wenn sie nur oft genug bei Twitter erscheinen. Prominentes Beispiel sei das Schlagwort #Neuland beim Obama-Besuch gewesen.

Die nachhaltigste Werbung für einen Kandidaten geschehe nach wie vor über dessen Webseite. Selbst bei Vorhandensein einer entsprechenden Kontaktinfrastruktur in Social Media, werde diese nicht genutzt. Der Test eines ehemaligen Verteidigungsministers, auf welche seiner virtuellen Freunde er denn auch in der Realität bauen könne, hatte ein äußerst ernüchterndes Ergebnis.

Überhaupt sei nicht zu erkennen, dass Social-Media-Aktivitäten auch nur ansatzweise die Themenrelevanz aus Bürgersicht widerspiegeln. Das liege daran, dass die Social-Media-Kanäle von unterschiedlichen politischen Akteuren so unterschiedlich genutzt werden. Themen, die bei Twitter an erster Stelle zu finden sind, rangieren in Blogs auf dem fünften Platz. Umgekehrt beschäftigen sich Blogs mit Inhalten, die bei Twitter kaum eine Rolle spielen.

Man war sich in der anschließenden Podiumsdiskussion einig, dass Social Media immer mehr zum Bestandteil unserer Gesellschaft werde und es damit auch ein Instrument zukünftiger Wahlkämpfe sei. Die Politik müsse jedoch eine Vision entwickeln, die Social Networks für ihre Zwecke zu nutzen und nicht immer nur zu re-agieren. Nichtstun verhindert nicht die Tatsachen, sondern lässt den Anschluss verlieren.

Angela Merkel hat den Trend der neuen Medien erkannt und lebt deren aktive Nutzung bereits vor.

Autor: Matthias Baumann

Samstag, 14. Dezember 2013

Thales beim DFWK im Berlin Capital Club

Wer bei Thales an die Buchhandelskette Thalia denkt, bestätigt damit, dass Thales ein prototypischer Hidden Champion ist.

Hidden passt in jedem Fall zu einem Konzern, der den in der Öffentlichkeit wenig akzeptierten Zweig der Rüstungsindustrie bedient. Dabei macht der Geschäfstbereich Rüstung nur noch 20% des Gesamtvolumens dieses in 56 Ländern ansässigen Unternehmens aus.

Die Zahlen, die uns Peter Obermark, Vorsitzender der Geschäftsführung von Thales Deutschland, am Donnerstag im Berlin Capital Club präsentierte, machten deutlich, dass Thales nicht nur "hidden" sondern auch ein Champion ist.

DFWK Thales Berlin Capital Club
Thales-Geschäftsführer Peter Obermark beim DFWK im Berlin Capital Club
Begeisterung war zu erkennen, als Peter Obermark über den Aufkauf bekannter deutscher Unternehmen sprach, die heute wahrscheinlich gar nicht mehr am Markt wären, wenn sie nicht in diese starke Partnerschaft eingetreten wären. Der breite und branchenoffene Zukauf von Unternehmen baut die Marktposition von Thales kontinuierlich aus. In verschiedenen Segmenten sind sie Marktführer oder sogar wettbewerbslos. Die älteste Tochter der Thales-Gruppe, die Lorenz AG, ist Ende des 19. Jahrhunderts gegründet worden und hat ihren Standort in Berlin.

Trotz dieses Reichtums an Tradition ist Thales auf Innovation ausgerichtet. Sechs bis zehn Prozent des Budgets fließen in die Entwicklung neuer Technologien. Damit folgen sie dem Trend, den wir auch von anderen Hidden Champions wie Bombardier kennen.

Dass die Veranstaltung durch den DFWK Deutsch-Französischen Wirtschaftskreis organisiert wurde, hatte seinen Grund darin, dass Thales von Frankreich aus geleitet wird, obwohl inzwischen 75% des Umsatzes außerhalb Frankreichs erzielt wird. Solch ein international mit 67.000 Mitarbeitern aufgestelltes Unternehmen erfordert auch eine aktive Auseinandersetzung mit nationalen Diversitäten und Befindlichkeiten. Laut Peter Obermark habe man das aber gut im Griff.

In Frankreich gäbe es jedoch den wettbewerbsmäßigen Luxus, dass viele Geschäfte staatlich reguliert bzw. gefördert seien, wogegen das Eingreifen des Staates in Deutschland nicht sehr willkommen sei. Sehr unterschiedlich stellten sich auch die Rollen der Gewerkschaften dar. Während die Verhandlungen in Deutschland eher auf Konsens ausgerichtet seien, gehe es in Frankreich oft um Konfrontation, nach der gerne mal ein Vorstandskopf rollt - heutzutage natürlich im übertragenen Sinne. Kleine Randbemerkungen zeigten, dass der DFWK immer noch unter dem Eindruck der gewerkschaftskritischen Rede von Alain Capparos vor drei Wochen in der Französischen Botschaft stand.

DFWK Thales Berlin Capital Club Gendarmenmarkt
Weihnachten am Gendarmenmarkt
Als deutscher Unternehmer fragt man sich dann schon, welchen Mehrwert angesichts dieser Gewerkschaftsszenarien die Schaffung von Arbeitsplätzen in Frankreich habe. DFWK-Vizepräsident Dirk Schneemann relativierte diesen Eindruck beim anschließenden Get Together mit Erfahrungsberichten aus seiner Berufspraxis bei TOTAL. Die Gewerkschaften in Frankreich picken sich auch gerne mal große unpopuläre Firmen heraus und messen an diesen ihre Kräfte. Im kleinen Rahmen gehe es jedoch eher moderat und konstruktiv zu.

Vielen Dank an Marine Choley und Gonzague Dejouany für die Organisation dieses informativen und letztlich auch gemütlichen Abends im Berlin Capital Club am Gendarmenmarkt. Der vom Lichtspiel des Weihnachtsmarktes begleitete Weg zum Parkhaus ließ den Tag mit der passenden Stimmung ausklingen.

Autor: Matthias Baumann

Freitag, 13. Dezember 2013

Alpha Armouring - Fahrzeugpanzerung für hohe Ansprüche

Mercedes, Bentley, Alpha Armouring - das Salzufer und die Gutenbergstraße sind beliebte Anlaufstellen für Kunden, die exklusive Fahrzeuge suchen.

Alpha Armouring Fahrzeugpanzerung
Alpha Armouring - exklusive Fahrzeugpanzerung
Exklusiv sind die gepanzerten Offroader und Limousinen von Alpa Armouring in vielerlei Hinsicht. Eine luxuriöse Innenausstattung, gute Motorisierung und eine bewusst unauffällige Panzerung haben alle Fahrzeuge dieses Anbieters gemeinsam.

Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in München und führt dort auch die Umbauten aus. Die Nachfrage steigt stetig, zumal Alpha Armouring dem Qualitätsanspruch von "Made in Germany" so gut gerecht wird, dass manch ein größerer Wettbewerber nicht mehr mithalten kann.

Im Showroom erwarteten uns am Mittwoch drei exemplarische Fahrzeuge, die im Stadtbild nur bedingt auffallen würden, aber den Insassen einen erheblichen Mehrwert an Sicherheit bieten.

Alpha Armouring Fahrzeugpanzerung
Alpha Armouring - gepanzertes G-Modell 63 AMG
Darunter war auch ein schwarzes G-Modell 63 AMG mit 550 PS. Da auch Endverbraucher zunehmend daran interessiert seien, plane man bei Alpha Armouring gerade eine Stretch-Version des G-Modelles, welche dann nur in limitierter Auflage zu haben sei. Die Preise bewegen sich oberhalb 400.000 Euro. Den Privatkunden gehe es dabei eher um den Sammlerwert als um die mit gelieferte Sicherheit.

Allerdings kommen auch immer mehr Anfragen aus diplomatischen Kreisen. Militärattachés aus Krisenregionen oder Ländern, wo die private Bewaffnung durchaus üblich ist, nehmen den Qualitätsgedanken der Produkte von Alpha Armouring in ihre Heimat mit und vermitteln dort die Fahrzeuge an die entsprechenden Interessenten.

Während wir uns noch mit Dr. Michael Günther Kayser, dem dynamischen und ideenreichen Kaufmann aus der Niederlassung Berlin, unterhielten, kam sogar einer unserer bekannten Militärattachés zu Besuch.

Gemeinsam begutachteten wir die Qualität der ausgestellten Fahrzeuge und staunten über einige Details, die zwar recht unscheinbar waren, aber im Angriffsfalle ihren Nutzen entfalten. Auch praktische Überlegungen wie die finale Flucht aus dem Fahrzeug spielten dabei eine Rolle.

Alpha Armouring Fahrzeugpanzerung
Gepanzerte Scheiben G 63 AMG
Wir unterhielten uns auch über Keramikzusätze in den Felgen, mehrfach verglaste Scheiben, Sitzkomfort und sicherheitstechnische Gesamtkonzepte im Zusammenspiel mit Begleitfahrzeugen.

Dr. Kayser erklärte uns, dass die durch Alpha Armouring gepanzerten Wagen nicht nur der für Einzelteile geltenden Beschussklasse B7 entsprechen, sondern sogar die Normen einer V7-Sicherung für das Gesamtprodukt erreicht werden.

Ein sehr interessanter Ortstermin, der sich mal nicht um CRM-Systeme, Finanzmärkte oder Koalitionsverträge drehte, sondern männliche Urinstinkte ansprach.

Autot: Matthias Baumann

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Lebensversicherung - GDV bei der Bundespressekonferenz

Der GDV Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. hatte am Mittwoch zu einem Werkstattgespräch "Blackbox Lebensversicherung" in das Haus der Pressekonferenz neben dem "Band des Bundes" eingeladen.

Das Thema Lebensversicherung steht angesichts steigender Lebenserwartung, niedriger Zinsen und Turbulenzen auf dem Kapitalmarkt immer wieder auf dem Prüfstand und Experten streiten sich über das Für und Wider dieser Art der Rentenvorsorge.

GDV Haus der Pressekonferenz
Dr. Peter Schwark (GDV) und Dr. Johannes Lörper (ERGO)
Dr. Peter Schwark vom GDV und ERGO-Vorstandsmitglied Dr. Johannes Lörper informierten in einem zeiteffizienten Werkstattgespräch sehr gut verständlich und mit vielen Diagrammen untermalt über die Vorsorgesituation der Deutschen und mögliche Mechanismen zum Schließen von Versorgungslücken.

Johannes Lörper ließ immer wieder Beispiele aus seinem privaten Umfeld einfließen. Der sympathische Finanzmathematiker gab uns einen kleinen Einblick in seine eigene Entscheidungsfindung bei der Wahl von Anlageprodukten.

Es wurde auch der oft gehörte Rat bestätigt, eine möglichst breite Streuung der Kapitalanlagen vorzunehmen. Selbst die viel gelobten Immobilien sollten nur zu einem gewissen Prozentsatz im Portfolio enthalten sein.

Mit der Altersvorsorge sollte bereits in jungen Jahren begonnen werden. Ein 30-Jähriger, der seinen Renteneintritt mit 67 und eine monatliche Rente von 500 Euro anstrebt, muss dann etwa 110.000 Euro auf dem Konto haben oder ab sofort monatlich 120 Euro sparen.

Verträge und gesetztliche Regularien sollen sicherstellen, dass dieser angehende Rentner einen Tag nach einem möglichen Finanzcrash den gleichen Betrag ausgezahlt bekommt wie sein Zwillingsbruder, der einen Tag vor dem Finanzcrash seine Auszahlung abruft. Ein wichtiges Instrument zur Gewährleistung dieser Sicherheiten stellen die Bewertungsreserven dar. Bewertungsreserven werden in ertragsreichen Jahren aufgebaut und in ertragsschwachen Jahren ausgeschüttet. Wegen des niedrigen Zinsniveaus werden zur Zeit Bewertungsreserven abgebaut. Das könnte insofern kritisch werden, wenn die Zinsen über längere Zeit auf diesem Tiefstand rangieren.

Interessant waren auch die Verhaltensmuster der Anleger, die zumeist prozyklisch auf den Markt reagieren und dadurch wertvolles Renditepotenzial verschenken.

Was die Lebenserwartung betrifft, liegen die subjektiven Schätzungen befragter Personen bis zu 10% unter den tatsächlichen Werten. So haben Frauen nach der Generationentafel des DAV eine Lebenserwartung von 90,69 Jahren und Männer eine Lebenserwartung von 85,91 Jahren. Da bisherige Lebensversicherungen eher auf eine Lebenserwartung von etwa 85 Jahren berechnet waren, wird sich bei vielen Anlegern danach eine erhebliche Versorgungslücke auftun.

Diese Versorgungslücke lässt sich nur durch die passende Vertragsgestaltung auffangen. Als "finanzmathematischen Schwachsinn" bezeichnete Dr. Lörper deshalb den Auszahlungsplan mit Verzinsung und Kapitalverzehr. Die "ewige Rente" sei noch eine gewisse Option. Das Produkt der Wahl sei demnach eine Rentenversicherung mit Verzinsung, Kapitalverzehr und einem Restguthaben aus der Versichertengemeinschaft. Auch wenn es makaber klingt, so profitiert doch der Längerlebende vom solidarisch abgelebten Mitversicherten.

In einem dritten Block gingen Dr. Schwark und Dr. Lörper noch auf die Kosten für Lebensversicherungen, Fonds- sowie Banksparpläne ein und stellten die längerfristigen Auswirkungen gegenüber. Auch wenn man die Eigenschaften von Finanzprodukten wie Sicherheit, Rendite, Verfügbarkeit und Komfort gegenüberstellt, lässt sich kein "besser" oder "schlechter" definieren, da jedes Finanzprodukt Stärken und Schwächen habe, die je nach Zweck der Anlage gewichtet werden müssen.

Leider mussten wir vor der abschließenden Fragerunde zu einem nächsten Termin aufbrechen, danken aber an dieser Stelle für dieses informative Plädoyer für die durch die Versichertengemeinschaft getragene Rentenversicherung.

Autor: Matthias Baumann

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Georg Fahrenschon in der IHK Berlin

Als Hauptredner des Wirtschaftspolitischen Frühstücks war heute Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbades e.V., in der IHK Berlin zu Gast.

Bereits in seinen einleitenden Sätzen sagte der Wahlberliner aus München, dass er die allgemeinen Witzeleien über die nicht termingerechte Fertigstellung des Flughafens BER gar nicht nachvollziehen könne. Er hätte sich eher gewundert, wenn dieses Großprojekt tatsächlich zum geplanten Termin fertig geworden wäre. Das war eine erfrischend ambivalente Betrachtung dieses überstrapazierten Themas.

IHK Berlin Georg Fahrenschon
DSGV-Präsident Georg Fahrenschon (links) in der IHK Berlin
Überstrapaziert wird zur Zeit auch der Koalitionsvertrag, der bei diesem Wirtschaftspolitischen Frühstück aber kaum eine Rolle spielte. Viel mehr ging es um das Momentum undifferenzierter Bankenregelungen, welche die regionale Hausbank mit der börsennotierten Großbank in einen Topf werfe. Das schränke massiv die Handlungsfähigkeit der für den Mittelstand so wichtigen kleinen Banken "von nebenan" ein.

Die USA habe das deutlich besser gelöst und behandele die Groß- und Schattenbanken ganz anders als die Regionalbanken.

Die Frage, ob denn Landesbanken immer noch benötigt werden, beantwortete er mit einem klaren Ja. Die Begründung liege darin, dass die kleine regionale Sparkasse ab bestimmten Umsatzvolumina das Risiko nicht mehr alleine tragen könne und von daher einen starken Bankenverbund zur Kompensation benötige.

Auch für eine Beibehaltung des Filialnetzes sprach er sich aus. Der Kunde wolle nach wie vor mit einem "echten" Menschen sprechen, den er schon seit langem kenne und dem er bei Geldangelegenheiten vertraue. Bei Großbanken gehe der Trend eher in Richtung einer flexiblen Beraterzuweisung.

Die anschließende Fragerunde wurde von IHK-Geschäftsführer Jan Eder moderiert. Jan Eder ist einer der fähigsten Moderatoren, die wir in den letzten Jahren erlebt haben.

Gefreut hatte uns zusätzlich, dass wir bei diesem Wirtschaftspolitischen Frühstück auch gute Bekannte wie Volker Tschapke oder Sandeep Jolly wiedergetroffen hatten.

Autor: Matthias Baumann

Montag, 9. Dezember 2013

Justizsenator, Luther und die BCCG

Gerade in der Weihnachtszeit denkt man bei "Luther" eher an den gleichnamigen Martin als an die weltweit tätige Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH. Luther ist Fördermitglied der BCCG British Chamber of Commerce in Germany und hatte heute zu einem "Koalitionsfrühstück" mit Justizsenator Prof. Thomas Heilmann ins Hotel Esplanade eingeladen.

Luther BCCG Koalitionsfrühstück
Justizsenator Heilmann beim Koalitionsfrühstück - Luther und BCCG
Das Frühstück übertraf mit seinen etwa 130 Anmeldungen den sonstigen Rahmen dieses unternehmerfreundlichen Veranstaltungsformates. Das lag wohl an den Keynote-Rednern und den Teilnehmern an der Podiumsdiskussion.

Justizsenator Heilmann fühlte sich unter den vielen Luther-Anwälten sehr heimisch und hielt eine interessante und humorvolle Eingangsrede. Er berichtete von den Gepflogenheiten bei der Aushandlung von Koalitionsverträgen, die dem Außenstehenden normalerweise verborgen bleiben. Die personelle Größe der beteiligten Gremien stehe dabei im diametralen Verhältnis zu den Ergebnissen.

Während der erste bundesdeutsche Koaltionsvertrag noch zehn handschriftliche Zeilen umfasste, seien das nun weit über 100 Seiten geworden, die in der Endfassung sogar noch deutlich zusammengekürzt wurden. Der Koalitionsvertrag beginne mit allgemein akzeptierten Aussagen und gehe dann "unter Umgehung einer Strategie" direkt in die Details über. Und wenn ein Detail dort stehe, werde das Thema auch tatsächlich in der aktuellen Legislaturperiode angegangen. Nicht formulierte Details werden auch nicht weiter verfolgt.

Der Rede von Justizsenator Heilmann folgte ein Koreferat zum Thema Mindestlohn, welches allgemeine Zustimmung im Saal fand, zumal darin deutlich wurde, dass eine Lohnsteigerung eher den Steuereinnahmen aus dem Bruttogehalt nütze und der Effekt auf das Nettogehalt fast zu vernachlässigen sei.

Luther BCCG Koalitionsfrühstück
Dr. Geilfuß (Löbbecke), Prof. Dr. von Steinau-Steinrück (Luther), Rasch (BFW)
Die anschließende Podiumsdiskussion war in drei Bereiche unterteilt, zu denen jeweils prominente Teilnehmer eingeladen waren. Es ging um die Auswirkung des Koalitionsvertrages auf die Immobilienwirtschaft, auf den Bankensektor und auf das Arbeitsrecht.

Walter Rasch, Senator a.D. und Präsident des BFW, forderte die Politik zur Schaffung von Rahmenbedingungen auf, die eine Revitalisierung der Innenstädte ermögliche und den Neubau von Wohnraum fördere. Letzteres thematisiert Bausenator Müller auch immer wieder.

Dr. Frank Geilfuß vom Bankhaus Löbbecke las eine Passage aus dem Koalitionsvertrag vor, wo es darum ging, dass es keinen Finanzmarkt und keinen Finanzakteur mehr ohne Regulierung geben dürfe. Es wäre nach seiner Meinung besser für die Wirtschaft gewesen, wenn gar nichts zu Banken und Finanzmärkten im Koalitionsvertrag gestanden hätte. Es gehe schließlich auch um internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Prof. Dr. Robert von Steinau-Steinrück, der sympathische Arbeitsrechtsexperte und Luther-Partner am Standort Berlin, betrachtete den Koalitionsvertrag aus arbeitsrechtlicher Sicht. Auch wenn der Mindestlohn immer wieder im Fokus stehe, sei dieser doch nur ein Teil der arbeitsrechtlichen Konsequenzen des Koalitionsvertrages. Man müsse sich auch mit der Quotenregelung bei der Besetzung von Vorstandsposten, dem Trend zur Teilzeit und mit dem Thema Zeitarbeit beschäftigen.

Pünktlich vor 11:00 Uhr war dann das "Koalitionsfrühstück" beendet und die Gäste konnten den Weg in ihre Büros antreten. Vielen Dank an Luther und die BCCG.

Autor: Matthias Baumann